"Regenschirm-Protest" in Hongkong.Foto: ANTHONY WALLACE/AFP/Getty Images

Jahrestag der „Regenschirm-Proteste“ in Hongkong – Polizei setzt Wasserwerfer ein

Epoch Times28. September 2019
Zehntausende sind anlässlich des fünften Jahrestags der "Regenschirm-Proteste" in Hongkong auf die Straße gegangen. Am Rande der friedlichen Massenkundgebung kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Polizei.

Zehntausende Hongkonger sind am Samstag anlässlich des fünften Jahrestags der „Regenschirm-Proteste“ auf die Straße gegangen. Am Rande der friedlichen Massenkundgebung der Demokratie-Bewegung kam es zu gewaltsamen Ausschreitungen: Die Polizei feuerte mit einem Wasserwerfer auf Demonstranten, die Molotow-Cocktails auf das zentrale Regierungsgebäude der Stadt warfen. Die Aktivisten der Demokratie-Bewegung gehen seit mehr als drei Monaten gegen die Einschränkung demokratischer Rechte durch die Kommunistische Partei Chinas auf die Straße.

Am Samstagabend versammelten sich die Demonstranten in einem Park neben dem Stadtparlament, um an die „Regenschirm-Proteste“ vor fünf Jahren zu erinnern. Die Bewegung hatte 2014 wochenlang für freie Wahlen in Hongkong demonstriert und den Grundstein für die derzeitigen Proteste gelegt. Den Namen bekam sie durch die allgegenwärtigen Regenschirme, die die studentischen Demonstranten damals zum Schutz gegen die Polizei verwendeten.

Menschen „für einen langen Kampf“ gerüstet

„Die Menschen sind gerüstet für einen langen Kampf“, sagte die Demonstrantin Yuan der Nachrichtenagentur AFP, die die „Regenschirm-Proteste“ vor fünf Jahren noch weitgehend aus der Ferne beobachtet hatte. Das Verhalten der Polizei sei ein Auslöser für die Leute, jetzt auf die Straße zu gehen, erklärte die 29-jährige Ingenieurin.

Eine weitere Demonstrantin namens Chan sagte AFP: „Wenn man auf die friedliche Regenschirmbewegung zurückblickt, gab es überhaupt keine Erfolge.“ Hätten die Ziele gewaltfrei erreicht werden können, wären keine weiteren Ansätze vonnöten gewesen, fügte die 20-jährige Studentin hinzu.

Demokratie-Bewegung setzt ein Zeichen gegen Chinas Regime

Die Demokratie-Bewegung hatte am Freitag mit den vorerst auf vier Tage angelegten Demonstrationen begonnen. Die Aktivisten wollen vor den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Gründung der Volksrepublik China am Dienstag ein Zeichen gegen das kommunistische Regime in Peking setzen.

Die Proteste in der chinesischen Sonderverwaltungszone hatten sich anfänglich gegen ein geplantes Gesetz gerichtet, das Überstellungen von Verdächtigen an Festland-China vorsah. Unter dem Druck der Demonstranten zog die Regierungschefin Carrie Lam das Gesetz zurück. Mittlerweile richten sich die Proteste aber generell gegen die pekingtreue Führung in Hongkong und die Beschneidung der Demokratie. (afp/so)



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