US-Filmregisseur Steven Spielberg wird eventuell wegen Pekings ständiger Finanzierung des Völkermords in Darfur von seiner Position als künstlerischer Berater bei den Olympischen Spielen 2008 zurücktreten.(Foto: Vince Bucci/Getty Images)

Spielberg erwägt Rückzug von Olympiaberatung

Von 30. Juli 2007 Aktualisiert: 30. Juli 2007 10:24
Hollywood-Regisseur Spielberg, überlegt seine Beratertätigkeit bei den Olympischen Spielen wegen des Völkermords in Darfur aufzugeben.

Der Superstar unter Hollywoods Regisseuren, Steven Spielberg, wird sich wegen Pekings weiterer Finanzierung des Völkermords in Darfur möglicherweise als künstlerischer Berater bei den Olympischen Spielen 2008 zurückziehen.

Ein Sprecher von Spielberg sagte, der Regisseur habe vorgehabt, weiteren Druck auf das chinesische Regime anzuwenden, damit China seine Grundsätze ändert. Spielberg schließt nichts aus, auch einen Rückzug aus der unbezahlten Position als künstlerischer Berater.

„Steven wird eine Entscheidung in den nächsten Wochen betreffend seiner Arbeit mit den Chinesen treffen. Unser Hauptanliegen ist die Beendigung des Völkermords. Niemand ist sich klar darüber, was der beste Weg ist, um dieses Problem zu lösen, “ erklärte Spielbergs Sprecher Andy Spahn in einem Artikel auf der Website von abcnews.com.

Die Hollywood-Ikone steht unter internationaler Kritik, Peking nicht genug unter Druck gesetzt zu haben. Peking wird beschuldigt, Waffenverkäufe an die sudanesische Regierung getätigt zu haben.

Man vermutet, daß viele von den Waffen in die Hände der arabischen Miliz gelangten, die mindestens 200.000 Männer, Frauen und Kinder niedergemetzelt hat. Etwa 2,5 Millionen Menschen wurden infolge der Gräueltaten im nordafrikanischen Land zwangsvertrieben.

In einem Leitartikel des Wall Street Journal im März mit dem Titel „Genocide Olympics“ wurde Spielberg von Hollywood-Star und Menschenrechts-Aktivistin Mia Farrow attackiert. Sie verglich Spielberg mit der Nazi-Deutschland-Filmregisseurin Leni Riefenstahl, die die Olympischen Spiele in Berlin von 1936 im Film „Olympia“ verherrlichte.

„Daß viele Internationale Sponsoren wollen, daß die Welt über diese Grausamkeit während der Spiele hinwegschaut, ist schlimm genug“, schrieb Farrow.

„Aber gleichermaßen enttäuschend ist die Entscheidung von Künstlern, wie diejenige von Regisseur Steven Spielberg, der China diesen Monat heimlich besuchte, um bei den Zeremonievorbereitungen der Olympischen Spiele das Bild von Peking zu verschönern“.

Vier Tage nach der Veröffentlichung des Artikels von Mia Farrow wurde ein Brief von Spielberg aufgesetzt, der das Töten in Darfur verurteilt und den chinesischen Präsidenten Hu Jintao drängt, seinen Einfluß in diesem Gebiet wahrzunehmen um das menschliche Leid zu beenden.

„Ich glaube, daß es kein größeres Verbrechen gegen die Menschheit gibt als den Völkermord. Ich füge meine Stimme zu denjenigen hinzu, die verlangen, daß China seine Grundsatz-Haltung gegenüber dem Sudan ändert und die sudanesische Regierung veranlasst, den Einsatz von Friedenstruppen der Vereinten Nationen zu akzeptieren, um die Leidtragenden des Völkermords in Darfur zu schützen,“ schrieb er in einem Brief, der von National Public Radio veröffentlicht wurde.

Spielberg erlangte Ansehen als einer der sozial bewussteren Hollywood Berühmtheit, nachdem er seinen Oscar-gekrönten Holocaustfilm „Schindlers Liste“ gedreht hatte.

Nach dem Erfolg des Dramas von 1994 gründete er die Stiftung „The Survivors of the Shoah History“, die über 50.000 Videoaufnahmen mit Zeugenaussagen von Holocaust-Überlebenden produzierte.

In diesem Jahr hat seine Stiftung angekündigt, daß sie ihre Aufklärungsmission ausweitet. Ihre Aufmerksamkeit werde sie auf Augenzeugenberichte von Völkermorden in Ruanda, Darfur und Kambodscha ausdehnen, sowie auf Lebensgeschichten während der Apartheid in Südafrika.

Mittlerweile forderte das Menschenrechtskomitee der Vereinten Nationen am 17. Juli 2007 den Sudan auf, die Kriegverbrecher in Darfur festzunehmen und strafrechtlich zu verfolgen. Der Sudan soll sicherstellen, dass Milizen, die ethnische Säuberungen durchführen, keine Unterstützung erhalten.



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