Smog-Wirtschaft: Luftreiniger werden in China zum Verkaufs-Hit

Von 9. Dezember 2013 Aktualisiert: 9. Dezember 2013 13:15

Seit einer Woche versinken insgesamt 25 chinesische Provinzen im Smog. 104 Städte in China leiden unter schwerer Luftverschmutzung. Die Umweltkatastrophe bringt eine Branche zum Boomen: Luftreinigungsgeräte werden zum Verkaufsschlager auf dem chinesischen Markt.

Am 07. Dezember suchte der Smog China von Norden bis Süden heim, die betroffenen Gebiete reichten von Peking bis Guangzhou. Die Luftqualität in 104 Städten erreichte den Grad der schweren Verschmutzung. Am 06. Dezember erreichte der Shanghaier Feinstaubwert einen Rekord von über 600 mg pro Kubikmeter Luft. Die von der WHO festgelegte Grenze für Gesundheitsschädigung durch Feinstaub beträgt 75 mg pro Kubikmeter.

Höchstpreise für Luftreiniger

Durch den Dauersmog werden Luftreinigungsgeräte in China zum Verkaufsschlager. Laut chinesischen Medien sind Luftreiniger in vielen Städten ausverkauft. Ein in China hergestelltes Gerät, das normalerweise 2.000 Yuan kostet (umgerechnet 250 Euro), wird zur Zeit für bis zu 7.000 Yuan (875 Euro) an den Endverbraucher verkauft.

„In den letzten Tagen kann man Luftreiniger sehr gut verkaufen“, sagte ein Verkäufer eines Elektronikmarkts in der südwestchinesischen Metropole Chengdu. „In der ersten Hälfte 2013 konnten wir nirgendwo Luftreiniger einkaufen. Als Ende November endlich die Zulieferung kam, wurde gleich alles ausverkauft“, sagte er laut lokalen Medien.

Der Markt der Zukunft?

Manche Chinesen misstrauen jedoch der Qualität „Made in China“ und kaufen lieber importierte Luftreiniger. Ein Bürger aus Peking sagte den Medien: „Ich habe bereits zwei Luftreiniger aus Japan angeschafft.“

Experten aus der Hausgeräte-Branche schätzen, dass Luftreiniger, ähnlich wie derzeit Fernseher, in chinesischen Familien bald zum unverzichtbares Utensil werden könnten, sollte sich der Smog zum Dauerzustand entwickeln. Der Markt hätte eine Kapazität von 150 Milliarden Yuan (ca. 18 Milliarden Euro). Luftreinigungsgeräte würde dann auch zum Standard in Büros und in öffentlichen Gebäuden gehören.

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