Viele chinesische Städte haben den Straßenhandel Geflügel verboten, um eine Ausbreitung der Vogelgrippe einzudämmen. PETER PARKS/AFP/Getty Images

Über 100 Vogelgrippe-Fälle in China seit Jahresanfang

Von 27. Januar 2014 Aktualisiert: 27. Januar 2014 16:49

Die Vogelgrippe breitet sich seit Anfang Januar rapide in China aus. Das chinesische Staatsfernsehen CCTV berichtete am 23. Januar seit Monaten vom ersten Infektionsfall in Peking. Die Chinesen fragen sich derzeit: Wie ernst ist die Lage? Und: Kann das Virus von Mensch zu Mensch übertragen werden?

2013 gab es in China insgesamt 144 registrierte Fälle von H7N9, dem neuen Vogelgrippe-Typ. Allein diesen Januar wurden jedoch schon 101 Infektionen gezählt, 10 davon mit tödlichem Ausgang. Die Zahlen stützen sich auf Aussagen chinesischer Behörden.

Die Vogelgrippe-Welle der vergangenen Wochen betraf vor allem Südchina und die Küstenregionen: Die Provinz Jiangsu zählte 49 Infektionen von H8N9. In der Hauptstadt Zhejiang wurde an 18 aufeinander folgenden Tage von Neuinfektionen berichtet. In der Provinz Guangdong gab es 30 Fälle.

Mindestens vier Infektionen von Mensch zu Mensch

Die mutierte Vogelgrippe H7N9 tauchte erstmals im März 2013 in China auf. Außerhalb des Landes wurden bisher keine Fälle bekannt. US-amerikanische Wissenschaftler glauben an eine „Übertragbarkeit von Mensch zu Mensch unter seltenen Umständen“, die derzeit noch von den chinesischen Behörden abgestritten wird. So gab es bisher vier Fälle von H7N9, in denen Töchter, die ihre kranken Väter gepflegt hatten, mit dem Virus infiziert wurden. Man solle “sehr aufmerksam bezüglich von Mensch-zu-Mensch-Infektionen sein”, sagte Zhong Nanshan, ein Seuchenbekämpfungs-Experte in den chinesischen Medien.

Neujahrs-Reisende könnten Virus verbreiten

Das riesige Aufkommen an Neujahrsreisenden zum 31.Januar und die Vogelwanderung im Frühling könnten zur weiteren Ausbreitung der Vogelgrippe von Süden nach Norden führen, befürchten Experten. Herabfallender Vogelmist ist der Hauptüberträger der Krankheit.

Mehrere Städte und Gemeinden haben deshalb den Handel mit lebendem Geflügel verboten. Chinas Gesundheitsbehörden empfahlen, keine Vögel selbst zu Hause zu schlachten und Geflügelfleisch gut durchzukochen.



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