Polnischer Silbermedaillengewinner solidarisch mit Tibetern

Epoch Times20. August 2008 Aktualisiert: 20. August 2008 12:15
„Wenn das chinesische Regime nicht nachgibt in seiner Tibet-Politik, werde ich mit einem Glatzkopf an dem Wettbewerb teilnehmen, um die tibetischen Mönche zu unterstützen.“

Der 17. August hat sich für den Polen Szymon Kołecki als glückliches Datum erwiesen. Der Europameister setzte sich beim Gewichtheben durch und gewann olympisches Silber. In der Klasse bis 94 kg musste er sich nur dem Kasachen Ilja Ilin geschlagen geben.

Kolecki nutzte gleichzeitig die Chance, sich mit einem Symbol für die unterdrückten Tibeter einzusetzen. Der sympathische Gewichtheber verblüffte durch sein Aussehen. Trat er zur Europameisterschaft noch mit einem gepflegten Kurzhaarschnitt an, so erschien er nun glatzköpfig kurz geschoren.

Im März, eine Woche nach der Niederschlagung des friedlichen Aufstands in Tibet, hatte Kolecki schon angekündigt: „Wenn das chinesische Regime nicht nachgibt in seiner Tibet-Politik, werde ich mit einem Glatzkopf an dem Wettbewerb teilnehmen, um die tibetischen Mönche zu unterstützen.“

„Ich bin empört über das, was in Tibet passiert ist. Jedes Mal wenn ich die Berichte lese, kann ich mir schwer vorstellen, dass ich in einem Staat, wo die Proteste der Bevölkerung brutal niedergeschlagen werden und die Menschen, die mit der Partei nicht zufrieden sind, verfolgt werden, an dem Wettbewerb teilnehmen werde.“

Vor seiner Reise nach Peking sagte Kolecki: „Dass ich in Peking sein werde, ist eine Chance. Wenn die Zuschauer aus aller Welt sich auf Peking konzentrieren, werde ich alle Menschen sehen lassen, wie Chinas Regime das tibetische Volk unterdrückt. Vor dem 17. August werde ich mich auf den Wettbewerb konzentrieren, danach werde ich meine Augen groß aufmachen. Wenn ich irgendetwas Unrechtes sehe, werde ich auf keinen Fall wegschauen.“

Einem Bericht von „Free Tibet“ zufolge sagte Szymon Kolecki nach dem Finale beim Interview mit einem polnischen Medium: „Ich habe mich heute früh glatzköpfig gemacht. Wegen der Olympischen Charta kann ich nicht sagen, warum ich das mache, aber ich sage, das ist ein Symbol.“ (rls)

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