Das Organtransplantationszentrum Ost (OOTC), eine medizinische Einrichtung in China, die viele Organtransplantationen durchführt. Die Herkunft der Organe bleibt allerdings im Dunkeln.(OOTC.net)

Ein offenes Geheimnis in China: Organraub an lebenden Häftlingen und anschließende Verbrennung der missbrauchten Körper

Von 25. März 2006 Aktualisiert: 25. März 2006 20:18

Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen in China führen jährlich eine große Anzahl von Organtransplantationen an Menschen aus, die dazu aus der ganzen Welt nach China kommen; die Herkunft der Organe wird geheim gehalten. Nach Einführung der Todesspritze als gängige Methode bei Hinrichtungen nahm die Anzahl der zur Transplantation verfügbaren  Organe von Straftätern in den vergangenen Jahren ab. Stattdessen wurden die in den Gefängnissen zu Tode Verfolgten zur Hauptquelle der benötigten Organe.

Am 19. und am 20. März zog Fei Xin, Korrespondentin von The Epoch Times, telefonisch beim Allgemeinen Krankenhaus im Militärdistrikt von Shenyang (es heißt auch Shenyang Militärkrankenhaus), dem Krankenhaus Nr. 463 der Volksbefreiungsarmee (auch: Zentrales Krankenhaus der Luftwaffe im Militärdistrikt von Shenyang) und dem Krankenhaus Chaoyang in Peking Erkundigungen zu Nierentransplantationen ein.

Abgesehen von den seltenen Fällen, in denen die Nieren von Verwandten gespendet würden, kämen die bei den Transplantationen verwendeten Nieren von Verbrechern, so informierte das Krankenhauspersonal die Korrespondentin. Außerdem würden auch Nieren von Lebenden entnommen.

Das offene Geheimnis

Nach Angaben der Krankenhausärzte wurden die Nieren Verbrechern entnommen, während  diese noch am Leben waren. Das sei in sämtlichen Krankenhäusern Chinas so und längst ein offenes Geheimnis. Ausländische Patienten, einschließlich jenen aus Japan und Südkorea, kommen für eine Nierentransplantation nach China, da es in ihren Ländern keine Spender für Nieren gibt.

Auf die Frage: ”Warum sollte ein Verbrecher seine Niere spenden? Geht es da um Geld?“ sagte ein Arzt zurückhaltend: „Nein. Da ist etwas Spezielles im Spiel – ich kann nichts dazu sagen. Sie müssten meine Vorgesetzten fragen, oder kommen Sie zu einem ausführlichem Gespräch hierher.“

Auf die Frage der Korrespondentin, ob die Qualität der Organe der zum Tode Verurteilten gesichert sei, erwiderte ein Arzt, dass die Nieren nicht nur von zum Tode verurteilten Verbrechern stammten. Nur diejenigen, die die Nieren entnehmen, und deren Vorgesetzte wüssten, woher die Nieren stammten, war die Antwort der Ärzte auf die Frage, wo die Nieren denn genau herkämen.

Sie gaben weiter an, dass die Beschaffenheit der Nieren einwandfrei sei, sie kämen von jungen, gesunden Menschen. Die Erfolgsquote bei der Transplantationschirurgie läge bei 90 Prozent, wobei der Preis zwischen 60.000 und 120.000 Yuan schwanke (7.500 – 15.000 US-Dollars). Sie versicherten weiter, dass die Operation nach Ankunft des Patienten ohne mehrtägige Wartezeit so bald wie möglich eingeleitet würde.

Ein Arzt des Krankenhauses Nr. 463 sagte: „In unserer Klinik werden im Monat durchschnittlich 10 Nierentransplantationen durchgeführt. Von 43 Betten sind 30 für die Nierentransplantation vorgesehen.“

Auf die Frage der Korrespondentin, ob das Entfernen der Nieren bei Lebenden nicht grausam wäre, erwiderte der Arzt: „Das machen alle Krankenhäuser. Andere Menschen werden davon nicht in Mitleidenschaft gezogen, und das ist auch nicht Thema unseres Gesprächs über die Behandlung.“ Ein anderer Arzt antwortete: “Ich kann es nicht erklären… über die Einzelheiten haben wir keine Details, da sollten Sie unsere Vorgesetzten fragen.“

Als die Korrespondentin sich als Reporterin zu erkennen gab, wurden die Ärzte sehr nervös und antworteten ausweichend: „Wir wissen nicht viel. Fragen Sie unsere Vorgesetzten.” – „Diese Informationen sollen nicht nach draußen gelangen,“ – „Die Verbrecher haben sich freiwillig gemeldet, die Verfahren sind legal…“



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion