Forbes: „Werden wir der Wahrheit über erzwungene Organentnahmen in China auf den Grund gehen?“

Epoch Times28. März 2019 Aktualisiert: 28. März 2019 19:59
Das Wirtschaftsmagazin Forbes veröffentlichte in der vergangenen Woche einen Bericht mit dem Titel „Werden wir der Wahrheit über erzwungene Organentnahmen in China auf den Grund gehen?" Die Autorin schreibt vom "ultimativen Ziel, solche schweren Menschenrechtsverletzungen zu beenden“.

Am 21. März erschien im englischsprachigen Wirtschaftsmagazin „Forbes“ der Text „Will We Get To The Bottom Of The Truth On Forced Organ Removal in China?“.

Die Autorin Ewelyna Ochab beschreibt darin den Organraub durch die Kommunistische Partei Chinas an lebenden Häftlingen aus Gewissensgründen wie folgt:

In den vergangenen Jahren haben mehrere Ermittler (darunter Anwälte und Untersuchungsbeauftragte) das Thema der Zwangsentnahme von Organen in China zur Sprache gebracht, nämlich die rechtswidrige Praxis der Organentnahme von Personen, die ihr nicht zugestimmt haben.“

Weiter heißt es: „Obwohl China argumentiert, dass jährlich etwa 10.000 Organtransplantationen durchgeführt werden, die alle in Übereinstimmung mit dem Gesetz ablaufen, gehen die Ermittler davon aus, dass dies alles andere als die Wahrheit ist. Tatsächlich zeigen Nachforschungen, dass die Zahl solcher Transplantationen näher an 60.000 bis 100.000 pro Jahr liegt. Diese Zahl liegt deutlich über der offiziellen chinesischen Schätzung.“

Die Straftäter seien Mitarbeiter der Kommunistischen Partei Chinas, die in Zusammenarbeit mit Chirurgen, Gefängnisbehörden und Militärbeamten handeln.

Die Nachforschungen hätten ergeben, dass die meisten Organe durch illegale Zwangsentnahmen bei Gefangenen aus Gewissensgründen stammen, darunter Falun-Dafa-Praktizierende, tibetische Buddhisten, Uiguren und Christen der Hauskirchen.

Die Gefangenen aus Gewissensgründen sterben an der gewaltsamen Organentnahme, genauer gesagt, sie werden dabei getötet.

Londoner „China Tribunal“ hörte Zeugen zum Organraub aus der ganzen Welt

In dem Bericht heißt es, dass das Thema „Organraub“ im Europäischen Parlament, in den USA, Kanada, Großbritannien und vielen anderen Ländern mittlerweile eine gewisse Aufmerksamkeit erregt habe. Eine der größten Herausforderungen sei der Mangel an Beweisen, da die Opfer der erzwungenen Organentnahme verbrannt werden.

In dem Bericht heißt es weiter, dass das China Tribunal, ein unabhängiges Volksgericht, begonnen habe, die Frage der Zwangsentnahme von Organen in China zu untersuchen. Das Tribunal habe dazu mehrere Zeugen angehört, die wichtige Informationen über die Praxis lieferten.

Im Artikel wird eine Falun-Dafa-Praktizierende zitiert, die mehrere Jahre in China inhaftiert war und gefoltert wurde.

Sie sagte: „Jeder Falun-Dafa-Praktizierende erhielt eine ärztliche Untersuchung und wurde auf sein beziehungsweise ihr Blut hin untersucht. Selbst diejenigen, die an psychischen Störungen erkrankt waren, waren nicht ausgenommen.

Andere Gefangene, die nicht Falun-Dafa-Praktizierende waren, mussten dies nicht tun. Damals wusste ich bereits, dass die medizinischen Untersuchungen nicht unserer Gesundheit dienten. Nach den Untersuchungen stellte ich fest, dass einige Praktizierende verschwunden waren. Ich wusste nicht, wohin sie gegangen waren … Ich erfuhr nichts von den Praktizierenden, die verlegt wurden.

Als ich hörte, dass die Kommunistische Partei Chinas Organe von lebenden Falun-Dafa-Praktizierenden entnimmt, verstand ich den Grund für diese medizinischen Untersuchungen. Dann erkannte ich die Tragweite ihres Betrugs.“

Dies sei keine vereinzelte Aussage, heißt es in dem Artikel weiter. Ähnliche medizinische Untersuchungen seien auch von anderen Falun-Dafa-Praktizierenden beobachtet worden.

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Das China Tribunal sucht nach weiteren Zeugen und Beweisen und will sein endgültiges Urteil im Juni verkünden.

In dem Artikel heißt es, dass britische Parlamentarier ebenfalls auf diese Informationen reagiert hätten. Sie hätten die britische Regierung aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen und entsprechende Untersuchungen einzuleiten.

Es bleibe zu hoffen, dass „die Arbeit des China Tribunals und der britischen Parlamentarier die Situation der politischen Gefangenen in China genauer beleuchtet und das Andenken der Opfer auf diese Weise geehrt wird“, kommentiert Forbes die aktuelle Entwicklung.

Der Artikel endet mit den Worten: „… für die Würde der Opfer – in der Vergangenheit und in der Zukunft – müssen wir recherchieren und die Wahrheit herausfinden, mit dem ultimativen Ziel, solche schweren Menschenrechtsverletzungen zu beenden.“

Originalartikel bei „Forbes“: „Will We Get To The Bottom Of The Truth On Forced Organ Removal?“

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