Am Eingang zur Fannie Mae Zentrale in Washington DC.Foto: Win McNamee/Getty Images

Das Ende von Fannie und Freddie könnte China hart treffen

Von 17. Februar 2011 Aktualisiert: 17. Februar 2011 1:11

Die Obama-Regierung schlug am Freitag die Auflösung der einst staatlich geförderten Hypotheken-Käufer Fannie Mae und Freddie Mac vor. Analysten sagen, dass China, als einer der wichtigsten Anleiheinhaber der beiden Unternehmen, als Folge davon erhebliche Verluste erleiden könnte.

Kurz bevor Obama diesen Vorschlag machte, sagte Lu Zhengwei, Ökonom bei Chinas Industrial Bank Co. in einem Bericht, dass die chinesische Institutionen Anleihen im Wert von vermutlich 500.000.000.000 US-Dollar von Fannie Mae und Freddie Mac halten. Er warnte vor den Risiken bei der Beteiligung an Fannie- und Freddie-Anleihen. Lu schlug vor, dass China seine Bestände reduzieren solle.

Lus Artikel wurde bereits des Öfteren von chinesischen und internationalen Medien zitiert. Obwohl Chinas „State Administration of Foreign Exchange“ (SAFE) Lus Einschätzung als „haltlos“ beschreibt, ohne dessen Bericht erwähnt zu haben, wird allgemein angenommen, dass die Zahlen nicht weit von der Wahrheit entfernt sind. Lu sagte gegenüber Dow Jones Newswires, dass seine Schätzung auf chinesischen Medienberichten beruhe.

Laut dem Bericht des US-Finanzministeriums über ausländische Beteiligungen an US-Wertpapieren, hielt China am 30. Juni 2009 454.000.000.000 US-Dollar der langfristigen Verbindlichkeiten. Dazu gehörten 358.000.000.000 US-Dollar von Asset Backed Securities, in erster Linie durch Hypotheken gesichert, und laut dem Dow Jones Newswires 96.000.000.000 US-Dollar andere langfristige Verbindlichkeiten.

„Der Großteil dieser Anleihen ist wahrscheinlich in Fannie- und Freddie-Schuldverschreibungen und sonstigen Wertpapieren angelegt, obwohl in ihm auch Schulden aus anderen US-Regierungsbehörden wie die Government National Mortgage Association zu finden sind“, berichtete Dow Jones Newswires.

Zusätzlich zu Investitionen der Regierung in Devisen haben einige chinesische Finanzinstitute Fannie- und Freddie-Anleihen gekauft. So berichtete die Bank of China in ihrem Halbjahresbericht 2010, dass sie Anleihen im Wert von 819.000.000 US-Dollar von Fannie und Freddie sowie 1.660.000.000 US-Dollar Hypothekenanleihen, von Fannie und Freddie garantiert, halte – beide Zahlen sind Bilanzwerte.

Lu sagte, obwohl ein völliger Ausfall unwahrscheinlich sei, könnte eine Auflösung von Fannie und Freddie die Kurse der Wertpapiere fallen lassen.

US-Finanzanalyst Ding Li stimmte dieser Einschätzung zu. Er sagte gegenüber der Epoch Times, dass Chinas tatsächlicher Verlust von den Verhandlungen aller Beteiligten abhängen würde.

Einige Analysten hinterfragen den Grund für die übermäßigen Käufe Chinas von Fannie- und Freddie-Anleihen.

Finanzexperte Lew Mo Hung aus Hongkong sagte in einem Artikel auf inmediahk.net, dass Chinas Investitionen in die beiden Unternehmen 16.000 Mal so hoch, wie die von Indien seien.

Lew, Mitglied der chinesischen People’s Political Consultative Conference, vermutet, dass einige Entscheidungsträger möglicherweise die Transaktionsprovisionen veruntreut haben, die mit dem Kauf von Fannie- und Freddie-Anleihen verbunden sind.

Artikel auf Englisch: With Fannie and Freddie Out, China May Take Hard Hit



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