Transplantationskongress in Philadelphia, USA: Mediziner verurteilen Organraub in China

Epoch Times12. Mai 2011 Aktualisiert: 12. Mai 2011 13:31

Transplantationsexperten brachten am 1. Mai auf einem Transplantationskongress in Philadelphia ihre Besorgnis über Organraub in China zum Ausdruck. Seit 2006 werden Anschuldigungen gegen das chinesische Regime untersucht, politische Häftlinge wegen ihrer Organe zu töten.

Veranstalter der Podiumsdiskussion war die Organisation Doctors Against Forced Organ Harvesting. Der kanadische Menschenrechtsanwalt David Matas stellte eine Untersuchung über Organraub an politischen Häftlingen in China vor. Laut Angaben von Matas sind viele der Opfer Praktizierende der verfolgten spirituellen Praxis Falun Gong.

Matas präsentierte Beweise der Untersuchung. Darunter mitgeschnittene Telefonate, die sein Team mit Ärzten in China geführt hat.

[David Matas, Co-Autor des Buches „Blutige Ernte“]:
„Anrufer: Wie viele Transplantationen haben Sie durchgeführt? Dr. Dai: Etwa 400 bis 500 Fälle. Ihre Hauptaufgabe ist es, das Geld bereitzustellen, genug Geld, und hierher zu kommen. Anrufer: Wie viel kostet es? Dr. Dai: Wenn alles gut geht, etwa 16.000 – 20.000 Euro. Anrufer: Wie lange muss ich darauf warten? Dr. Dai: Ich muss Ihren Bluttyp untersuchen. Wenn Sie kommen, kann ich das innerhalb einer Woche für Sie tun. Anrufer: Ich habe gehört, einige [Organe] kommen von Falun Gong Praktizierenden, die sehr gesund sind. Dr. Dai: Ja, wir machen das, ich kann das nicht am Telefon mit Ihnen besprechen.“

Der medizinische Direktor des Nierentransplantationsprogramms an der University of California, Dr. Gabriel Danovitch denkt, die internationale Transplantationsgemeinschaft müsse mehr tun, um den Organraub an exekutierten Gefangen zu stoppen.

[Dr. Gabriel Danovitch, University of California]:
„Ich sage nur eins: Wenn wir nichts tun, wenn wir nichts tun, machen wir uns mitschuldig.“

Viele der Experten, die an der Podiumsdiskussion teilnahmen, verurteilten das chinesische Regime.

[Kate Tranotti, Medizinische Forscherin, Institut ICON]:
„Es ist sehr ähnlich zum Nazi-Deutschland während des 2. Weltkriegs. Ich halte das für grauenhaft. Ich denke, die Welt muss aufwachen.“

[Yang Jinrui, Physiater]:
„Jeder hat etwas Wichtiges verstanden: Wenn die Nutzung von Organen von exekutierten Gefangenen gegen die medizinische Ethik ist, dann ist die Organentnahme an lebenden Falun Gong Praktizierenden Mord, und ein Verbrechen. Ich denke, anders kann man es nicht sehen.“

Während der Diskussionen wurden die internationalen Pharmakonzerne dazu ermutigt, Arzneimitteltests an Patienten stoppen, die Organe von unbekannten Quellen aus China erhalten haben.

Foto: NTD
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