Keine Tibet-Fahnen beim WM Testspiel China-Schweiz

Epoch Times3. Juni 2006 Aktualisiert: 3. Juni 2006 19:33
Tibeter wollten gegen die Besetzung ihrer Heimat protestieren

Zürich – Beim WM Testspiel China-Schweiz ist eine friedliche Protestaktion von rund 150 jungen Tibetern bereits im Vorfeld von der Zürcher Polizei gestoppt worden. Die  vorbereiteten Plakate, Tibet-Fahnen, T-Shirts und sogar Schlüsselanhänger wurden konfisziert, so der Verein der Tibetischen Jugend in Europa (VTJE), die chinesische Seite habe den Gastgebern mit Erfolg ihre Zensur-Politik aufgedrückt.

Die Tibeter hatten 200 schwarze Plakate mit weißen Kreuzen vorbereitet, als Symbol für die mehr als 1 Million Tibeterinnen und Tibeter, die durch die Besetzung ihrer Heimat durch das kommunistische Regimes Chinas umgebracht worden waren. Die Verantwortlichen der Sicherheit im Stadion waren jedoch außerordentlich gut informiert. Ausgerüstet mit einer kleinen tibetischen Flaggenkarte gingen sie auf die Jagd nach den Aktivisten, und nahmen allen Aktivisten die Plakate und Tibet-Fahnen ab.

Tibet ist seit 1949/50 widerrechtlich durch die Volksrepublik China besetzt. Die Situation ist immer noch prekär, Menschenrechte werden immer noch aufs Gröbste missachtet. Auch heute noch werden Menschen nur schon wegen des Besitzes eines Dalai Lama-Bildes inhaftiert.

„Wir fordern Fairplay! Auch neben dem Rasen. Auch in Tibet! Es darf nicht sein, dass schon in zwei Jahren in einem Land, welches Menschenrechte systematisch missachtet, die Olympischen Spiele stattfinden. Spiele, die für Toleranz, Fairness, Gleichheit stehen. Die Lage in Tibet muss sich in den nächsten zwei Jahren fundamental verbessern.“, so Tenzin Dawa Chokchampa,Co-Präsident des Vereins Tibeter Jugend in Europa.

„Sport und Politik zu mischen ist heikel. Man muss sich in diesem Fall jedoch auch den chinesischen Propaganda-Apparat vergegenwärtigen. Die Olympischen Spiele 2008 in Peking dienen nur dazu, dem totalitären Regime ein besseres Image zu verschaffen. Solange sich die Lage in Tibet nicht massiv verbessert, ist auch in Zukunft Protest von Tibet-Unterstützern gewiss“, so Migmar Raith, Vorstandsmitglied der Gesellschaft Schweizerische-Tibetische Freundschaft.

 www.tibetanyouth.org

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