Wie die staatlichen Medien in China berichten, gibt es ca. 5.000 Scheidungen pro Tag durchschnittlich. Eine Schule, die viel Geld kostet kann die Ehe retten?!Foto: Peter Parks/AFP

Wie man in China Ehen retten kann

Von 5. Januar 2012 Aktualisiert: 5. Januar 2012 0:20

Reiche Frauen in Peking können eheliches Leid durch den Besuch von Schulen wie das neu gegründete „Good Wife Happy College“ lindern. Aufnahmegebühr beträgt 100.000 Yuan (12.000 €).

Das Institut verspricht, die Frauen darin auszubilden, wie man eine Ehe rettet, und auch darin, wie sie verhindern können, dass der Mann fremd geht. Das Institut richtet sich an die oberen Gesellschaftsschichten. Bewerberinnen müssen notariell beglaubigte Dokumente vorweisen, aus denen hervor geht, dass sie über ein Vermögen verfügen und ihr Einkommen mehr als zehn Millionen Yuan (1,2  Millionen €) beträgt.

„Ich sage Ihnen, wenn man einmal mein Institut absolviert hat, sind Sie gut gerüstet, und Ihr Mann wird nicht mehr fremd gehen.“, so Fei Yang, der Leiter des College, wie das staatlich kontrollierte Portal „China News“ im November berichtete.

Fei Yang sagte: „Im Vergleich zu ähnlichen Schulen in anderen Ländern, wo nur Fertigkeiten für den Haushalt wie Kochen und Blumenarrangements gelehrt werden, engagiert mein Institut meistens Psychologen zur Ausbildung. Wir sind spezialisiert auf die Lösung  familiärer Probleme.“

Kurse beginnen, so Fei Yang, mit einem vierzehntägigen Aufenthalt in einer Villa, wo in kleinen Gruppen „emotionale Muster“ studiert werden.

Die Nachfrage nach solchen Instituten ist in den letzten Jahren in den großen Städten Chinas gestiegen, wie sich auch die Scheidungsraten auf Augenhöhe mit dem schnellen und schwierigen Wachstum der Wirtschaft des Landes erhöht haben.

Für einen erfolgreichen Mann in der chinesischen Gesellschaft gilt eine Geliebte als Statussymbol, aber es kann auch Ehen ruinieren.

Laut einem Artikel in der Hongkong Eastern Daily  müssen sich viele Frauen der oberen Schichten mit dem Problem herumschlagen, dass ihre Ehemänner Mätressen haben.

Fei Yang sagte dem Eastern Daily Reporter: „Wenn Frauen mit einer Geliebten konfrontiert sind, gehen viele ins Extrem, und oft ist dann das Resultat die Scheidung. Um einer Ehe Bestand zu geben, ist Vernunft und Weisheit vonnöten.“

Wang Qighua, der Leiter eines Eheberatungsunternehmens in Qingdao City in der Provinz Shandong im Osten Chinas sagte in einem Interview mit der City Post, dass er skeptisch sei, ob eheliche Probleme sich einfach durch die Teilnahme an Lehranstalten lösen lassen.

„Diese Schulen wollen nur Profit machen“, so Zhou Yan, ein Englischlehrer an der New Oriental School in Nanjing, „ Das ist eine totale Abzocke.“

Die Scheidungsrate in China ist in den vergangenen sieben Jahren gestiegen, und die Statistiken zeigen, dass 80 Prozent der Scheidungen durch außereheliche Affären verursacht wurden.

Die chinesischen staatlichen Medien berichteten am 17. Juni 2011, dass im ersten Quartal des Jahres 465.000 Scheidungen vollzogen wurden. Das sind durchschnittlich 5.000 pro Tag und bedeutete eine Steigerung um 17,1 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres.

 

 



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