Paramilitärische Polizeibeamte marschieren am 4. Juni auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking.Foto: NICOLAS ASFOURI/AFP über Getty Images

Peking propagiert die Idee eines Krieges mit den USA – Plakate und Filme sorgen für düstere Stimmung

Epoch Times31. Juli 2020 Aktualisiert: 31. Juli 2020 14:53
Die Behörden in Peking plakatierten kürzlich sogenannte Luftangriffsposter auf den Straßen der Hauptstadt, während chinesische Staatsmedien das chinesische Regime dazu auffordern, mehr Atomraketen zu besorgen, um die USA ins Visier zu nehmen. Zudem befahl die chinesische Zentralregierung ihren Fernsehsendern, Filme und Fernsehprogramme mit Kriegsthemen abzuspielen, um beim chinesischen Volk antiamerikanische Gefühle zu schüren.

Die Spannung zwischen den Vereinigten Staaten und China steigt weiter an – der raue Ton schlägt in Aggression über. Die beiden Länder sind sich über viele Fragen uneinig. Dabei geht es unter anderem um die territorialen Streitigkeiten im Südchinesischen Meer, um die Proteste in Hongkong bis hin zur Vertuschung der Corona-Pandemie durch Peking. Das chinesische Regime wendet sich nun mit aggressiver Rhetorik an die Bürger und umgibt sie mit Kriegspropaganda gegen Amerika.

Plakate über Luftangriffe werden in Peking aufgehängt

Das letzte Mal, dass in China Luftangriffsplakate aufgehängt wurden liegt fast ein halbes Jahrhundert zurück. In den späten 1960er Jahren hat die Kommunistische Partei Chinas (KPC) die antiamerikanische Stimmung inmitten der politischen Propaganda der Kulturrevolution hochgekocht.

Nun wurden erneut solche Plakate in Peking gesichtet. Arbeiter wurden dabei beobachtet, wie sie die Plakate am 25. Juli in Haidian – einem Bezirk in der Hauptstadt Peking – anbrachten. Die chinesische Hauptstadt beheimatet etwa 21,54 Millionen Einwohner.

Die Plakate enthielten Informationen darüber, wie sich die Bewohner bei Luftangriffen schützen können – unter anderem eine Anleitung, wie sie einen Schutzbunker finden und betreten. „Die Regierung hat diese Informationen geliefert, und wir sind sehr nervös“, sagte der in Peking lebende Mr. Wu am 27. Juli gegenüber „Radio Free Asia“.

Am 10. Juli kündigte das chinesische Militär – die Volksbefreiungsarmee – auf ihrer Website an, dass ein zentrales Regierungsbüro Personal entsenden werde, um die Familien der Soldaten zu besuchen, die die Grenzregionen bewachen.

Die KP Chinas mischt sich normalerweise nicht in das Privatleben der Soldaten ein. Die ungewöhnliche Geste veranlasste daher einige China-Beobachter zu spekulieren, dass das Regime möglicherweise Pläne zur Mobilisierung von Soldaten für eine gefährliche Mission hat.

KP-Medien verlangen mehr Vorbereitung auf einen Krieg gegen die USA

Nach der Entscheidung der USA und daraufhin auch der Entscheidung Chinas, Konsulate in ihren jeweiligen Ländern zu schließen, schrieb Hu Xijin, Chefredakteur der staatlichen Boulevardzeitung „Global Times“ auf Weibo eine Botschaft, in der er für einen Krieg zwischen den beiden Ländern warb.

Hu schieb in dem Beitrag vom 26. Juli: Da sich die Beziehungen zwischen den USA und China verschlechtert hätten, solle Peking „sich beeilen, genug Atomraketen herzustellen. Genug, um die USA zu bedrohen. Wir sollten Tag und Nacht daran arbeiten“.

Du Wenlong, ein Militärkommentator für die weltweite Propagandakampagne des chinesischen Regimes, und Song Zhongping, Militärkommentator beim staatlichen Fernsehsender „CCTV“, äußerten sich kürzlich dahingehend, dass es „sehr gut möglich“ sei, dass die USA und China in einen bewaffneten Konflikt im Südchinesischen Meer geraten könnten.

Pekings Ansprüche im Südchinesischen Meer

Die USA lehnten am 13. Juli die Gebietsansprüche Pekings im Südchinesischen Meer formell ab – dort beansprucht das Regime beinahe die gesamte Wasserstraße.

Es gibt aber auch andere Länder – wie die Philippinen, Vietnam, Malaysia, das Sultanat Brunei und Taiwan – , die im Südchinesischen Meer für sich Ansprüche geltend machen. In den letzten Jahren hat Peking wiederholt versucht, seine Ansprüche auf der strategischen Wasserstraße durch den Bau militärischer Außenposten auf künstlichen Inseln und Riffen zu untermauern.

Die pekingfreundliche taiwanische Zeitung „Economic Daily“ berichtete am 23. Juli: Eine Denkfabrik der lokalen pekingfreundlichen Kuomintang-Partei habe analysiert, dass die Spannungen in der Meerenge von Taiwan den höchsten Stand seit 25 Jahren erreicht hätten. Die KPC habe dort, so der Bericht, die Vereinigten Staaten im Visier.

Das Regime in Peking beansprucht Taiwan als Teil ihres Territoriums, obwohl die selbstverwaltete Insel über ein eigenes politisches System, ein Militär und eine eigene Währung verfügt. US-Beamte haben bei mehreren Gelegenheiten die aggressive Rhetorik Pekings kritisiert. Zudem haben amerikanische Soldaten die Militärmanöver Chinas in der Nähe von Taiwan überwacht.

KPC befiehlt Fernsehprogramme mit Kriegsfilmen und keine unterhaltsamen Programme mehr

Am 17. Juli befahl die chinesische Zentralregierung ihren Fernsehsendern, Filme über den Koreakrieg, den zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg und andere Streifen und Fernsehprogramme mit Kriegsthemen abzuspielen, um beim chinesischen Volk antiamerikanische Gefühle zu schüren.

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Um eine bessere Wirkung zu erzielen, forderte die Chinesische Nationale Radio- und Fernsehverwaltung jeden Fernsehsender dazu auf, weitere kurze, nicht auf den Krieg ausgerichtete Programme auszustrahlen, um die Menschen dazu zu bewegen, einzuschalten.

Am 23. Juli erließ Peking ein weiteres Mandat, in dem sie den Fernsehstationen befahl, keine Programme auszustrahlen, die „gegen den gesunden Menschenverstand verstoßen, Geschichte willkürlich interpretieren, scherzen oder übermäßig unterhaltsam sind“.

Das chinesische Regime hat in den letzten Jahren viele Kriegsfilme und Fernsehprogramme produziert, oft mit gewalttätiger, übertriebener Theatralik. Zu den Szenen gehören beispielsweise ein gedämpftes Brötchen, das sich plötzlich in eine Bombe verwandelt, chinesische Soldaten, die mit bloßen Händen den Körper eines japanischen Soldaten zerfetzen, oder chinesische Soldaten, die mit Granaten Flugzeuge abschießen, die 762 Meter über ihnen fliegen, um nur einige zu nennen. (sza)

(Mit Material von Epoch Times USA)

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Viele bezeichnen ihr berufliches oder soziales Umfeld metaphorisch als „Schlachtfeld“ – doch für die KP China bedeutet es Krieg im wahrsten Sinne des Wortes. Diese Partei, die die Regierung Chinas stellt, vertritt den Grundgedanken der „uneingeschränkten Kriegsführung“: „Einfach ausgedrückt, Schwarzkopf [Oberbefehlshaber der multinationalen Streitkräfte des Golfkriegs] + Soros + Morris [Schöpfer des Morris-Wurm-Computervirus] + bin Laden? Das ist unsere wahre Karte, die wir ausspielen“, so zwei chinesische Oberste, die „Erfinder“ der „Uneingeschränkten Kriegsführung“.

Der Schlüsselpunkt dazu sind nicht unbedingt die unter Waffen stehenden Streitkräfte, sondern die „Generalisierung von Krieg“ für jeden chinesischen Landesbürger. „Uneingeschränkte Kriegsführung“ meint, dass „alle Waffen und Technologien nach Belieben eingesetzt werden können; was bedeutet, dass alle Grenzen zwischen Krieg und Frieden, zwischen militärischer Welt und ziviler Welt aufgebrochen werden.“

Es werden Methoden verwendet, die sich über Nationen hinweg erstrecken und verschiedene Bereiche benutzen. Finanzmärkte, der Handel, die Medien, internationales Recht, der Weltraum und viele mehr sind potenzielle Schlachtfelder. Zu den Mitteln des Kampfes gehören das Hacken von IT-Systemen, Terrorismus, biochemische Kriegsführung, ökologische Kriegsführung, atomare Kriegsführung, elektronische Kriegsführung, die Verbreitung von Drogen, Geheim- und Nachrichtendienste, Schmuggel, psychologische Kriegsführung, Ideologie, Sanktionen und so weiter. Darum geht es im 18. Kapitel dieses Buches.

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