KP-Regime in China lanciert Kampagne gegen Trump – aus Angst vor Unmut im eigenen Volk

Die „langsame Reaktion“ der US-Regierung sei der Grund für die Ausbreitung von COVID-19 in den USA, die „optimistischen Voraussagen Trumps waren bar jedweden Bezugs zur Realität, und das hat den Ausbruch noch schlimmer gemacht“. Einschätzungen dieser Art sind Konsumenten deutscher Leitmedien aus den vergangenen Tagen sehr vertraut und viele davon stützen sich auf gleichlautende Meldungen liberaler US-Medien. Das Narrativ eines angeblich schlechten Krisenmanagements durch US-Präsident Donald Trump hat seinen Ursprung jedoch in China – und stellt mittlerweile die Hauptstoßrichtung der Propaganda des KP-Regimes in Sachen Corona-Krise dar.

Chinas Propaganda-Medien legen medizinischem Personal Aussagen in den Mund

Die Strategie der Diskreditierung der US-Regierung, das Virus unter Kontrolle zu bekommen, tritt nun zu den bisherigen großen Erzählungen des Regimes in Peking, seit sich die in Wuhan ausgebrochene Corona-Seuche infolge gravierender Versäumnisse und Vertuschungen vonseiten der regierenden Kommunistischen Partei zu einer weltweiten Pandemie ausweiten konnte. Die bisherigen Schwerpunkte waren die Darstellung des Regimes als effizienter Krisenmanager im Krisen-Hotspot Wuhan, die Fake-News-Offensive über eine angebliche Einschleppung des Virus durch US-Militärs und die Maskendiplomatie in Europa, mit der sich Peking als weltweiter Retter in der Not darstellt.

Die chinesische Propaganda instrumentalisierte jüngst jedoch auch medizinisches Personal für seine Kampagne gegen den US-Präsidenten. So zitierte das KP-Format „Global Times“ am 26. März im Rahmen einer Reportage über die Lage in New York die Ärztin Dr. Colleen Smith vom Elmhurst Hospital nach der „New York Times“ (NYT) mit den Worten: „Vom Präsidenten bis zum Chef der Behörde für Gesundheit und Krankenanstalten sagen sie, es werde alles gut werden. Aus unserer Perspektive ist alles aber nicht gut.“

„Amerika erlebt gerade das Ende der Welt“

Im „Global-Times“-Bericht hieß es weiter, es gebe im Elmhurst „keine Ausrüstung, keine Krankenbetten […] Es ist schockierend und wie etwas, das man aus Ländern der Dritten Welt kennt“. Im Originalartikel der NYT klagt die Ärztin zwar tatsächlich über Materialengpässe und fehlende Schutzausrüstung, über Trump oder die staatlichen Behörden sprach sie jedoch gar nicht.

Die „Changchun Evening News” schrieb am 28. März: „New Yorks Ärzte enthüllen die Wahrheit. Trump hat alle belogen und Amerika erlebt gerade das Ende der Welt.“

Einige Medien wie die „Xinmin Evening News“ lobten New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo für seine „Übernahme wahrer Verantwortung, um dem Ausbruch entgegenzuwirken“. Einige versuchten gar, Cuomo als „Präsidentschaftskandidaten des Volkes“ ins Treffen zu führen – obwohl dieser nie Ambitionen in diese Richtung erkennen ließ.

Kampagne gegen Trump soll Bürgerwut vom Regime ablenken

Die Infektionskurve in den USA ist seit einigen Tagen im Abflachen begriffen. Die Zahl der Infizierten steigt allmählich weniger stark an als in den Wochen zuvor. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen bewegte sich zuletzt zwar noch zwischen 26.000 und 30.000, gegenüber der Zeit zwischen 4. und 10. April, als es bis zu 34.196 Neuinfizierte pro Tag gab, stellt das jedoch eine Entspannung dar. Gleichzeitig stieg die Zahl der Genesenen auf 48.710.

Tang Jingyuan, in den USA ansässige China-Expertin, sieht in einem Interview mit der internationalen Ausgabe der „Epoch Times“ die Kampagne des Regimes in einem Zusammenhang mit steigendem Unmut über das eigene schlechte Krisenmanagement in der chinesischen Bevölkerung: „Die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) hat einen Teil seiner Unterstützung im chinesischen Volk verloren, weil die Menschen wissen, dass die Vertuschung durch die Partei den Ausbruch erst begünstigt hat. Das Regime befürchtet auch soziale Unruhen, weil viele Menschen – als Folge der quarantänebedingt aufgehaltenen Wirtschaftsaktivitäten – ihre Jobs verloren haben.“

„Uneingeschränkte Kriegsführung“

Indem man eine Schmierenkampagne gegen die USA und Präsident Donald Trump fahre, könne man „die Wut der Chinesen auf das Regime ablenken“, was „die Absicht der KPCh“ sei.

In einem weiteren Interview warnte China-Experte Robert Spalding, Autor des Buches „Verdeckter Krieg: Wie China die Macht an sich riss, während Amerikas Elite schlief“, dass Peking die Pandemie nutzen wolle, um seinen globalen Einfluss auszuweiten – und von seiner eigenen Verantwortung für deren Ausbruch abzulenken.

Die KP betreibe eine „uneingeschränkte Kriegsführung“ auf mehreren Gebieten gegen die USA und den Westen insgesamt – wirtschaftlich, handelspolitisch, politisch und propagandistisch als Informationskrieg: „Es ist schwer für die Menschen, zu begreifen, wie machtvoll diese neue Form der Kriegsführung ist, weil wir so sehr an das traditionelle Bild der Kriegsführung gewöhnt sind, mit Flugzeugen, Schiffen, Bomben und Panzern.“

Schwerpunkt auf dem „Schaffen einer eigenen Wahrheit“

Der Informationskrieg habe im Zusammenhang mit Corona schon begonnen, als das Regime die Verschwörungstheorie in die Welt gesetzt hatte, dass das Virus aus den USA stamme – und von Peking kreierte Fake-Accounts Twitter geflutet hätten, die als „Cheerleader für das Regime“ aufgetreten seien.

„Sie verschleiern die eigentliche Wahrheit und parallel dazu schaffen sie eine eigene und stellen uns vor vollendete Tatsachen“, warnt Spalding. „Und weil sie alle Daten über das Coronavirus oder besser das KPCh-Virus kontrollieren, geschieht das alles im Einklang mit dem Narrativ, das sie selbst kontrollieren.“

Einige westliche Medien erwecken unterdessen den Eindruck, diesem Narrativ nicht wirklich kritisch gegenüberzustehen – weil es zu gut ins eigene Weltbild passt.

Quelle: https://www.epochtimes.de/china/china-politik/kp-regime-in-china-lanciert-kampagne-gegen-trump-aus-angst-vor-unmut-im-eigenen-volk-a3215501.html