Der ehemalige US-Außenminister Mike Pompeo (l.) und Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen während eines Treffens im Präsidialamt in Taipeh.
Der ehemalige US-Außenminister Mike Pompeo (l.) und Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen während eines Treffens im Präsidialamt in Taipeh.Foto: Uncredited/Taiwan Presidential Office/AP/dpa

Pompeo fordert Anerkennung Taiwans durch USA

Epoch Times4. März 2022 Aktualisiert: 4. März 2022 8:15
Eine Reihe von früheren Außen- und Sicherheitspolitikern der USA hat in dieser Woche Taiwan besucht - doch niemand ging bisher in seinen Forderungen so weit wie der frühere US-Außenminister Mike Pompeo.


Bei einem Besuch in Taiwan hat sich der frühere US-Außenminister Mike Pompeo für eine Aufnahme diplomatischer Beziehungen der USA mit der demokratischen Inselrepublik eingesetzt.

In einer Rede am Freitag in Taipeh sagte Pompeo, die US-Regierung solle den „notwendigen und längst überfälligen“ Schritt tun und Taiwan die Anerkennung als „freies und souveränes Land“ anbieten.

„Es geht um die Anerkennung der unverkennbar bereits existierenden Realität“, sagte Pompeo, der am Vortag mit Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen zusammengetroffen war. „Es besteht keine Notwendigkeit für Taiwan, die Unabhängigkeit zu erklären, weil es bereits ein unabhängiges Land ist.“

Vor dem Hintergrund der russischen Invasion in die Ukraine gehört Pompeo zu einer Reihe von früheren Außen- und Sicherheitspolitikern der USA, die Taiwan diese Woche besuchen. Allerdings war keiner bisher soweit gegangen und hatte eine diplomatische Anerkennung Taiwans durch die USA gefordert. Vielmehr hatten sie sich gegen eine einseitige Veränderung des Status quo gewandt.

Die kommunistische Führung in Peking betrachtet die freiheitliche Insel nur als Teil der Volksrepublik und droht mit einer Eroberung. Zuvor hatte bereits der frühere US-Generalstabschef Mike Mullen an der Spitze einer Delegation die Verpflichtungen der USA gegenüber Taiwan bekräftigt. Frieden und Sicherheit in der Taiwanstraße zu sichern, sei nicht nur im Interesse der USA, sondern auch der Welt.

Die USA haben sich der Verteidigungsfähigkeit Taiwans verpflichtet und liefern Waffen. Frühere US-Regierungen haben offengelassen, ob sie der Insel im Falle eines Angriffs auch militärisch zu Hilfe kommen würden, um Peking abzuschrecken. Doch sagte US-Präsident Biden im Oktober, die USA hätten die „Verpflichtung“, dies zu tun. (dpa/red)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion