Xi macht Tianjin zur Chefsache: 10 Manager von Ruhai Logistics verhaftet!

Von und 18. August 2015 Aktualisiert: 18. August 2015 11:22

Chinas Staatschef macht Ernst: Die Explosion von Tianjing ist Chefsache. Zehn Manager der Firma Ruhai Logistics wurden bereits verhaftet. Dies berichteten heute die Tianjinger Tageszeitung und Caijin.net.

Bei der Aufklärung des Chemie-Infernos, das eigentlich ein Terrorakt war, wird ausgesprochen unbürokratisch vorgegangen. „Der oberste Führer schenkt der Sache seine Aufmerksamkeit“, sagte dazu ein Mitarbeiter des Tianjinger Untersuchungsgefängnisses. Und das war alles, was die Presse ihm und anderen entlocken konnte.

Auf dem Gelände von Ruhai Logistics war es am 12. August zu einer Explosion gekommen, die laut inoffiziellen Angaben tausende Menschen tötete und Chinas Zukunftsstandort Nr. 1 in eine chemisch-verseuchte Wüste verwandelte. 700 Tonnen hochgiftiges Cyanid und andere Gefahrenstoffe verpufften als riesiger Feuerball. Der Distrikt, wo Asiens künftige Wallstreet entstehen sollte, wird für Jahrzehnte Todeszone sein. Milliardenschwere Infrastrukturen und im Bau befindliche Wolkenkratzer wurden auf einen Schlag zerstört. (Mehr dazu HIER)

Diese Manager wurden verhaftet:

Der Boss und Besitzer von Ruhai Logistics, Yu Xuewei,

der Vorstandvorsitzende Li Liang,

sein Stellvertreter Cao Haijun,

Finanzchef Song Qi,

Geschäftsführer Zhi Feng,

der für die Sicherheit zuständige Vize-Geschäftsführer Shang Qingsen

und weitere.

Sechs von ihnen befinden sich seit 13. August in Untersuchungshaft. Vier sind noch im Krankenhaus, weil sie selbst bei dem Inferno verletzt wurden.

Keine Chance für Vertuschung

Schon am 16. August war Chinas Oberste Staatsanwaltschaft für Ermittlungen vor Ort. Auf diese Weise wurden alle darunter liegenden Zuständigkeitsebenen umgangen. Dies geschehe, weil immer eine Vertuschungs- und „Korruptionsgefahr“ bestehe, wenn örtliche Behörden eingeschaltet würden, erklärte die Pekinger Tageszeitung dazu.

Auch Chinas Premier Li Keqiang, der den Unglücksorts am 16. August besuchte, deutete an, dass die Aufklärung Chefsache ist. Zu Hongkonger Journalisten sagte er: „Das Zentralkomitee wird die Ermittlung der Explosion bis zum Ende durchführen und alle verantwortlichen Personen zur Rechenschaft ziehen.“

Damit meint er: Auch die Hintermänner kommen dran. Dass es sich dabei um Chinas Ex-Staatschef Jiang Zemin und sein Netzwerk handelt, berichteten wir bereits. Auch Jiang wurde vor wenigen Tagen „festgesetzt“ – dies erfuhr EPOCH TIMES exklusiv durch einen Pekinger Regierungsinsider.

Alle Hintergründe und die vollständige Aussage des Whistleblowers HIER!

Das Sprachrohr Peoples Daily äußerte sich über die Drahtzieher von Tianjin in einer Weise, die klarmacht, dass eine Verurteilung des Ex-Staatschefs geplant ist: Der Fall des einst allmächtigen Stasi-Chefs Zhou Yongkang habe gezeigt, dass man alles „bis zum Ende ermitteln“ könne. (Zhou wurde zu lebenslänglicher Haft verurteilt.) Also werde man „auch diese Sache bis zum Ende durchziehen“.

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