Chinas Wirtschaftszahlen vom August die niedrigsten seit 2008 – Nothilfe der Zentralbank

Von 18. September 2014 Aktualisiert: 18. September 2014 18:28

Wie bedenklich es um Chinas Wirtschaft steht, zeigte die schnelle Nothilfe durch die Zentralbank. Es war eine erste deutliche Reaktion auf die sinkenden Wachstumszahlen von Chinas Wirtschaftskraft  im August.

Chinas zentrales Statistik-Amt hatte am 13. September die Zahlen für August veröffentlicht. sie zeigen seit 2008 die niedrigsten Werte.

Die Zentralbank reagierte schon am 17. September mit einer Milliardenspritze von 500 Milliarden Yuan (rund 62,8 Milliarden Euro) in die fünf größten staatlichen Banken des Landes.  

Ein ziemlich deutlicher Indikator  für die Wirtschaftskraft ist in dem Zahlenwerk  der Stromverbrauch, bzw. die  Stromerzeugung:

·         Mit 502,5 Milliarden KW Stunden sank der Stromverbrauch im August 2014 gegenüber August 2013 um 1,5 Prozent. Das ist das erste Minus zeigt sich damit seit März 2013. Normalerweise stieg der Verbrauch kontinuierlich an.

·         Auch die Stromerzeugung  gesunken auf 495,9 Milliarden KW Stunden. Das sind 2,2 Prozent weniger als im August 2013. Es ist das erste Minus seit Mai 2009.  Von Juni 2009 bis Juli 2014 gab es immer einen Anstieg.

Die industrielle Wertschöpfung ist ein weiterer Indikator für die Wirtschaftskraft:

·         Die industrielle Wertschöpfung im Monat August verzeichnet zwar ein Wachstum von 6,9 Prozent gegenüber 2013, aber es ist der niedrigste Wachstumswert seit 2008

Ebenfalls interessant ist das Wachstum von Anlageinvestitionen:

·         Es ist zwar im August um 16,5 Prozent gestiegen, aber das Wachstum war das niedrigste seit 2001.

Das chinesische Handelsmisterium bezifferte das FDI (Foreign Direct Investment) auf 7,2 Milliarden Yuan.

·         Das ist 14 Prozent weniger als im August vor einem Jahr.

·         Schon im Juli war es um 17 Prozent gegenüber Juli 2013 gesunken.

·         Also zwei Monate hintereinander um mehr als 10 Prozent gesunken.

Die Lage am Immobilienmarkt hat sich ebenfalls weiter verschlechtert:

·         Der Verkauf von Immobilienfläche ist im August um 13,4 Prozent gesunken gegenüber August 2013.

·         Im Juli war er um 17,9 Prozent gesunken gegenüber Juli 2013.

Schlechte Nachrichten beim Lagerbestand von Immobilien:

·         Bis Ende August betrug der Lagerbestand an Fläche 561,6 Millionen Quadratmeter,

·         das sind  9,2 Millionen Quadratmeter mehr als Ende Juli.

·         Seit April 2012 stieg dieser Lagerbestand ständig, das heißt, seit 29 Monaten.

·         Das sind nur die offiziellen Zahlen, Experten vermuten einen 30 Prozent höheren Bestand.

Prognosen internationaler Banken zum BIP-Wachstum in China:

·         Heruntergeschraubt hat die RBS (Royal Bank of Scotland) das zu erwartende BIP-Wachstum  von China auf 7,2 Prozent. Chinas Regierung erachtet ein BIP-Wachstum  von 7,5 Prozent  als unbedingt notwendig.

·         Barclays, die zweitgrößte Bank in England, hat das zu erwartende BIP-Wachstum für dieses Jahr von 7,4 auf 7,2 Prozent gesenkt. Für 2015 heißt die Prognose sogar nur 6,9 Prozent.

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·         Die UBS aus der Schweiz sagt für das dritte Quartal 2014 nur 7,1 Prozent BIP-Wachstum voraus und für das ganze Jahr 2014 nur 7,2 Prozent.

Nothilfe: Finanzspritze der Zentralbank

Am 17. September reagierte die chinesische Zentralbank auf die abgesunkenen Konjunkturdaten vom August.  Etwa 63 Milliarden Euro (500 Milliarden Yuan) wird sie den fünf größten Staatsbanken Chinas zur Verfügung stellen, um wieder Schwung in die schwächelnde Konjunktur zu bringen.

Insider sollen laut Wall Street Journal gesagt haben, dass die Zentrale den Banken empfehlen werde, die Kredite in jene Wirtschaftsbereiche zu schleusen, welche die Regierung für wichtig hält. Dazu gehörten unter anderem der soziale Wohnungsbau sowie private und kleine Unternehmen.

Die People’s Bank of China wird den Banken das zusätzliche Kapital in Form dreimonatiger Niedrigzinskredite zur Verfügung stellen, obwohl man weiß, dass zu viele neue Kredite Chinas Schuldenprobleme verschlimmern könnten und die Wirtschaft noch stärker in Gefahr bringen.