Falun Gong-Praktizierender in China durch Folter gestorben

Epoch Times29. September 2010 Aktualisiert: 29. September 2010 12:58

Erneut ist in China ein Falun Gong-Praktizierender umgekommen. Wie das New Yorker Falun Dafa-Informationszentrum (FDI) der Falun Gong-Bewegung am heutigen Mittwoch berichtet, soll ein etwa 50 Jahre alter Familienvater namens Lu Manku Anfang August in einem Gefangenenlager im Nordosten Chinas zu Tode gekommen sein.

Wie es weiter heißt, soll Lu Manku an den Verletzungen, die ihm durch Folter im Gefängnis Nanguanling in der Stadt Dalian (Provinz Liaoning) zugefügt wurden, gestorben sein. Lu war bereits Anfang 2008 inhaftiert worden, weil er Flugblätter über die Menschenrechtsverletzungen an Falun Gong-Praktizierenden in China hergestellt hatte. Am 26. Mai 2008 war er dann in einem Scheinprozess zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Über Lus Fall hatte das FDI bereit im Dezember 2009 berichtet. Er war einer der 63 Falun Gong-Praktizierenden, die  die Ende 2008 beziehungsweise Anfang 2009 zu mindestens zehn Jahren Gefängnis verurteilt wurden. Sein Name befindet sich auch in einer Liste von insgesamt 863 Gefängnisinsassen, allesamt Falun Gong-Praktizierende, basierend auf Berichten, de dem FDI zwischen Januar 2009 und Juni 2009 zugegangen waren.

Für den Sprecher des FDI New York, Erping Zhang, ist das Vorgehen der Behörden in China „ein Schlag ins Gesicht jeglicher Menschenwürde“. Ein Mensch müsse von Zuhause fliehen, um zu verhindern, dass er selbst und seine Familie illegal von der Polizei entführt werden. So beschreibt Zhang die Lage, von der in China seit Beginn der Verfolgung von Falun Gong vor über zehn Jahren viele der Praktizierenden betroffen sind. „Und wenn sie ihn schließlich doch aufgreifen, bringen sie ihn für Jahre in ein Gefangenenlager, wo er zu Tode gefoltert wird“, sagt Zhang. Mit der Folter sollen die Staatsbeamten die Falun Gong-Anhänger von ihren Glaubensinhalten abbringen. Es handelt sich dabei um die Werte von Aufrichtigkeit, Gutherzigkeit und Toleranz und um ein Leben nach diesen Werten.

Lu Mankus Leidensweg begann am 10. Februar 2006, als Beamte der Polizeistation Tanggangzi und des Büro 610 in der Stadt Anshan, Provinz Liaoning, sein Haus während seiner Abwesenheit ausplünderten. Ohne Durchsuchungsbefehl beschlagnahmte die Polizei Bücher sowie andere Falun Gong-Materialien und bedrohte sein Kind und seine Eltern.

Um nicht festgenommen zu werden, verließ Lu sein Heim und lebte zwei Jahre lang in Obdachlosigkeit. Ähnliche Schicksale teilen laut FDI zahlreiche Falun Gong-Praktizierende in ganz China. Sie sind gezwungen ihr Zuhause zu verlassen um nicht von den örtlichen Sicherheitsbehörden entführt und gefoltert zu werden. Viele tun dies auch, um ihre Familien vor den Schikanen durch die Polizei zu schützen. Ohne Wohnung und ohne Beschäftigung verarmen jedoch viele und werden gewissermaßen zu Flüchtlingen im eigenen Land.

International gibt es viele Persönlichkeiten und Organisationen wie Amnesty International, die wiederholt Chinas Regime zu einer Beendigung der Verfolgung von Falun Gong aufgefordert haben. (jel)


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