NEWSTICKER: WHO-Chef reist zu Beratungen über Coronavirus nach China – USA melden fünften Erkrankten

Am 31. Dezember 2019 alarmierten die chinesischen Behörden die Weltgesundheitsbehörde (WHO) über Fälle von Lungenentzündung in der chinesischen Millionenstadt Wuhan (Provinz Hubei) mit unbekannter Ursache. Was als mysteriöse Krankheit begann, hat jetzt einen Namen: 2019-nCoV. Das Virus breitet sich innerhalb und außerhalb Chinas aus.

Der Ausbruch der neuartigen Lungenkrankheit in China ist nach Darstellung von Staats- und Parteichef Xi Jinping eine ernste Herausforderung. „Leben ist von höchster Bedeutung“, sagte der Präsident auf einem Krisentreffen der chinesischen Führung in Peking. Eine Epidemie sei ausgebrochen.

Samstag: 25.01.

17:40 Uhr: Chinas Staatschef Xi sieht ernste Herausforderung durch Virus

Der Ausbruch der neuartigen Lungenkrankheit in China ist nach Darstellung von Staats- und Parteichef Xi Jinping eine ernste Herausforderung. „Leben ist von höchster Bedeutung“, sagte der Präsident auf einem Krisentreffen der chinesischen Führung in Peking. Eine Epidemie sei ausgebrochen.

14.30 Uhr: Busverkehr nach Peking wird eingestellt

Wegen des sich ausbreitenden Coronavirus wird der öffentliche Verkehr nun auch in der chinesischen Hauptstadt Peking massiv eingeschränkt. Ab Sonntag werde der gesamte Busverkehr an den Grenzen des Stadtgebiets eingestellt, berichtete die staatliche Zeitung „People’s Daily“ am Samstag. Es dürften keine Busse mehr in die Stadt oder aus der Stadt fahren. Grund dafür sei die Prävention einer Epidemie.

13.40 Uhr: Wuhan baut zweite Virus-Klinik im Eilbetrieb

Angesichts der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus soll in der zentralchinesischen Stadt Wuhan eine weitere Klinik für infizierte Patienten entstehen. Wie die staatliche Zeitung „People’s Daily“ am Samstag berichtete, planen die Behörden den Bau eines Krankenhauses mit 1300 Betten binnen 14 Tagen. Dies ist bereits die zweite Klinik, die extra für das Virus errichtet werden soll. Zuvor hatten die Behörden angekündigt, dass am 3. Februar  in Wuhan ein erstes auf die Epidemie spezialisiertes Krankenhaus mit tausend Betten in Betrieb gehen soll.

12.36 Uhr: 50 Verdachtsfälle in 22 Bundesstaaten der USA

In den USA ist ein zweiter Fall der neuen Lungenkrankheit aus China aufgetreten. Es handele sich um eine Frau in Chicago, die vor kurzem aus der am stärksten betroffenen chinesischen Stadt Wuhan zurückgekehrt sei, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC mit. Zudem würden mehr als 50 Verdachtsfälle in 22 verschiedenen Bundesstaaten beobachtet.

12.30 Uhr:  Britische Experten suchen 2000 Fluggäste aus China

Im Kampf gegen das Coronavirus wollen Gesundheitsexperten in Großbritannien etwa 2000 Fluggäste aus China aufspüren. Gesucht werden Reisende aus der zentralchinesischen Millionen-Stadt Wuhan, die in den vergangenen zwei Wochen ins Vereinigte Königreich geflogen sind. Mediziner halten es für wahrscheinlich, dass sich schon Infizierte bereits in Großbritannien aufhalten.

10:00 Uhr: Aktuelle Zahlen aus China

Laut offiziellen Meldungen sind in China 1.330 Krankheitsfälle gemeldet, außerhalb Chinas 21, Todesfälle in China: 41

8:00 Uhr: China riegelt fünf weitere Städte ab

Die chinesischen Behörden haben landesweite Maßnahmen für Züge, Flugzeuge und Busse angeordnet. Wie die nationale Gesundheitsbehörde am Samstag mitteilte, werden im gesamten öffentlichen Verkehr Messstationen eingerichtet. Passagiere mit Verdacht auf eine Infektion müssten „sofort“ in eine medizinische Einrichtung gebracht werden.

Fünf weitere Städte in der Provinz Hubei wurden am Samstag zudem von der Außenwelt abgeriegelt. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurde in den Städten der öffentliche Verkehr ausgesetzt und der Zugang zu den Autobahnen gesperrt. Damit wurden nun insgesamt 18 Städte im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Virus isoliert. De facto stehen damit 56 Millionen Menschen unter Quarantäne.

Auch aus anderen Ländern wurden einzelne Fälle gemeldet, darunter Thailand, Japan, Südkorea, Taiwan, Vietnam, die USA und auch Frankreich.

Freitag: 24.1.

23:49 Uhr: Dritter Fall in Frankreich bestätigt

In Frankreich ist eine dritte Infektion mit dem aus China stammenden neuen Coronavirus bestätigt worden. Es handele sich dabei um einen nahen Verwandten einer der beiden anderen Fälle, teilte das Gesundheitsministerium am späten Abend mit. Alle drei Patienten hätten sich zuvor in China aufgehalten. Zurzeit werde geprüft, mit wem sie noch in Kontakt gewesen sein könnten.

20:39 Uhr: Zwei Fälle in Frankreich bestätigt

Erstmals sind Fälle des Coronavirus aus China auch in Europa bestätigt worden. In Frankreich seien zwei Verdachtsfälle „bestätigt“ worden, sagte die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Freitag bei einer Pressekonferenz in Paris. Einer der beiden Patienten wird demnach in einem Krankenhaus in Bordeaux behandelt, der andere in Paris.

19:22 Uhr: Ein Erkrankter in Nepal, zweiter in den USA, neuer Verdachtsfall in Frankreich

In 13 chinesische Städten wurde der öffentliche Verkehr ausgesetzt, mehr als 41 Millionen Einwohner sind de facto unter Quarantäne. Der zweite Fall in den USA wurde bestätigt. Erster Fall in Nepal, ein 32 Jahre alter Student. Medizinisches Personal am Londoner Flughafen Heathrow eingesetzt, für 14 Verdachtsfälle konnte dort indes Entwarnung gegeben werden. Im französischen Bordeaux wurde ein Patient mit Verdacht auf das Virus ins Krankenhaus eingeliefert. Nach Berechnungen französischer Forscher zufolge liegt die Wahrscheinlichkeit, dass das Virus auch Europa erreicht, bei 33 zu 70 Prozent.

14:00 Uhr: Verdachtsfälle in Frankreich und Schottland

Wie BBC berichtet gibt es aktuell vier Verdachtsfälle in Schottland, die Symptome einer möglichen Coronavirus-Erkrankung aufweisen. Die Betroffenen waren innerhalb der letzten zwei Wochen im chinesischen Wuhan, wo der Virus ausbrach. Dieser Zeitraum entspricht der Inkubationszeit des Virus. Die Patienten befinden sich aktuell in Krankenhäusern in Edinburgh und Glasgow und werden auf die Lungenkrankheit getestet.

Auch in Frankreich hat es am Donnerstag auch einen Verdachtsfall gegeben. Heute hieß es, die Person muss nicht mehr untersucht werden, da kein Verdacht mehr besteht.

Unterdessen hat die französische Fluggesellschaft Air France aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des neuen Coronavirus vorerst alle Direktverbindungen von und nach Wuhan gestrichen. Die Airline halte sich damit an von Behörden wie der Weltgesundheitsorganisation empfohlene Maßnahmen, teilte Air France mit. Die Fluggesellschaft verfolge die Situation zum Schutz der Fluggäste und Mitarbeiter genau.

12:20 Uhr: China schließt Teile der Chinesischen Mauer

Die Schutzvorkehrungen gegen das Coronavirus in China treffen nun auch ein Symbol der Stärke des Landes: Teile der Chinesischen Mauer werden geschlossen. Auch die Ming-Gräber und die Yinshan-Pagode blieben ab Samstag vorsichtshalber geschlossen, erklärte die für die Verwaltung dieser historischen Stätten zuständige Behörde am Freitag. Das Stadion der Olympischen Spiele 2008 in Peking ist seit Freitag nicht mehr zugänglich.

11.18 Uhr: Disneyland Shanghai bleibt im Kampf gegen Virus ab Samstag vorerst geschlossen

Aufgrund der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus bleibt das Disneyland in Shanghai ab Samstag vorerst geschlossen. Die Entscheidung sei zum Schutz des Personals und der Besucher getroffen worden, teilte der Vergnügungspark am Freitag mit. Am Wochenende beginnen einwöchige Ferien zum chinesischen Neujahr, und Disneyland hatte besondere Spektakel geplant. Alle Besucher, die bereits gebucht haben, würden entschädigt, erklärte der Park auf seiner Website.

9:50 Uhr: China ruft Gesundheits-Notstand in zehn Provinzen und Städten aus

Die Lungenkrankheit ist in Wuhan äußerst schwerwiegend. Bisher haben zehn Provinzen und Städte in Hubei, Peking, Shanghai, Guangdong, Hunan, Zhejiang, Tianjin, Anhui, Chongqing und Changsha einen Gesundheits-Notstand ausgerufen.

Die Krankheitsfälle werden in vier Kategorien unterteilt: besonders auffällig (Stufe I), schwerwiegend (Stufe II), äußerst schwerwiegend (Stufe III) und allgemein (Stufe IV).

In der Provinz Hubei wurden inklusive Wuhan 15 Städte komplett abgeriegelt.

Wegen der Situation in China haben wir den chronologischen Ablauf ab 24. Januar in einen Newsticker umgwandelt.

23. Januar: Die Stadt Wuhan stellt den öffentlichen Nahverkehr ein. Zudem wurden Flughafen und Bahnhöfe ab Donnerstagmorgen geschlossen. Damit soll die Ausbreitung von 2019-nCoV eingedämmt werden. Die Sperre ist „bis auf Weiteres“ in Kraft. Gegen Mittag wird angekündigt weitere Städte unter Quarantäne zu Stellen, darunter Huanggang, Ezhou und Chibi, alle in der Provinz Hubei. Davon hat Chibi mit 120 Kilometern die größte Distanz zu Wuhan. Die offizielle Zahl der Infizierten ist inzwischen auf mindestens 620 gestiegen, die Abriegelungen erfolgen bis 12 Uhr Mitternacht. Am Abend folgte die Meldung auch die Stadt Xiantao sei geschlossen worden. Der Verkehr dort sei untersagt. Damit legt der Coronavirus nun die fünfte Stadt in China lahm. Die Gesundheitsbehörde der nördlichen Provinz Hebei, die an die Hauptstadt Peking angrenzt, vermeldete am Donnerstag den Tod eines 80-jährigen Mannes, der sich mit dem Erreger infiziert hatte. Er starb demnach bereits am Mittwoch.

22. Januar: Das Notfallkomitee hat die Krisensitzung verlängert, bei der es um die mögliche Ausrufung eines internationalen Gesundheitsnotstands geht. Die Sitzung findet inmitten eines signifikanten Anstiegs der bestätigten Fälle von mit 2019-nCoV infizierten Personen statt.

21. Januar: Die WHO bestätigt die Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch. Der WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus hat ein Notfallkomitee einberufen, um zu entscheiden, ob es sich um einen öffentlichen Gesundheitsnotstand von internationaler Bedeutung handelt.

20. Januar: Südkorea bestätigt den ersten Fall von 2019-nCoV. Der Patient berichtete nicht über den Besuch von Tiermärkten im chinesischen Wuhan.

18. und 19. Januar: Die chinesischen Behörden berichten von einem Anstieg der 2019-nCoV-Fälle, darunter erste bestätigte Fälle in Shenzhen (1 Fall) und Peking (2 Fälle) und einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus.

17. Januar: Thailand bestätigt den zweiten ausländischen Fall von 2019-nCoV im Land, womit sich die Gesamtzahl der aus China ausgehenden Fälle auf drei erhöht.

16. Januar:  Japan meldet einen weiteren ausländischen Fall von 2019-nCoV. Der chinesische Staatsbürger, ein Mann Mitte 30, berichtete ebenfalls nicht über einen Besuch des Fischmarktes von Huanan.

15. Januar: China meldet den zweiten Todesfall im Zusammenhang mit 2019-nCoV. Bei dem Patienten handelt es sich um einen 69-jährigen Mann mit schwerer Myokarditis, abnormaler Nierenfunktion und schweren Schäden an mehreren Organfunktionen.

13. Januar: Thailand meldet den ersten ausländischen Fall von 2019-nCoV. Die Patientin, eine 61-jährige Frau aus Wuhan, meldete keinen Besuch des Fischmarktes von Huanan.

12. Januar: China teilt die genetische Sequenz des neuartigen Coronavirus und hilft den Ländern bei der Prüfung und Rückverfolgung potenziell infizierter Personen.

9. Januar: China meldet den ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem neuen Coronavirus, 2019-nCoV. Ein 61-jähriger Mann wurde mit mehreren Erkrankungen in ein Krankenhaus in Wuhan eingeliefert. Abgesehen von Atemversagen und schwerer Lungenentzündung litt der Patient auch an Unterleibstumoren und chronischen Lebererkrankungen.

7. Januar: China identifiziert ein neues Coronavirus als Ursache des Ausbruchs. Coronaviren sind eine große Familie von Viren, die in unterschiedlichem Ausmaß Krankheiten verursachen können, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu schweren tödlichen Erkrankungen. Gewöhnlich kommen sie bei Tieren vor, einige Arten des Virus können auch Menschen infizieren und von Mensch zu Mensch übertragen werden. Sowohl SARS (Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom) als auch MERS (Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus, zu Deutsch: Respiratorisches Syndrom aus dem Nahen Osten) werden durch ein Coronavirus verursacht.

3. Januar: China meldet insgesamt 44 mutmaßliche Patienten mit der mysteriösen Krankheit.

1. Januar: Beamte schließen den Fischmarkt von Huanan, der als Quelle der mysteriösen Krankheit vermutet wird, da einige der Patienten, die wegen der lungenentzündlichen Krankheit behandelt wurden, Händler oder Verkäufer auf dem Markt waren.

31. Dezember 2019: Die chinesischen Behörden informieren das Büro der WHO in China über Fälle von Lungenentzündung in Wuhan Stadt (Provinz Hubei, China) mit unbekannter Ursache.

Der chronologische Ablauf ursprünglich auf Basis von Devex, einer unabhängigen Medienplattform erstellt, die Fachleute aus den Bereichen Entwicklung, Gesundheit, humanitäre Hilfe verbindet und vernetzt. (sza/afp/dpa/dts/so/sk)

Anmerkung der Redaktion: Die Zahlen über Todesfälle und Infizierte durch den Corona-Virus in China haben wir in unseren Artikeln gelöscht, da wir davon ausgehen müssen, dass die gemeldeten Zahlen der staatlichen chinesischen Behörde nicht stimmen. Wir bemühen uns, die tatsächlichen Zahlen herauszufinden. 
Quelle: https://www.epochtimes.de/china/coronavirus-newsticker-epedemie-erreicht-europa-faelle-in-frankreich-a3133052.html