„Uneingeschränkte Kriegsführung“: Nimmt Chinas KP-Regime das amerikanische Stromnetz ins Visier?

Von 5. Juni 2019 Aktualisiert: 6. Juni 2019 11:09
Die Kommunistische Partei Chinas trägt ihren destruktiven Einfluss in das Herz der USA. Angesichts der Bedrohung durch das kommunistische China kamen am Montag führende Experten von Free World in Washington zusammen.

Der 4. Juni 1989 war der Tag an dem chinesische Studenten die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) in friedvollen Protesten dazu aufforderten, in ihrem Land eine demokratische und offene Regierung einzuführen. Der Protest endete in einem Blutbad.

2019, 30 Jahre nach dem Massaker an den Studenten, hat die KPCh ihren destruktiven Einfluss bis in das Herz der USA ausgeweitet. Die KPCh unterstützt amerikanische Lobbying-Organisationen, welche die realen Bedrohungen für das amerikanische Stromnetz herunterspielen und gegen strengere Sicherheitsstandards mobil machen.

Michael Mabee, pensionierter Oberstabsfeldwebel und Mitglied der Secure the Grid Coalition (Sicherung der Netzkoalition), teilte am Dienstag mit, dass der Wirtschaftsverband The Edison Electric Institute (EEI), welcher nahezu alle privaten US-Elektroversorger repräsentiert, auch chinesische Staatsunternehmen als Mitglieder hat. Die EEI-Mitglieder sind verpflichtet, „den staatlichen [chinesischen] Geheimdienst zu unterstützen, ihm zu assistieren und mit ihm zu kooperieren.“

Angesichts der Bedrohung durch das kommunistische China kamen am Montag führende Experten von Free World in Washington zusammen. Im „Ausschuss für die gegenwärtige Gefahr: China“ (eng. CPDC) haben die Experten das Thema „Tian’anmen Plus Dreißig: Der uneingeschränkte Kampf der Kommunistischen Partei Chinas gegen die Freiheit“ besprochen.

Das CPDC präsentierte die Methoden, mit denen China das Kriegskonzept durchführt, das Ende der 90er Jahre von zwei Militärs im Rang eines Obersten der Volksbefreiungsarmee konzipiert und in ihrem Buch „Uneingeschränkte Kriegsführung“ veröffentlicht wurde. Der China-Experte Roger Robinson verwies auf einen Absatz im Buch (S.191), der mehrere kritische Fragen stellt; zwei davon sind unmittelbar auf die Sicherheit des Stromnetzes übertragbar:

1. Frage: „Ist es notwendig, im Krieg zwischen zwei Ländern während des Kampfes und des Tötens durch zwei Armeen, spezielle Mittel zu nutzen, um einen psychologischen Kampf auszutragen, der gegen die Familien der Soldaten weit weit hinten [im Heimatland] gerichtet ist?“

Die Congressional EMP Commission – eine Kommission, die die USA vor Angriffen durch elektromagnetische Impulse schützen soll – betonte mehrmals, dass China tatsächlich einen Angriff auf Amerikas kritische Infrastruktur erwäge. Und einen solchen sogar als Priorität sehe. In einem Bericht der Kommission von 2017 mit dem Titel „Ausländische  Betrachtungsweisen von elektromagnetischen Impulsangriffen“ weisen die Experten auf das Buch „Der Dritte Weltkrieg: gänzlich ein Informationskrieg“ von Shen Weiguang hin; er ist ein hochrangiger chinesischer akademischer Militärtheoretiker.

Sobald ihre Computernetzwerke angegriffen und zerstört werden, wird das Land in einen Zustand der Lähmung verfallen und das Leben seiner Bewohner wird zu einem Stillstand kommen. Deswegen sollte sich China auf Maßnahmen zur Bekämpfung von Computerviren, nuklearen elektromagnetischen Impulsen, Lasern, Partikelbündeln und anderen fotoelektrischen Wellenwaffen konzentrieren und rasch Durchbrüche bei diesen Technologien erzielen, um China unverzüglich mit einer entsprechenden Abschreckung auszustatten, die es dem Land ermöglicht, sich gegen die militärischen Mächte im Informationszeitalter zu behaupten und die Abschreckung der westlichen Mächte, einschließlich der Vereinigten Staaten, zu neutralisieren und zu kontrollieren.“

Selbstverständlich sind die Chinesen daran interessiert, ihre eigenen kritischen Infrastrukturen und Netzwerke vor Cyber- und elektromagnetischen Angriffen zu schützen. So sollten auch die Vereinigten Staaten sich darum bemühen. Dies führt dann zur zweiten der vielen beunruhigenden Fragen, die in „Uneingeschränkte Kriegsführung“ aufgeführt werden:

2. Frage: „Kann man spezielle Fonds anlegen, um durch Lobbying größeren Einfluss auf die Regierung und Legislative eines anderen Landes auszuüben?“

Wenn China Einfluss auf die Vereinigten Staaten ausüben wollte, um die amerikanische kritische Infrastruktur zu attackieren, wäre der Zugang zum EEI eine der effektiven Möglichkeiten, dies zu erreichen. 2018 gab das EEI um die 8 Millionen Dollar (rund 7 Millionen Euro) für Lobbying aus. Dies wurde durch seinen Mitgliedsbeitrag und den Umstand ermöglicht, dass es vor dem US-Kongress und auch vor der Federal Energy Regulatory Commission (der Regierungsbehörde, welche Sicherheitsstandards für Stromnetze genehmigt) durchgeführt wurde.

Interessanterweise gehört zu den Lobbying-Aktivitäten des EEI der Widerstand gegen stärkere Cybersicherheitsmaßnahmen für die US-Netzinfrastruktur. In seiner Unternehmenskommunikation spielte das EEI die Bedrohung von elektromagnetischen Impulsen (EMP) hinunter. Das EEI hat kürzlich argumentiert, dass die Namen von Unternehmen, die gegen die Standards des Critical Infrastructure Protection (CIP) verstoßen, der öffentlichen Kontrolle entzogen werden sollten.

Oberstabsfeldwebel Mabee betont zu Recht, dass die Lobbyarbeit des EEI dem chinesischen Regime zugute kommen könnte. Chinesische Agenten haben bereits das US-Elektrizitätsnetz infiltriert, so die Angaben von hochrangigen US-Beamten.

Die Exekutive und die Mitglieder der Versorgungsunternehmen innerhalb der EEI sollten nochmal genauer den Inhalt von „Uneingeschränkte Kriegsführung“ und die Mitgliedspolitik für Unternehmen, die den ausländischen Nachrichtendiensten verpflichtet sind, begutachten. Wenn das EEI auf der Seite der Freiheit steht, sollte es China nicht ermöglichen, dem amerikanischen Stromnetz zu schaden.

Das Original erschien in The Epoch Times (USA) (deutsche Bearbeitung von jn)
Originalartikel:
30 Years After Tiananmen: Is Communist China Crushing the Effort to Secure America’s Electric Grid?

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