US-Strafen gegen China wegen Technologiediebstahl werden auch international befolgt

Von 1. November 2018 Aktualisiert: 18. Dezember 2018 13:27
China ist bekannt für seine eifrige „Übernahme“ von Technologien und Know-How, die die Chinesen nicht selbst entwickelt haben. Jetzt kündigte der renommierte taiwanesischer Technologiekonzern UMC die Kooperation mit einer chinesischen Firma auf.

Der taiwanesische Chiphersteller und -entwickler UMC wird die Zusammenarbeit mit der chinesischen Firma Fujian Jinhua, auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung, mindestens vorübergehend einstellen. UMC reagierte damit auf das von den USA verhängte Embargo gegen die von der KPCh kontrollierte Firma in China.

Die US-Regierung reagierte damit auf den Diebstahl geistigen Eigentums der US-Firma Micron Technology Inc. durch Fujian Jinhua.

Politische Beobachter erwarten, dass die Maßnahme zur Verschärfung der Spannungen zwischen China und den USA führen wird, da Fujian Jinhua Teil des Programms „Made in China 2025“ ist und maßgeblich zur Entwicklung und Vermarktung eigener hochintegrierter Chips und Technologien beitragen soll. Das Unternehmen wurde zu der Liste von chinesischen Firmen hinzugefügt, auf der das das US-Handelsministerium die Unternehmen aufführt, die auf legale Weise keine Lieferungen von Hochtechnologie oder Software von US-Unternehmen oder mit ihnen verbundener Firmen erhalten dürfen.

In einer Erklärung vom 31.10.2018 äußerte sich UMC wie folgt: „Die UMC wird alle staatlichen Vorschriften befolgen und vorübergehend die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, die wir für Fujian Jinhua durchführen, einstellen, bis wir von den zuständigen Behörden für die Wiederaufnahme freigegeben werden.“

„Die USA haben Sanktionen verhängt, (also) werden wir auch die Vorschriften der US-Regierung befolgen“, sagte Richard Yu, Leiter der Unternehmenskommunikation von UMC, gegenüber Reuters.

UMC liefert zwar keine Bauteile an die chinesische Fujian Jinhua, hat aber im Jahr 2016 eine Kooperationsvereinbarung zur Entwicklung modernster Speichertechnologien auf Chipbasis mit der Firma abgeschlossen. Dies ist ein Teil der chinesischen Bemühungen Know-How und technische Möglichkeiten Taiwans für die Entwicklung eigener Hightech-Entwicklungen zu gewinnen, um damit unabhängiger von den ausländischen, insbesondere amerikanische Firmen, zu werden.

„Jinhua wird der UMC DRAM-bezogene Ausrüstung zur Verfügung stellen sowie Servicegebühren zahlen, um die F&E-Kosten entsprechend dem Fortschritt der Technologieentwicklung zu decken. Die entwickelten Technologien werden im gemeinsamen Besitz beider Parteien sein“, heißt es in einer Erklärung.

Marktvorteile durch unfair erworbenes Know-How könnten sich als Bumerang erweisen

Fujian Jinhua, die gerade erst eine neue milliardenteure Chipfabrik aufgebaut hat, wird vom US-Handelsministerium vorgeworfen, einen Großteil der fortgeschrittenen Herstellungstechnologien für hochintegrierte Chips entweder durch Spionage oder durch erzwungene Know-How-Überlassung anderer Firmen erlangt zu haben. Das neue Werk würde dadurch auch amerikanische Produktionsstätten bedrohen, da Fujian Jinhua durch diese unlauteren Machenschaften Millionen, wenn nicht Milliarden an Entwicklungskosten eingespart habe.

Durch das jetzt verhängte Zulieferungsverbot an Fujian Jinhua wird es die Firma schwer haben einige dringend benötigte Vorprodukte auf dem internationalen Markt zu erwerben, da die USA auch Sanktionen gegen ausländische Firmen verfügen könnten, die Fujian Jinhua beliefern.

Ähnliche Maßnahmen, die die USA schon gegen den Hersteller ZTE, einen der größten Kommunikationsgerätehersteller weltweit, eingeleitet haben, führten bei ZTE in diesem Jahr zu mehreren Milliarden Yuan Verlust. Und auch die Börsenkurse der Firmen, die auf der US-Embargoliste stehen, geben im Regelfall deutlich nach. Und als verstärkender Faktor kommen auch noch die US-Zölle hinzu, die im Rahmen des Handelsstreits gegen China verhängt wurden.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN