Wie Chinas Regime die Kolonialisierung von Hongkong verschleiert

Von 6. November 2013 Aktualisiert: 6. November 2013 11:00

Wenn die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) die Kontrolle über ein bestimmtes Gebiet in China verstärken will, fordert sie eine große Zahl von ihr loyal gesinnten Menschen auf, in dieses Gebiet zu ziehen. Dies ist bei Chinesen als „Kolonialisierung“ bekannt – und es scheint, dass dies gerade in Hongkong geschieht.

Einwanderung und Kolonialisierung – es lebe der (nicht gerade kleine) Unterschied…

Was ist der Unterschied zwischen Einwanderung und Kolonialisierung? Einwanderung bedeutet, dass das fragliche Gebiet ein Recht auf Zustimmung oder Ablehnung der betreffenden Person hat. Im Fall von Kolonialsierung hat es dieses Recht nicht. Immigration kann weltweit beantragt werden, während für die Kolonialisierung nur ein souveräner Staat verantwortlich ist.

Die Regierung der Sonderverwaltungszone (SAR) Hongkong hat dieses Recht nicht und kann auch die Einwanderungsquote nicht regeln. Das bedeutet, Hongkong kann Straftätern wie Shi Jun-Long, der Totschlag und Brandstiftung im Einwanderungsbereich begangen hat, die Einwanderung nicht verweigern.

Bürgen für Familienzusammenführungen von nicht-chinesischen Einwanderern müssen das Einkommen der Eingeladenen dokumentieren, sie unterliegen auch Altersbeschränkungen. Die Bürgen müssen auch nachweisen, dass sie eine angemessene Unterkunft für die Familienzusammenführung stellen. Einwanderer aus China jedoch sind von diesen Bedingungen ausgenommen.

Dies zeigt, dass diejenigen, die aus China nach Hongkong kommen, Teil der Kolonialisierung durch die KPCh sind, und Hongkong hat keine andere Wahl, als sie zu akzeptieren.

Im Falle der Yuanhua-Gruppe im Jahr 2006 wurde bekannt, dass die Familie des Schmugglers Lai Changxing durch die Erfindung eines gefälschten Familientreffens, durch Urkundenfälschung und Aussagen, sie seien Familienmitglieder und Freunde, achtundfünfzig Menschen nach Hongkong eingeschleust hat.

China enthüllte diesen Betrug, um die Rückführung von Lai Changxing nach Festland-China durchzusetzen. Ansonsten hätte Hongkong niemals die Fälschung von diesen achtundfünfzig Einwanderungen mitgeteilt oder es als illegale Einwanderung bezeichnet.

Negativ-Beispiel Tibet

In Tibet setzte das chinesische Regime bewusst das Mittel der „Kolonialisierung“ ein, um Tibet zu kontrollieren. Dabei missachtete es den Willen der Tibeter und ermutigte viele Han-Chinesen, die in China die ethnische Mehrheit bilden, nach Tibet einzuwandern.

Die auch im Westen bekannte tibetische Schriftstellerin Tsering Woeser beschreibt in ihrem Blog, wie das kommunistische Regime Han-Chinesen einlädt, ihre ethnische Herkunft zur tibetischen zu ändern und ihnen privilegierte Doppel-Wohnsitze anbietet. Als der Dalai Lama darum bat, Tibet und China nach dem Prinzip von „ein Land zwei Systeme“ zu trennen, wurde diese Anfrage mit dem Label „Tibetischer Separatismus“ versehen. 

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