China: Industriespionage hat Hochkonjunktur

Von 8. Oktober 2012 Aktualisiert: 8. Oktober 2012 7:37

 

Die wachsende Aktivität chinesischer Industriespione ist Anlass zu erhöhter Wachsamkeit. Obwohl die Produktivität der chinesischen Fälschungsindustrie kein wirkliches Geheimnis ist, gibt es Anzeichen dafür, dass China seine Spionagetätigkeit verstärkt. Radio Free Aisa (RFA) berichtete über die neueste Entwicklung der Industriespionage aus China und die besorgten Reaktionen in den USA.

Chinesische Industriespione

RFA zitierte den Internetspezialisten Xia aus den USA, der die Methoden erklärte, mit denen China mit Hilfe des Internets an Industriegeheimnisse der USA gelangen kann. Die Hacker verschaffen sich beispielsweise durch das Einschleusen von Schadsoftware in E-Mails oder das Ausspionieren von Login-Daten Zugang zum Netzwerk, in dem die gewünschten Informationen gespeichert sind.  Auf der Webseite Baidu wird ein Beispiel erklärt: Ein Hacker will das interne Netzwerk eines Unternehmens angreifen. Dafür recherchiert er im Internet Personaldaten und Telefonnummern des Unternehmens. Dann ruft er Mitarbeiter des Unternehmens an und gibt sich als anderer Mitarbeiter aus. Er meint, dass er gerade im Urlaub sei und die Zugangsdaten dringend brauche. Falls die Mitarbeiter des Unternehmens ihm glauben, bekommt er die Daten und kann somit ins interne Netzwerk des Unternehmens gelangen.

Xia meinte, dass die Spione sich teilweise als Freunde oder Kollegen tarnen und mit Viren oder Trojanern belastete E-Mails an die Zielpersonen schicken. Danach greifen sie die E-Mail-Accounts von deren Freunden und Kollegen an und verbreiten damit die Schadsoftware weiter, um Informationen zu erhalten. Eine andere Möglichkeit liege darin, Lücken in einem bestimmten Netzwerk zu finden und danach an Informationen zu gelangen. Auch Denial of Service Attacken auf eine Webseite, damit diese Webseite nicht mehr aufgerufen werden kann, wie es bereits bei der Webseite der chinesischsprachigen  Epoch Times geschehen ist, sind nicht selten.

Negative Konsequenzen

RFA berichtete, dass Mike J. Rogers, ein Mitglied im ständigen Geheimdienstausschuss der USA, vor kurzem auf einer Sitzung zum Thema Internetsicherheit seine Besorgnis über die Industriespionage aus China geäußert habe. Er habe berichtet, dass das Sammeln von Informationen von Peking zu einem erschreckenden Grad entwickelt sei. Auf einer Anhörung vor dem Office of the United States Trade Representative (USTR) am 3. Oktober habe ein Zeuge ausgesagt, dass sowohl große als auch kleine amerikanische Unternehmen mit einer dauerhaften und immer intensiveren Internetattacke aus China konfrontiert seien. Immer größerer Aufwand sei für die US-Unternehmen nötig, ihre Industriegeheimnisse zu wahren.

Die Industriespionage hat sich bereits negativ auf den Handel zwischen den USA und China ausgewirkt. Doktor Xie, der Vorsitzende des chinesisch-amerikanischen Kulturvereins in New York, meinte, dass das Verbot der USA, Hightech-Produkte nach China zu exportieren, eine der Konsequenzen sei. Außerdem wirke sich die Spionage negativ auf manche chinesische Unternehmen aus, die den amerikanischen Markt bedienen wollen.

Beispielsweise wollen die chinesischen Kommunikationsgerätehersteller Huawei und ZTE den amerikanischen Markt erschließen. Auf einer Anhörung Ende September vor dem US-Kongress seien jedoch Sorgen geäußert worden, dass China durch das Netzwerk dieser Unternehmen in den USA spionieren könne. RFA zufolge sei China in einem Bericht des Office of the National Counterintelligence Executive im Oktober 2011 als Land mit der weltweit höchsten Spionageaktivität bezeichnet worden.

Originalartikel auf Chinesisch: 中国窃取美国商业机密程度加剧

 

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