NTD Exklusiv-Interview mit Ai Weiweis Mutter

Epoch Times6. Juli 2011 Aktualisiert: 6. Juli 2011 22:09

Ai Weiwei, chinesischer Künstler und Aktivist, wurde auf Kaution aus der Haft entlassen. Doch bis jetzt sprach der Künstler kaum zu den Medien über die 81 Tage in Polizeigewahrsam. Sein Schweigen ist eine der Bedingungen für die Freilassung. Ai war einst ein engagierter Twitterbenutzer. Nun wurde ihm das Twittern untersagt. Seit seiner Verhaftung gibt es keine neuen Beiträge von Ai im Blog.

NTD telefonierte mit Ais Mutter Gao Ying in China und sprach mit ihr über Ais geheime Haft.

[Gao Ying, Ai Weiweis Mutter]:
„So wie mein Sohn plötzlich entlassen wurde, ließ mich dies alles als Traum empfinden. Erst als ich ihn endlich sah, konnte ich es wirklich glauben. Ich bin sehr glücklich. Diese vergangenen 81 Tage haben mich wirklich gequält. Ich habe in meinem ganzen Leben nicht so viel geweint, ehrlich, es war sehr schmerzhaft, meine Gesundheit litt ebenfalls.”

Gao Ying bedankt sich bei den Medien, weiterhin über sie berichtet zu haben.

[Gao Ying, Ai Weiweis Mutter]:
„Zu der Zeit konnte ich mit der Regierung nicht in Kontakt treten und keiner sorgte sich um mich, doch ich hatte meinen Sohn verloren. Dann nahmen viele verschiedene Medienorganisationen sich dem Thema an und ich fühlte wirklich, dass ich nicht alleine war. Mit so vielen Medien, die die Stimme der Gerechtigkeit verbreiten, die gegen die Unterdrückung, die mein Sohn erlitt, protestierten. Ich bin sehr dankbar.”

Ai wird wegen Wirtschaftsverbrechen angeklagt, jedoch wurden keine offiziellen Anklagen gegen ihn eingereicht. Juristische Gruppen sagen, die Anschuldigungen seien fabriziert worden, um Ais Kritiken gegen das kommunistische Regime Chinas verstummen zu lassen.

[Gao Ying, Ai Weiweis Mutter]:
„Ai Weiwei schaute auf die Bürger und ihre Rechte, er kritisierte die Ungerechtigkeit in der Gesellschaft, das sollte kein Verbrechen sein.”

Obschon entlassen, befindet sich Ai, laut Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten des chinesischen Regimes, immer noch in einer Untersuchung und darf Peking nicht verlassen.

Foto: NTD
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