China: Anzeichen für eine Wirtschaftskrise im Jahr 2013

Von 26. März 2013 Aktualisiert: 26. März 2013 18:41

 

Dass der Volksrepublik China 2013 eine Wirtschaftskrise bevorsteht, dazu gab es einen internen Vortrag vor wenigen Parteimitgliedern. Dabei wurden die Schuldenkrise der Regionalregierungen und das Platzen der Immobilienblase als wichtige Faktoren für die Wirtschaftskrise identifiziert. Mittlerweile sind die Anzeichen für diese zwei Aspekte nicht mehr zu übersehen.

Die Schulden der Regionalregierungen betragen 11 Billionen Yuan

Mehrere Webseiten in China, darunter beispielsweise finance.qq.com haben am 25. März darüber berichtet, dass die Schulden der Regionalregierung in China 11 Billionen Yuan (etwa 1,4 Billionen Euro) erreicht haben und damit den Steuereinnahmen von ganz China aus dem Jahr 2012 entsprechen.

Die Wirtschaftsexpertin He Qinglian hat in ihrem Blog bei VOA (Voice of America) im Jahr 2011 über die Gefahr der hohe Schulden der Regionalregierungen in China gewarnt. Sie meinte, dass nur etwa 35 Prozent der Investitionen der Regionalregierungen tatsächlich Gewinn bringen können und dass der Rest oft verschwendet werde oder in die Taschen korrupter Beamter wandere. Ihrer Meinung nach haben viele Regionalregierungen mit Hilfe der staatlichen Banken ihre eigene Wirtschaft gefördert. Das bedeute, dass die Regionalregierungen das Geld der staatlichen Banken ausgeben und die Zentralregierung in Peking im Zweifelsfall für die Schulden aufkommen lassen. Dies werde dazu führen, dass das Bankensystem mit zu vielen faulen Krediten belastet werde und zum Schluss werde eine Finanzkrise in Gang gesetzt.

Anzeichen für ein Platzen der Immobilienblase

Der Immobilienpreis in der Stadt Wenzhou, der Hauptstadt der Privatwirtschaft in China, ist stark gesunken. Im Jahr 2012 sei der Immobilienpreis um insgesamt 24 Prozent eingebrochen und allein im Januar und Februar 2013 seien die Preise für neugebaute Immobilien um weitere 10,8 Prozent beziehungsweise 8 Prozent zurückgegangen. Die Spekulanten seien bereits dabei, diese Stadt zu verlassen. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua am 24. März.

Der Immobilienmarkt in Wenzhou gilt als wegweisend für die Immobilienentwicklung in China. Nach Berichten von Xinhua habe diese Stadt noch vor drei Jahren an der Spitze der Regionen mit steigenden Immobilienpreisen gestanden. Infolge massiver Spekulationen seien die Luxusimmobilien in Wenzhou zum Durchschnittspreis von 80.000 Yuan pro Quadratmeter (etwa 10.000 Euro) gehandelt worden. Inzwischen kosten die Immobilien nur noch knapp die Hälfte. Ursache des Preisverfalls sollen unter anderem die staatlichen Maßnahmen zur Einschränkung  von Immobilienbesitz sein.

Nach Angabe des Statistikamts stiegen die Immobilienpreise im Februar 2013 in 70 mittleren und größeren Städten in China meistens weiter an. Dies kann zwar als Erholung des Marktes gesehen werden, aber auch bedeuten, dass sich die Immobilienblase trotz der Einschränkungsmaßnahmen weiter vergrößert. Vielleicht ist der enorme Preisverfall in Wenzhou der Beginn des Platzens der Immobilienblase in China.

 

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN