Historisch schlechte Umfragewerte für Hongkongs Regierungschefin – Sanitäterin berichtet von Polizeigewalt

Epoch Times29. November 2019 Aktualisiert: 29. November 2019 22:21
Regierungschefin Carrie Lam ist in der Bevölkerung so unbeliebt wie kein anderer Vorsitzender der lokalen Regierung in Hongkong seit 1997.

Am Freitag veröffentlichte das Forschungsinstitute für öffentliche Meinung in Hongkong (Hongkong Public Opinion Research Institute) die neusten Umfrageergebnisse.

Laut der Umfrage von Mitte November erreichte die Hongkonger Gouverneurin Carrie Lam die niedrigste Unterstützungsrate von – 72%. Das ist der tiefste Wert seit ihrem Amtstritt am 1. Juli 2017. Es ist auch der niedrigste Wert eines Regierungschefs in Hongkong seit der Rückgabe der ehemaligen britischen Kolonie an das kommunistische China am 1. Juli 1997.

83% der Befragten sind der Meinung, dass die lokale Regierung für die gestiegene Gewalt in Hongkong verantwortlich ist. 73% der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass die Polizei für die Gewalttaten an den Demonstranten die Verantwortung übernehmen sollte. Für die Umfrage wurden 1.000 Bürger in Hongkong telefonisch befragt.

Universität-Einsatz beendet

Die Hongkonger Polizei hat ihren Einsatz auf dem tagelang gesperrten Gelände der Polytechnischen Universität beendet. Am Freitagnachmittag (Ortszeit) entfernten die Sicherheitskräfte die Absperrungen rund um das Gebäude und verließen den umkämpften Universitätscampus.

Die Universität steht nun vor großangelegten Aufräumarbeiten. Im Hochschulgebäude befinden sich unter anderem Glasscherben und verrottetes Essen. „Der Campus ist immer noch unsicher und bleibt weiterhin geschlossen“, erklärte die Universitätsleitung in einem Brief an die Studenten.

Nachdem die Universität bekannt gegeben hatte, dass fast alle Demonstranten die Polytechnische Universität verlassen hätten, war die Polizei am Donnerstag auf das Hochschulgelände vorgedrungen. Der Einsatz zielte nach Angaben der Einsatzkräfte hauptsächlich darauf ab, Überreste von Molotow-Cocktails, anderen Waffen und Chemikalien einzusammeln.

Das Gelände der Polytechnischen Universität hatte sich im Zuge der monatelangen Demokratie-Proteste zu einem der wichtigsten Schauplätze entwickelt. Am 17. November hatte die Polizei den Campus gesperrt.

Sani berichtet von Polizeigewalt

Bei einer Versammlung zur Unterstützung der Studenten in der Polytechnischen Universität berichtete eine Sanitäterin namens Alice am Donnerstag von der Polizeigewalt auf dem Uni-Campus. Sie wäre dort drei Tage lang im Einsatz gewesen und habe gesehen, dass „manche Demonstranten von der Polizei mit Stöcken auf ihre Köpfe geschlagen wurden.“

Ihre Haut vom Kopf bis zur Stirn wurde durch die Schläge aufgerissen. Bei einem Demonstranten wurde das Kinn durch den Polizeistock so schwer verletzt, dass der Unterkieferknochen direkt zu sehen war. Ich war erschrocken von den Wunden,“ erzählte sie.

Sie berichtete auch von einem Abend, als die Polizei mit Wasserwerfern blaue Flüssigkeit auf die Demonstranten und das Sanitätspersonal spritze. Danach sei die Lage am Campus eskaliert. Das Sanitätspersonal vor Ort hätte sich getroffen und geweint. „Einige von ihnen wurden von der Polizei festgenommen,“ berichtete Alice.

Weitere Proteste angekündigt

Die Hongkonger Demokratieaktivisten kündigten unterdessen in Online-Foren neue Proteste für Sonntag sowie einen Streik am Montag an. Am Freitag gingen bereits mehrere hundert Büroangestellte während ihrer Mittagspause zu Kundgebungen auf die Straße. Die Demonstrationen verliefen friedlich.

Seit mehr als einer Woche hat es in der chinesischen Sonderverwaltungszone keine gewaltsamen Zusammenstöße zwischen Demonstranten und der Polizei mehr gegeben. Bei den Kommunalwahlen am Sonntag hatte Hongkongs Demokratiebewegung einen überwältigenden Sieg verzeichnet. Ihre Kandidaten eroberten eine große Mehrheit der Sitze in den 18 Bezirksräten. Die Beteiligung an der Kommunalwahl war so hoch wie nie zuvor.

Mittlerweile nimmt die Unzufriedenheit in der Bevölkerung aber wieder zu, da die pekingtreue Regierungschefin Carrie Lam der Demokratiebewegung weiterhin keine Zugeständnisse macht. (yz/nh/afp)

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