Chinas Getreide-Selbstversorgung muss sichergestellt werden, sagt das neueste Regierungsdokument.

Warum die Getreideversorgung Chinas Sorgenkind ist

Von 16. Januar 2014 Aktualisiert: 16. Januar 2014 9:19

Chinas brennendste Herausforderung für das Jahr 2014 ist die Sicherstellung der Getreideversorgung. Dies geht aus dem „Dokument Nummer 1“ der chinesischen Regierung hervor, wie ein Insider berichtete.

Die Weisung wurde bereits an die Regierungen verschiedener Ebenen weitergegeben, aber noch nicht veröffentlicht, wie das chinesische Wirtschafts- und Finanzportal ASSTOCK aus Hongkong am 15. Januar berichtete.

Landwirtschaft braucht „nachhaltige Entwicklung“

Die Sicherheit der Getreideversorgung wird in dem Dokument als wichtigste Aufgabe bezeichnet. Ein zweiter Informant bestätigte die Information gegenüber ASSTOCK und ergänzte: Außerdem sollten die Regierungen auf allen Ebenen an einer Einkommenserhöhung für Bauern arbeiten, Familienhöfe fördern und die Landwirtschaft nachhaltig entwickeln.

Zwei wichtige Tagungen im Dezember 2013 legten diese Richtlinien fest: Die Wirtschaftskonferenz der KP-Zentrale sowie die Landwirtschaftskonferenz: Das Ziel sollte sein, dass „die Chinesen ihre Reis-Schüssel jeder Zeit in eigener Hand halten“ und „die Lebensmittelversorgung absolut gesichert ist“. Mit der Veröffentlichung des „Dokumentes Nr. 1“ wird noch vor dem chinesischem Neujahr am 31. Januar gerechnet.

Chinas Getreidekrise

Im Jahr 2012 hatte China über 70 Millionen Tonnen Getreide importiert und die Selbstversorgung sank damit unter 90 Prozent. Dies liegt deutlich unter der Sicherheitsgrenze von 95 Prozent.

Ein Bericht über die Getreidekrise zirkulierte kürzlich auch im chinesischen Internet. Darin nannte der prominente Reisanbau-Experte Yuan Longping die wichtigen Gründe für die Lebensmittelkrise. Dies waren zum Beispiel die niedrige Selbstversorgung mit Getreide und Pflanzenöl, gefährdete Lebensmittelsicherheit durch Umweltverschmutzung und Hormone, unkontrollierte Verbreitung von Gen-Lebensmitteln, bescheidene Getreidereserven und die Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten als Samenquelle. Dass die Bauern für ihre Erzeugnisse nur Niedrigpreise erhalten, war ebenfalls ein Grund.

Kontaminierte Ackerböden

Der Zustand von Chinas Ackerböden ist ebenfalls kritisch: 3,3 Millionen Hektar sind mittel bis schwer verschmutzt und für die Landwirtschaft nicht mehr zu gebrauchen. Am 30.Dezember veröffentlichte die chinesische Regierung ihre neueste Studie zur Lage der Äcker. Bis Ende 2012 gab es in China insgesamt 135,3 Millionen Hektar Landwirtschaftsboden, das waren 0,3 Prozent weniger als im Jahr 2009.

Im Durchschnitt besitzt jeder Chinese rund 0,1 Hektar Landwirtschaftsboden, weniger als die Hälfte des globalen Durchschnittswertes von 0,22 Hektar.



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