China startet Propaganda-Kampagne: „US-Armee hat Coronavirus nach Wuhan gebracht“

Von 13. März 2020 Aktualisiert: 18. März 2020 15:59
Mit einer gezielten Fake-News-Kampagne versucht das Regime in Peking, den Ursprung des Coronavirus in Wuhan in Abrede zu stellen. Sogar ein Berater des Außenministeriums behauptete, es hätte COVID-19 bereits in den USA gegeben, bevor es China erreicht habe.

Zumindest den offiziellen Zahlen zufolge hat die Corona-Pandemie in Festlandchina ihren Zenit überschritten. Demnach übersteigt die Zahl der geheilten Personen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, mittlerweile deutlich die der aktiven Fälle. Wie gesagt – sofern man den offiziellen Zahlen Glauben schenkt. Die Folgen für die Wirtschaft in China sind jedoch noch lange nicht ausgestanden. Um dem Unmut in der Bevölkerung über das Krisenmanagement des Regimes in Peking gegenzusteuern, hat dieses nun eine groß angelegte Propaganda-Kampagne gegen die USA vom Zaun gebrochen.

Wie unter anderem „Fox News“ berichtet, hat der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, auf Twitter erklärt, es könnte die US-Armee gewesen sein, die das Coronavirus erst nach Wuhan gebracht habe.

Staatsmedien in Russland und Funktionäre des iranischen Regimes hatten bereits zuvor Verschwörungstheorien über das SARS-CoV-2, so der offizielle Name des Erregers, als vermeintlich amerikanisches Komplott verbreitet. Ein baden-württembergischer Landtagsabgeordneter hat diese sogar im Landtag artikuliert. Sie alle blieben jedoch im Bereich vager Spekulationen.

Informationspolitik wie in den Tagen nach Tschernobyl

Das Regime in Peking hingegen hat eine komplexere Strategie entwickelt, um einen Gegennarrativ zu Vorwürfen zu entwickeln, man habe im Umgang mit dem Virus in ähnlicher Weise versagt wie einst die Sowjetunion bei der Tschernobyl-Katastrophe. Von betroffenen Bürgern in Provinzen wie Hubei, wo auch die Stadt Wuhan liegt, waren – bis Zensoren sie entdeckten – mehrfach kritische Einträge in chinesischen sozialen Medien zu bemerken. Sie warfen dem Regime vor, durch schlechtes Krisenmanagement und eine katastrophale Informationspolitik eine pandemische Ausbreitung des Virus erst ermöglicht zu haben.

Bis heute sind chinesische Regime-Medien nicht bereit, auch nur einzuräumen, dass China der Ursprungsort des Coronavirus war. Stattdessen wird US-Nachrichtensendern, die Begriffe wie „Wuhan-Virus“ oder „chinesisches Coronavirus“ verwendeten, „Rassismus“ vorgeworfen.

Erstmals hatten die Sprachrohre des Regimes die These, das Coronavirus käme gar nicht aus China, im Februar verbreitet, nachdem der bekannte Epidemiologe Zhong Nanshan in einer Pressekonferenz erklärt hatte, es gäbe eine diesbezügliche „Möglichkeit“.

Falsche Übersetzung als Grundlage

Nun haben die Regime-Medien fehlerhafte Übersetzungen eines Dialogs zwischen der US-Kongressabgeordneten Harley Rouda und dem Direktor des US-Seuchenschutzzentrums CDC, Dr. Robert Redfield, während eines Hearings verbreitet. Dieses hatte am Mittwoch (11.3.) im Repräsentantenhaus stattgefunden.

Rouda hatte Redfield gefragt, ob es denkbar sei, dass einige Personen in den USA an COVID-19 gestorben wären, bevor sie ordnungsgemäß auf das Virus getestet oder diagnostiziert werden konnten. Immerhin seien die Symptome ja jenen einer herkömmlichen Grippesaison ähnlich. Redfield antwortete, man habe auch bereits Verstorbene, die zuvor an Grippesymptomen gelitten hatten, auf COVID-19 getestet: „Einige Fälle wurden heute in den USA tatsächlich auf diese Weise diagnostiziert.“

Medien wie „Global Times“ oder „Beijing News“ machten daraus eine Story, wonach bereits früher in der jüngsten Grippesaison Menschen in den USA an COVID-19 gestorben wären und dies beweise, dass es das Virus in den USA früher gegeben habe als in China. In den USA hätten sich zuletzt mindestens 34 Millionen Menschen mit der Grippe infiziert, 20.000 davon seien verstorben.

Botschafter: Coronavirus „nicht in China entstanden“

Zhao Lijian, der Außenamts-Sprecher, verwendete die mit der falschen Übersetzung untertitelte Sequenz auf Twitter und schrieb dazu: „Einige Influenza-Tote waren tatsächlich mit COVID-19 infiziert, wie Robert Redfield vom US-CDC im Repräsentantenhaus zugab.“

In einem zweiten Tweet fügte er hinzu, das CDC habe die tatsächliche Anzahl der Corona-Infektionen vertuscht: „Das CDC wurde auf frischer Tat ertappt. Wann fing es mit dem Patient Null in den USA an? Wie viele Menschen sind infiziert? … Es könnte die US-Armee gewesen sein, die die Epidemie nach Wuhan gebracht hat.“

Auch der chinesische Botschafter in Südafrika, Lin Songtian, hatte vor ein paar Tagen erklärt: „Obwohl die Epidemie zuerst in China ausbrach, bedeutet dies nicht, dass das Virus seinen Ursprung in China hat, schon gar nicht ‚Made in China‘ ist.“

„Gewissenlosigkeit eines Regimes, das proaktiv die Welt in die Irre geführt hat“

Der Fox-News-Asienexperte Gordon G. Chang sprach im Zusammenhang mit der aggressiven neuen Propagandakampagne des Regimes von einem „Angriff aus allen Rohren auf die Vereinigten Staaten“.

Im besten Fall sei Übereifer von Propagandisten die Erklärung für die Offensive. Im schlimmsten Fall hingegen sei es eine Demonstration der Gewissenlosigkeit eines Regimes, das proaktiv die Welt in die Irre geführt habe und nun versuche, seine Haut zu retten. Chang geht davon aus, dass das Regime die nunmehrige Propagandaoffensive seit mehr als einem Monat vorbereitet hat. Zum einen habe man versucht, Zweifel daran zu säen, dass das Virus seinen Ursprung in China habe, zum anderen wäre erstaunlich häufig die Art und Weise das Thema in Nachrichtensendungen gewesen, wie die USA vorhergehende Seuchen wie die Schweinegrippe bekämpft hätten. Damals hatte die chinesische Schweinefleischindustrie erhebliche Einbußen erlitten.

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Unterdessen erklärte sich auf „Fox News“ der CEO von Foxhall Cardiology, Dr. Ramin Oskoui, solidarisch mit US-Außenminister Mike Pompeo, der jüngst erklärte, es sei „unglaublich frustrierend“, Informationen bezüglich des Coronavirus vonseiten des Regimes in Peking zu erhalten.

Muster der Informationspolitik totalitärer Regime

Das Muster der Informationspolitik folge jenem, das man auch von anderen totalitären Regimen kenne, sagte Oskoui. Es sei vom zeitlichen Verlauf her durchaus denkbar, dass es bereits im Oktober erste Corona-Fälle in China gegeben hätte. Mittlerweile scheint das Regime einen Weg gefunden zu haben, wirksam gegen die Ausbreitung der Seuche vorzugehen und Infizierte zu heilen. Es würden jedoch weder Details darüber bekanntgegeben, welche Bevölkerungsgruppen mit welchen Gewohnheiten besonders stark betroffen wären – etwa Raucher, von denen es in China überdurchschnittlich viele gibt – oder wo welche Therapien anschlügen.

Stattdessen verbreite das Regime Fake-News und hetze seine Online-Trollarmee gegen die USA. Die englische Ausgabe der Epoch Times hat einem eigenen Bericht zufolge Trainingsmaterial zugespielt bekommen, das von der Chinese Cyberspace Administration herausgegeben worden ist.

Diese Behörde ist zum einen für die Zensur regimekritischer Stimmen im Cyberspace zuständig, zum anderen für die Steuerung der sogenannten 50-Cent-Armee regimetreuer Trolle. Deren Aufgabe ist es, das Internet mit Peking-freundlichen Kommentaren zu fluten, kritische Debatten zu stören und das Rating regimefreundlicher Auftritte zu pushen.

Nationaler Sicherheitsberater der USA: „China hat weltweiten Kampf um zwei Monate zurückgeworfen“

In diesem Zusammenhang tauchte auch ein Dokument auf, das eine Direktive für den Umgang mit dem Thema des Coronavirus in sozialen Medien enthält. Die Authentizität des Dokuments konnte bislang nicht bestätigt werden. Allerdings skizziert der Inhalt genau jene Strategie, in die sich auch die jüngsten Twitter-Posts von Zhao fügen. Ziel sei es, die Verantwortung für die Ausbreitung des Virus von China wegzuschieben und das politische System in den USA zu diskreditieren.

Der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, Robert O’Brien, sprach am Mittwoch vor der Heritage Foundation davon, dass das Regime in Peking „leider, statt sich um die bestmögliche Lösung zu bemühen, den Ausbruch in Wuhan zu vertuschen suchte“.

Er fügte hinzu: „Es gibt viel an Open-Source-Berichten von chinesischen Bürgern, wonach die Ärzte, die damit zu tun hatten, entweder einen Maulkorb verpasst bekamen oder isoliert wurden, oder ähnliches, damit bloß die Rede vom Virus nicht die Runde machte.“

Dieses Vorgehen könnte den Rest der Welt zwei volle Monate gekostet haben, um die Ausbreitung der Seuche zu minimieren und diese einzudämmen.

Senator Marco Rubio verwies auch auf das chinesische Militärportal Xilu.com, auf dem jüngst ein Beitrag erschienen wäre, in dem ohne jedwede Faktengrundlage erklärt wurde, das Virus sei eine „biochemische Waffe der USA, um China zu treffen“. Die Kommunistische Partei zeige mit dem Finger auf Amerika, um Unzufriedenheit im eigenen Land zu dämpfen.

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