Bosch will Generatoren-Geschäft nach China verkaufen

Epoch Times2. May 2017 Aktualisiert: 2. Mai 2017 15:50
Der Autozulieferer Bosch will sein Geschäft mit Startern und Generatoren nach China verkaufen. Knapp 7.000 Mitarbeiter an 16 Standorten in 14 Ländern sollen "vollständig" übernommen werden, so Bosch.

Der Autozulieferer Bosch will sein Geschäft mit Startern und Generatoren nach China verkaufen. Bosch unterzeichnete am Dienstag einen entsprechenden Kaufvertrag mit dem chinesischen Autozulieferer ZMJ und dessen Finanzinvestor CRCI.

Das Geschäft muss unter anderem von Behörden und Kartellwächtern genehmigt werden, wie Bosch mitteilte. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Betroffen sind knapp 7.000 Mitarbeiter an 16 Standorten in 14 Ländern. Sie sollen „vollständig“ übernommen werden, wie Bosch weiter mitteilte. Hauptsitz bleibe weiterhin Stuttgart. Neben Behörden müssen demnach auch noch die Mitarbeiter an den deutschen Standorten dem Geschäft zustimmen.

Bosch von „positiver Weiterentwicklung“ nach Übernahme überzeugt

Bosch hatte vor knapp zwei Jahren angekündigt, „strategische Optionen“ für das Geschäft mit Startern und Generatoren zu prüfen. Dabei wurde auch nach einem Partner oder einem Käufer gesucht.

Bosch sei überzeugt, dass die Sparte „in der neuen Konstellation“ Chancen auf eine „positive Weiterentwicklung“ nutzen könne, erklärte der Geschäftsführer für die Sparte Mobility Solutions, Rolf Bulander.

Zum Verkaufspreis wurden keine Angaben gemacht. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte zuvor unter Berufung auf eine Prognose von Finanzanalysten berichtet, das Geschäft könnte eine halbe Milliarde Euro einbringen. Die Sparte habe zwar viele Jahre lang Verlust gemacht, zuletzt aber wieder Gewinn geschrieben. Dem Bericht zufolge liegt ihr Umsatz bei rund 1,4 Milliarden Euro.

Chinesische Unternehmen sind seit Langem auf Einkaufstour im Ausland. Übernahmen durch Konzerne in der Volksrepublik sorgen immer wieder für Vorbehalte. (afp)

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