„Dritter Weltkrieg ohne Rauch“: Wie Chinas KP-Regime erfolgreich Europa unterwandert

Von 9. Mai 2020 Aktualisiert: 9. Mai 2020 19:48
Von „Eunuchenhaftigkeit“, „Leisetreterei“ und erschreckender Naivität in Europa gegenüber einem expansiven China spricht Publizist Gabor Steingart im „Focus“. Zur Taktik der Unterwanderung erscheint am Montag auch ein vielbeachtetes Buch in deutscher Fassung.

Am kommenden Montag (11.5.) wird die deutsche Fassung des Buchs des australischen Ethik-Professors Clive Hamilton und der Berliner Ostasienwissenschaftlerin Mareike Ohlberg, „Die lautlose Eroberung: Wie China westliche Demokratien unterwandert und die Welt neu ordnet“ erscheinen. Drei Verlage hatten es aus Angst vor chinesischen Repressionen abgelehnt, die englische Originalfassung zu veröffentlichen. Im „Focus“ hat sich der bekannte Publizist Gabor Steingart aus diesem Anlass mit der Unterwanderung Europas durch das KP-Regime befasst – und stellt der EU ein schlechtes Zeugnis aus.

Das Wohlwollen der USA verlieren, ohne Chinas Respekt zu gewinnen

Während der Westen immer noch gezwungen sei, seine gesamte Aufmerksamkeit auf die Corona-Bekämpfung zu richten, baue die Führung in Peking „still, effizient und mit einer Extraportion Dreistigkeit“ ihre Machtpositionen auf globaler Ebene aus. Die EU reagiere darauf weithin naiv und unbekümmert – und verliere damit das Wohlwollen der USA, ohne deshalb an Respekt bei den Chinesen zu gewinnen.

Anhand dreier Beispiele zeigt Steingart auf, wie sich die Europäer bewusst oder unbewusst als Steigbügelhalter für die Weltmachtambitionen des kommunistischen Regimes in China gebaren. So hatten Botschafter der EU, die in einer chinesischen Tageszeitung einen Gastbeitrag verfassen durften, auf Geheiß des chinesischen Außenministeriums einen Halbsatz entfernt, in dem auf die Herkunft des neuartigen Coronavirus hingewiesen wurde. Für Steingart ein verheerendes Signal: „Im Interesse der Völkerfreundschaft wurden die westlichen Werte verraten: Die Meinungsfreiheit war verhandelbar.“

Europas „Klimaschutz“-Eifer öffnet China zusätzliche Türen in Afrika

Zudem schweige Europa zu Praktiken wie jenen des chinesischen Digitalkonzerns Tencent, der unter anderem an Spotify beteiligt ist und die Messenger-App „WeChat“ betreibt. Tencent hat, wie die Universität von Toronto jüngst nachwies, politische Inhalte auf ausländischen Accounts genutzt, um seine Zensur-Algorithmen für jene in China selbst zu optimieren. Mittlerweile wurden auf dieser Basis die ersten Nutzer verhaftet, die Schmähungen gegen Machthaber Xi Jinping auf der Plattform geäußert hatten.

Auch der „Klimaschutz“-Eifer der Europäer stellt sich als Konjunkturprogramm für das KP-Regime in China heraus. Insbesondere in Afrika springt Peking als Investor im Bereich von Kohlekraftwerken ein, wo sich Europäer aus ideologischen Gründen zurückgezogen hatten. Greenpeace spricht von mindestens 13 fixen und neun in Vorbereitung befindlichen Kohleprojekten, die nun mithilfe chinesischer Konzerne und Banken durchgezogen werden – und zur Verstärkung der Abhängigkeit Afrikas von China beitragen.

Traum von der sinozentrischen Welt

Hamilton und Ohlberg arbeiten in ihrem Buch heraus, wie die KP Chinas auf verschiedenen Ebenen ihre wirtschaftliche Macht nutzt, um Marktführerschaft zu erzwingen, diplomatischen Druck aufzubauen, „Freundschaftsarbeit“ zu betreiben und Medien, Denkfabriken und Universitäten zu manipulieren. Dabei wende das Regime häufig mehrere Taktiken zugleich an. Die Einflussnahme soll dabei lautlos vonstattengehen, durch ein „subtiles und mehrgleisiges Programm der globalen Meinungssteuerung“. Auslandspropaganda-Funktionär Sha Qiguang, soll in diesem Zusammenhang selbst von einem „Dritten Weltkrieg ohne Rauch“ gesprochen haben.

Das Ziel sei „jene sinozentrische Welt, von der die Falken träumen, die Xi in die Parteiführung geholt hat“. Eine von China dominierte Weltordnung wäre aus deren Sicht ein essenzieller Bestandteil der „großen Wiederauferstehung des chinesischen Volkes“.

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Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

Viele bezeichnen ihr berufliches oder soziales Umfeld metaphorisch als „Schlachtfeld“ – doch für die KP China bedeutet es Krieg im wahrsten Sinne des Wortes. Diese Partei, die die Regierung Chinas stellt, vertritt den Grundgedanken der „uneingeschränkten Kriegsführung“: „Einfach ausgedrückt, Schwarzkopf [Oberbefehlshaber der multinationalen Streitkräfte des Golfkriegs] + Soros + Morris [Schöpfer des Morris-Wurm-Computervirus] + bin Laden? Das ist unsere wahre Karte, die wir ausspielen“, so zwei chinesische Oberste, die „Erfinder“ der „Uneingeschränkten Kriegsführung“.

Der Schlüsselpunkt dazu sind nicht unbedingt die unter Waffen stehenden Streitkräfte, sondern die „Generalisierung von Krieg“ für jeden chinesischen Landesbürger. „Uneingeschränkte Kriegsführung“ meint, dass „alle Waffen und Technologien nach Belieben eingesetzt werden können; was bedeutet, dass alle Grenzen zwischen Krieg und Frieden, zwischen militärischer Welt und ziviler Welt aufgebrochen werden.“

Es werden Methoden verwendet, die sich über Nationen hinweg erstrecken und verschiedene Bereiche benutzen. Finanzmärkte, der Handel, die Medien, internationales Recht, der Weltraum und viele mehr sind potenzielle Schlachtfelder. Zu den Mitteln des Kampfes gehören das Hacken von IT-Systemen, Terrorismus, biochemische Kriegsführung, ökologische Kriegsführung, atomare Kriegsführung, elektronische Kriegsführung, die Verbreitung von Drogen, Geheim- und Nachrichtendienste, Schmuggel, psychologische Kriegsführung, Ideologie, Sanktionen und so weiter. Darum geht es im 18. Kapitel dieses Buches.

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ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6, Drei Bände 1-3: 978-3-9810462-6-7. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

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