Große Versammlung von Falun Gong-Praktizierenden vor UN-Hauptquartier

Von 20. Mai 2013 Aktualisiert: 20. Mai 2013 18:01

 

Am 17. Mai haben sich mehrere tausend Falun Gong-Praktizierende aus verschiedenen Nationen vor dem UN-Hauptquartier in New York versammelt und gemeinsam Falun Gong-Übungen gemacht. Nach Berichten der chinesischsprachigen Epoch Times, Dajiyuan, sei dies ein Teil der einwöchigen Feierlichkeiten zum Welt-Falun-Dafa-Tag am 13. Mai.

Falun Gong, auch Falun Dafa genannt, ist eine friedliche buddhistische Kultivierungsschule, die im Jahr 1992 von Meister Li Hongzhi in China an die Öffentlichkeit gebracht wurde. Die Falun Gong-Praktizierenden folgen den drei Prinzipien „Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht“. In den vergangenen 21 Jahren hat sich Falun Dafa in mehr als einhundert Ländern der Welt verbreitet und Millionen Menschen haben sich durch die Kultivierung körperlich und geistig verbessert. Allerdings werden die Falun Gong-Praktizierenden seit dem Jahr 1999 auf Befehl des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Diese Verfolgung dauert bis heute an.

Körperliche und geistige Verbesserungen

Dajiyuan interviewte mehrere der anwesenden Praktizierenden und berichtete über deren Erfahrungen. Erik Rusch aus Deutschland trug neben der Übungsgruppe vor dem UN-Hauptquartier ein Banner mit der Aufschrift  „Falun Dafa ist gut“. Herr Rusch wurde im Jahr 2005 als Bundeswehrsoldat in den Kosovo geschickt. Danach litt er unter Depressionen und Magenbeschwerden. Später empfahl ihm jemand Falun Gong. Herr Rusch sagte, dass er beim ersten Praktizieren der Übungen Ruhe und Frieden gefühlt habe, wie er es vorher noch nie erlebt habe. Nach den Übungen habe er sich nicht mehr krank sondern leicht gefühlt. Außerdem meinte Herr Rusch, dass er nach Beginn der Kultivierung optimistischer geworden sei. Bei Konflikten mit Menschen habe er Probleme bei sich selbst gesucht und an den anderen gedacht.

Fariborz Tavanaei aus dem Iran und seine 19-jährige Tochter Ghazal Tavanaei haben ebenfalls an den Übungen vor dem UN-Hauptquartier teilgenommen. Herr Tavanaei meinte, dass er im Jahr 2007 angefangen habe, Falun Gong zu praktizieren. Früher haben sich seine Verwandten wegen seiner schlechten Laune von ihm ferngehalten. Seine Firma sei kurz vor dem Bankrott gewesen. Seitdem er mit dem Praktizieren begonnen habe, habe er ein immer besseres Verhältnis zu seinen Verwandten und sein Geschäft laufe auch besser. Außerdem habe das Dafa ihm Weisheit geschenkt. Er habe oft die Falun Gong-Lektionen auf Englisch gehört. Danach konnte er, obwohl er nie Englisch gelernt habe, einfache Dialoge auf Englisch führen.

Seine Tochter hat eine große Veränderung bei ihrem Vater festgestellt und vor zwei Jahren ebenfalls angefangen, Falun Gong zu praktizieren. Sie sagte, dass ihre Mutter und ihre Schwester sie dabei unterstützen. Außerdem habe sie ihren Freunden über Facebook über die Verfolgung von Falun Gong in China erzählt. Sie unterstützen ebenfalls Falun Gong und finden, dass Falun Dafa gut ist.

Aufdeckung der Verfolgung in China vor dem UN-Hauptquartier

Nach den gemeinsamen Übungen haben sich viele Falun Gong-Praktizierende vor dem UN-Hauptquartier versammelt. Zhao Shuhuan, eine Falun Gong-Praktizierende aus China, hat über die Verfolgung berichtet, die sie erlebte. Frau Zhao war im Masanjia-Arbeitslager eingesperrt. Im Arbeitslager wurde sie mit unmenschlichen Methoden gefoltert. Beispielsweise wurde ihr Kopf mehrere Stunden lang gegen eine Wand gestoßen und mit Schuhen geschlagen, sodass Gesicht und Kopf fast auf das Doppelte angeschwollen waren.

Außerdem wurde ihre Hose ausgezogen und sechs Personen haben sie in die Oberschenkel gekniffen und sie währenddessen beleidigt. Sie haben sogar ihren Hals zugedrückt. Die Stellten, wo sie gekniffen wurde, eiterten später. Genau an diese Stellen wurde sie dann getreten. Frau Zhao meinte, dass ihre Beine durch die Tritte mehrere Schwellungen gehabt haben. Ihre Beine seien voller blauer Flecken gewesen und steinhart geschwollen.

Die Menschenrechtsanwältin Zhu Wanqi hat auf der Versammlung gefordert, dass die UNO Untersuchungen über die Folter im Masanjia-Arbeiter einleitet. Außerdem soll die UNO den Organraub an Falun Gong-Praktizierenden in China untersuchen.

Am Nachmittag des 17. Mai wurde eine Versammlung für den Austritt aus der Partei und ihren Unterorganisationen abgehalten. Mehr als zehn Chinesen haben vor Ort ihren Austritt erklärt.

Original-Artikel auf Chinesisch: 世界各国法轮功学员聚纽约 吁联合国调查迫害

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN