Hongkong: 120.000 für Medienfreiheit auf der Straße

Epoch Times6. November 2013 Aktualisiert: 6. November 2013 21:12

Seit zwei Wochen protestieren die Mitarbeiter sowie Unterstützer aus der Unterhaltungsbranche gegen die Hongkonger Regierung. Sie wollen eine Erklärung, warum die Regierung keine TV-Lizenz an Hong Kong Television Networks (HKTV) vergibt. Viele populäre Filmstars aus Hongkong traten ebenfalls auf, um sich für die Medienfreiheit sowie die Kernwerte der freien Insel in China einzusetzen.

Filmindustrie spricht sich für Freiheit, Demokratie und Rechtsverwaltung aus

Das Highlight der Protestwelle war ein Marsch von über 120.000 Mitarbeitern und Unterstützern des Senders in schwarzen T-Shirts mitten durch Hongkong, der in einer großen Kundgebung vor dem Hongkonger Regierungsgebäude gipfelte. Viele bekannte Filmproduzenten, Schauspieler und Regisseure hielten Reden zur Bewahrung der Hongkonger Kernwerte: Freiheit, Demokratie und Rechtsverwaltung.

Auch der beliebteste Schauspieler und Musiker in Festland-China, Andy Lau Tak-wah, sandte seine Unterstützungsbotschaft per Video: „Es soll bald eine Erklärung dazu geben! Ich unterstütze euch! Gebt Gas!“ Der 52-jährige Schauspieler ist in Hongkong so beliebt, dass man sagt, wenn jeder in Hongkong den Stadtchef wählen dürfte, würde Andy Lau sicher die meisten Stimmen bekommen.

Die Mitarbeiter von HKTV wollen solange protestieren, bis die Regierung eine Erklärung abgibt. 

Mitte Oktober lehnte die Hongkonger Regierung den Antrag auf Lizenz-Verlängerung von HKTV ab. Geschäftsführer Ricky Wong Wai-kay: „Der Sender gibt den Zuschauern in Hongkong mehr Möglichkeiten für TV-Sendungen, warum respektieren die Machthaber die Bedürfnisse der Hongkonger Bürger nicht?

In Hongkongs Unterhaltungsbranche gilt Ricky Wong als kreativer Geschäftsmann. Im Dezember 2008 wurde er zum CEO von Asia-TV in Hongkong ernannt. Seine Aussage, dass er Asia-TV nicht wie das staatlich kontrollierte CCTV gestalten werde und die Zuschauer „Anti-KP-Fernsehen“ sehen wollen, brach ihm das Genick – er wurde nach 12 Tagen aus dem Amt entfernt.

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