Deutsche Firmen wollen bald erste Mitarbeiter zurück nach China bringen

Epoch Times13. Mai 2020 Aktualisiert: 13. Mai 2020 21:18

Deutsche Unternehmen bereiten sich derzeit darauf vor, mit einem Charterflug womöglich noch in diesem Monat dringend benötigte Mitarbeiter wieder nach China zu bringen. Derzeit liefen Gespräche über ein beschleunigtes „Fast-Track“-Verfahren dafür, sagte Jens Hildebrandt von der Deutschen Außenhandelskammer (AHK) in China am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. China hatte Ende März aus Sorge vor einer zweiten Covid19-Infektionswelle einen weitreichenden Einreisestopp für Ausländer verhängt.

Ins Auge gefasst wird nun, dass am 25. Mai eine Chartermaschine mit Platz für 200 Passagiere von Frankfurt am Main nach Shanghai aufbrechen könnte. Die Passagierliste müsste dabei allerdings von den chinesischen Behörden genehmigt werden. Außerdem sollen Tests auf das Virus für alle Passagiere verpflichtend sein. In Shanghai soll es dann einen weiteren Test auf das Virus sowie einen Antikörpertest und eine verpflichtende 48-stündige Quarantäne geben.

Richten soll sich der Charterflug vor allem an Mitarbeiter, die in China dringend für die Aufrechterhaltung des Betriebs benötigt werden, aber auch an diejenigen, die aus humanitären Notfällen reisen müssen. Wegen des Einreisestopps waren teils auch Familien getrennt worden.

Der Autobauer Volkswagen erklärte, er würde es „sehr begrüßen und sich daran beteiligen“, sollte es die Möglichkeit für ein beschleunigtes Rückholverfahren geben. Aufgrund der Corona-Krise könnten deutsche Mitarbeiter seit dem 28. März nicht zurück nach China reisen. „Vor dem Hintergrund der wiederanlaufenden Wirtschaft werden diese Experten aber dringend vor Ort gebraucht“, erklärte eine Sprecherin.

Eine „Fast Track“-Regelung für Geschäftsleute hat China bereits mit Südkorea getroffen, auch mit weiteren Ländern wie beispielsweise Singapur laufen Verhandlungen.

Dem Präsidenten der Europäischen Handelskammer in China, Jörg Wuttke, zufolge sollen die Pläne für den Charterflug womöglich auch als Blaupause für die Rückkehr von Geschäftsleuten aus anderen europäischen Ländern nach China dienen. Das Land habe „ein starkes Eigeninteresse“ daran, Ingenieure und Spezialisten wieder ins Land zu holen. (afp)

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