Wechselstube in HongkongFoto: PHILIPPE LOPEZ/AFP/Getty Images, 2015

China will den Yuan vom Dollar abkoppeln

Epoch Times25. Januar 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 19:21
Fang Xinghai, Vizepräsident des Aufsichtsrates der chinesischen Börsen und einer der wichtigsten Wirtschaftsberater von Xi Jinping kündigte in Davos an, dass der Yuan vom Dollar abgekoppelt wird. Der Kurs zwischen Dollar und Yuan liegt etwa bei 1 zu 6,57 und internationale Banken vermuten, dass er bis zum Jahresende auf 1 zu 7 sinken wird.

Fang Xinghai deutete bei einem Forum auf dem Weltwirtschaftstreffen in Davos an, dass Peking den Yuan komplett vom Dollar entkoppeln und zügig an einen beweglichen Währungskorb, der aus verschiedenen starken Währungen zusammengesetzt wird, anschließen will. Je nach Wichtung der Währungen soll der Wechselkurs kombiniert werden.

Diese Ankündigung ist nicht neu, China sprach bereits 2005 von der Entkopplung vom Dollar. Bisher wurde diese jedoch nicht umgesetzt. Im Dezember 2015 kündigte die Zentralbank indirekt in den staatlichen Medien an, die Wechselkurspolitik zu ändern, ohne zu erklären, wie das geschehen sollte. Ab Anfang des Jahres 2016 fällt der Yuan ständig.

Wirtschaftsexperten nehmen an, dass Chinas Hauptproblem in diesem Jahr der Yuan und die Kapitalflucht aus China wird.

China beschloss bisher verschiedene Maßnahmen, um die Kapitalflucht zu begrenzen. Beispielsweise wurden Investitionen im Ausland und der Geldwechsel in Fremdwährungen für Firmen bereits eingeschränkt.

Jeder chinesische Bürger darf jährlich Yuan in einer Höhe bis zu 50.000 Dollar wechseln, im Ausland lagern oder dort verwenden. Nun gibt es Gerüchte, dass China diese Obergrenze kontrollieren will und für die, die über 50.000 Dollar wechseln, eine Schwarze Liste einführt. Diese Bürger sollen demnach für zwei Jahre vom Umtausch ausgeschlossen werden. 

Das ist für viele Chinesen ein Problem, da viele im Ausland studieren, Immobilien kaufen oder Unternehmen aufbauen. Für diesen Personenkreis stellt das eine erhebliche Einschränkung dar. (yz/ks)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion