Sieben dramatische Beispiele für Chinas Wasserverschmutzung

Von 30. September 2013 Aktualisiert: 30. September 2013 10:36

Wasserverschmutzung ist ein brennendes Thema in China. Aktuell sind alle großen Flüsse verschmutzt, einige davon schwer: Der Yangtze, der Perlenfluss und der Gelbe Fluss, in dem ein Drittel des natürlichen Fischbestandes ausgestorben ist, sind nur die berühmtesten Beispiele. Die Hälfte der chinesischen Bevölkerung muss Trinkwasser konsumieren, das durch Abwässer und Chemikalien verschmutzt ist. In Gebieten mit besonders schmutzigem Wasser kommen Leberkrebs und Geburtsfehler vier bis achtmal häufiger vor als anderenorts. Bei der Todesrate durch Leber- und Magenkrebs ist China weltweit Spitzenreiter. Die Bilderauswahl zeigt sieben Beispiele von Wasserverschmutzung vom Anfang des Jahres 2013.

1. Die Flüsse der Provinz Shanxi sind voller Chemikalien und regionaler Abwässer stinken: Letzten Januar flossen neun Tonnen der giftigen Chemikalie Anilin, in den Zhuozhang Fluss in der Nähe des Dorfes Xinan, wodurch die gesamte Wasserversorgung von Handan, einer Stadt mit über einer Million Einwohner, verseucht wurde.
Beschädigte Abwasserleitungen waren auch an dem Unfall beteiligt und sollten mit Kalk geflickt werden, wodurch eisklumpennähnliche weiße Brocken im Wasser trieben. Nach dem Unfall überschritten die Werte von Anilin und Phenol in einigen Gewässern den Grenzwert, wie zum Beispiel im Hongqi Kanal.

 Der verschmutzte Zhuozhang Fluss in der Provinz Shanxi. Alle Fotos dieses Artikels: Screenshot Weibo / Epoch Times. Der verschmutzte Zhuozhang Fluss in der Provinz Shanxi. Alle Fotos dieses Artikels: Screenshot Weibo / Epoch Times.

2. Nahe des Pekinger Bankenviertels treibt weißer Schaum auf dem Tonghui-Fluss (13. Januar 2013). Untersuchungen ergaben, dass das Oberflächen-Wasser an den Unterläufen der Pekinger Flüsse nicht den Richtwerten entspricht. In Peking gibt es fünf Hauptgewässer, in 37 ihrer Seitenflüsse wurden giftige Substanzen gefunden.

3. Eine Momentaufnahme am Fluss Yichang, Provinz Hubei, 16. Februar 2013. Die Einwohner dreier Dörfer in der zentralchinesischen Provinz haben hier Müll und Schutt in Flussnähe oder in Kanälen abgeladen. Die Anwohner waschen bis heute ihre Kleidung im Fluss. Mit den Fluten im Sommer wird der Müll in den Jangtze geschwemmt.

4. Der Westliche See Stadt Hangzhou wird zur Abwassergrube: Ein Internetuser berichtete, dass das Abwasser per Schlauch in den See in der Provinz Zhejiang einlief. Als ein Journalist den Ort im Januar untersuchte, fand er eine stinkende Klärgrube vor, in der sich eine schwarze Schicht Sedimente abgesetzt hatte, die ein Zedernwäldchen in einen schmutzigen Sumpf verwandelte.

5. Abwasser fließt nahe des „Immergrünen Parks“ in der Stadt Haikou ins Meer: Dieses Foto vom 14. März 2013 von der Inselprovinz Hainan wurde von einem Blogger verbreitet. Am Rande des berühmten Park wird Abwasser per Rohrleitung ins Meer gelassen.

6. Der „Soja-Soßen-Fluß“: Dieses Foto vom 8. April 2013 zeigt den Fluss Lianjiang der Stadt Zhumadian in der zentralchinesischen Provinz Henan. Die Einwohner der Stadt gaben ihm den Spitznamen, weil er wegen seines großen Abwasseranteils so schmuddelig braun wie Soja-Soße aussieht. Der Fluss fließt unter anderem in den größten künstlichen See Asiens, den 150 Quadratkilometer großen Suya-See.

7. Schmutzwasser aus einem Elektrizitätswerk fließt in den Gelben Fluss: Am 15. April 2013 fließt in der Stadt Shizuishan im Nordwesten Chinas, Autonome Region Ninxia, in den Gelben Fluss. Am gleichen Tag erklärte das örtliche Umweltamt, der Unfall habe die Wasserqualität des Gelben Flusses „nicht nennenswert beeinflusst“.

 

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