„Die Opfer sind am Leben und atmen noch“ – Experte beschreibt Fakten zu Chinas Organraub

Epoch Times19. Juni 2019 Aktualisiert: 19. Juni 2019 19:41
Chinas Kommunistisches Regime sieht sich verstärkt internationaler Kritik ausgesetzt. Ihr Geschäft mit geraubten Organen ist nicht mehr zu verheimlichen.

„Die chinesische Regierung entnimmt Gefangenen Organe, obwohl sie noch am Leben sind. Damit versorgt sie ihre lukrative Organtransplantationsindustrie“. Mit diesem Satz beginnt ein Artikel auf „LifeSiteNews“. Der Bericht basiert auf einem Interview zwischen Chefredakteur John-Henry Westen und Steven Mosher, dem Gründer und Präsidenten des „Population Research Institute“.

Mosher ist Autor, Sozialwissenschaftler und China-Experte. Er fokussiert sich vor allem auf die Überwachungspraktiken des chinesischen Regimes. Mosher berichtete, dass die Kommunistische Partei Chinas vor Jahrzehnten Gefangene hätte niederknien lassen, um sie mit einem Schuss in den Hinterkopf zu töten und dann ihre Organe zu entnehmen. Nun wende sie „fortschrittlichere“ Techniken an:

Die Opfer werden vor der Organentnahme betäubt, doch sie sind immer noch am Leben und atmen,“ erklärte Mosher.

Chinas systematische Hinrichtung von Gefangenen für ihre Organe „begann bereits in den 90er Jahren, als hunderttausende Falun Dafa-Praktizierende verhaftet wurden. Wir erhielten erschreckende Zeugenaussagen aus erster Hand, wie Gefangene herausgegriffen und speziell für ihre Organe hingerichtet wurden“, so der Experte.

„Dabei geht es natürlich um eine enorme Menge Geld“, sagte er zu „LifeSiteNews“.

China macht mehr Organtransplantationen als der Rest der Welt zusammen.“

Warum gibt es so kurze Wartezeiten?

Mosher informierte „LifeSiteNews“ darüber, dass es in Chinas Organtransplantationsindustrie immer „etwas Eigenartiges“ gegeben habe.

In den am weitesten entwickelten Ländern der Welt muss ein Patient für ein Herz oder eine Niere zwischen sechs Monaten und Jahren auf ein Organ mit passendem Gewebetyp warten. In China dauert die Suche nach einem passenden Spenderorgan in der Regel nicht länger als eine Woche, manchmal gibt es schon innerhalb von 24 bis 48 Stunden ein Herz, eine Leber oder eine Niere.

Die einzige Möglichkeit dazu ist, bereits eine Million Menschen zu haben …, deren Gewebe schon typisiert wurde. Sie geben das Gewebe des potenziellen Käufers in den Computer ein und wenn eine Übereinstimmung auftritt, wird diese Person hingerichtet. Ihre Organe werden entnommen und sofort in den Käufer transplantiert,“ so Mosher.

Die Verleugnung durch das Regime

Der China-Kenner berichtete „LifeSiteNews“ auch, dass das chinesische Regime „große Anstrengungen unternimmt“, um zu vertuschen, dass diese Verbrechen stattfinden würden.

Das chinesische Regime habe 2010 ein Programm ins Leben gerufen, um der Welt zu zeigen, dass „freiwillige Organspenden drastisch zunehmen“ und dass diese Organe legal „von Menschen erworben werden, die nach einer Aufklärung ihre Zustimmung geben“.

Der Anstieg der freiwilligen Spenden sei vom chinesischen Regime propagiert worden, um die Welt davon zu überzeugen, dass Millionen von Chinesen nun beschlossen hätten, ihre Organe freiwillig zu spenden.

„Wenn Sie alles zusammensetzen – die Geschwindigkeit, mit der Sie ein Organ erhalten können, die gefälschten Daten, die Berichte über die Einwilligung, die von Einzelpersonen erpresst werden – ist das kein schönes Bild“, so Mosher zu „LifeSiteNews“.

In China herrschen immer noch massive Menschenrechtsverletzungen. Es geht darum, Menschen buchstäblich für ihre Organe zu töten, um aus ihnen Gewinn zu ziehen.“

Das sei ein großes Geschäft – ein Geschäft, von dem Beamte der Kommunistischen Partei Chinas profitierten. Und es sei ein Geschäft, das die Partei „wahrscheinlich nicht aufgeben will, wenn es keinen enormen internationalen Druck gibt,“ so Mosher. (Minghui/so)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion