Deng ist in einer psychiatrischen Klinik ans Bett gefesselt (The Epoch Times)

Rechtsanwälte suchen in Vergewaltigungsfall einer Kellnerin öffentliche Hilfe

Von 23. Mai 2009 Aktualisiert: 23. Mai 2009 10:03

Die Rechtsanwälte einer Kellnerin, die einen chinesischen örtlichen Beamten erstochen hat, nachdem er sich gegen ihren Willen sexuell genähert hatte, bitten die Öffentlichkeit um Hilfe. Die zwei Rechtsanwälte hoffen, dass sie schnell forensische Experten finden, die helfen, Fingerabdrücke oder andere forensische Beweisstücke zu finden. Das geht aus einer Aufzeichnung hervor, die einer von ihnen auf einer Webseite bekannt machte.

Die Kellnerin Deng Yujia, hat angeblich einen Beamten erstochen und einen anderen verletzt, nachdem sie sich geweigert hatte, am 10. Mai in einem Hotel in der Provinz Hubei besondere sexuelle Dienste anzubieten. Sie wurde am 18. Mai wegen Mordes von der örtlichen Polizei verhaftet.

Nach einem Bericht des Enshi City Television in der Provinz Hubei, der augenscheinlich durch die Zensur geschlüpft ist, wird Deng in einer psychiatrischen Klinik festgehalten. Laut Bericht war Deng an das Bett gefesselt, Arme und Beine waren festgebunden und sie zeigte keinerlei Gefühlsregung.

Deng gab an, dass das Regime sie im Austausch gegen ihr Leben gezwungen habe, zuzugeben, dass sie unter Depressionen leide.

Ihr Großvater, ein pensionierter Richter, teilte dem Pekinger Rechtsanwalt Xu Zhiyong mit, dass Deng tatsächlich vergewaltigt worden sei und in Notwehr gehandelt habe.

Nachdem Dengs Rechtsanwälte Xia Lin und Xia Nan sie am 21. Mai zum zweiten Mal in der Haftanstalt Badong besucht hatten, brachen sie in Tränen aus und sagten, dass das chinesische Regime „absolut gewissenlos und unmenschlich“ sei.

Die beiden Rechtsanwälte wandten sich dann an den Parteisekretär des Bezirks und an die Staatsanwaltschaft, um über das gesetzwidrige Verhalten der örtlichen Polizei zu berichten. Sie machten auch eine dringende Eingabe bei der Polizeidienststelle des Bezirks in Badong, um forensische Beweismittel des Falles zu sichern. Dazu gehörten der Büstenhalter und die Unterhose, die Deng am 10. Mai getragen hatte.

Einer der beiden Rechtsanwälte, Xia Lin, zeichnete eine Erklärung auf, die ins Internet gesetzt worden war und in der sie um Hilfe gebeten hatten, indem sie eine forensische Expertise suchten.
„Können Fingerabdrücke und andere forensische Beweismittel, die auf einem Büstenhalter oder einer Unterhose zurückgelassen wurden, noch nach 11 oder 12 Tagen sichergestellt werden?“ hieß es in der Erklärung.

„Der Ort des Verbrechens war in einer gebirgigen Gegen in Südchina in der Nähe des Flusses Jangtse, wo es etwas feucht war und das Material der Unterhose und des Büstenhalters waren ziemlich glatt. Bitte, schicken Sie uns so schnell wie möglich eine Nachricht. Bitte an alle.“

Dengs Geschichte hat zu weiteren Kommentaren im Internet geführt. Ein chinesischer Blogger veröffentlichte seine eigene Analyse des Vorfalls. „In erster Linie hat die Polizei völlig unverantwortlich gehandelt, was das Zusammentragen forensischer Beweisstücke angeht. Sie unterließen es, Beweisstücke zu sammeln und sicher zu stellen. Zehn Tage später jedoch verlangten sie von dem Opfer, eigene Beweise vorzulegen.“

„Zweitens hat die örtliche Polizei innerhalb von zehn Tagen dreimal ihre Aussage geändert und ihre Aussagen waren widersprüchlich. Offensichtlich haben sie zum Vorteil der Beamten ihre Aussagen geändert. Vielleicht haben sie wenig Geschick bei Untersuchungen, vielleicht haben sie den Fall nachlässig behandelt oder sie handelten zugunsten der Beamten.“

Originalartikel (englisch): http://www.theepochtimes.com/n2/content/view/17152/

 

 



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