Foto: Stringer/dpa

China: Bergbau-Milliardär Liu Han hingerichtet – Netz um Ex-Parteichef wird enger

Von 9. Februar 2015 Aktualisiert: 9. Februar 2015 16:56

Eine ominöse Hinrichtung schockiert gerade die chinesische Gesellschaft: Liu Han, milliardenschwerer Chef des privaten Bergbau-Konzerns Hanlong, Provinz Sichuan wurde am Montag zusammen mit seinem Bruder und drei weiteren Personen hingerichtet. Kurz zuvor wurde ihnen ein letztes Treffen mit engen Verwandten genehmigt. Das teilte jetzt das Gericht in Xianning, Hubei mit. Die Anklage und Verurteilung vom Mai 2014 berief sich dabei auf mehrfachen Mord, Leitung einer mafiösen Vereinigung und damit organisiertem Verbrechen, Körperverletzung, Freiheitsberaubung, Erpressung und illegalem Waffenbesitz. Er und sein Bruder Liu Wei hätten mit ihrer Verbrecherbande in einem Zeitraum von 20 Jahren acht Menschen grausam ermordet und zahlreiche andere Personen verletzt. Dabei seien sie von Staatsbeamten gedeckt worden. Insgesamt wurden neben den Brüdern damals 34 weitere Personen angeklagt.

Signal an Stasi-Chef Zhou

Liu Han wurde mit Urteil vom 23. Mai 2014 zum Tode verurteilt. Mit der Veröffentlichung des Urteils wurde als Warnsignal für seinen Beschützer gedeutet. Xia Xiaoqiang, ein chinesischer Politkommentator im Ausland sagte zum Urteil: "Die Todesstrafe für Liu Han sendet ein Signal an Zhou Yongkang und an die Öffentlichkeit, das Zhou auch eine Todesstrafe droht."

Wie die chinesischen Medien jetzt berichteten, soll der Bergbau-Milliardär in Sichuan Geschäfte mit dem derzeit inhaftierten Sohn des entmachteten Stasi-Chefs Zhou Yongkang gemacht haben. Zhou ist das bisher ranghöchste KP-Mitglied, das durch die sogenannte Anti-Korruptionskampagne der Regierung zu Fall kam. Er war u.a. von 1999 – 2002 Parteichef der Provinz Sichuan, wurde danach aber als Polizeichef nach Peking befördert. Vor seiner Entmachtung war er u.a. Mitglied des ständigen Ausschusses des Zentralen Politbüros der KP. Jetzt steht ihm möglicherweise die Todesstrafe bevor [HIER].

Mitglieder der Jiang-Clique im Netz gefangen

In vielen staatlichen Konzernen sind die Führungsposten, Macht und Geld noch immer von der sogenannten Jiang-Clique um den ehemaligen Staatschef Jiang Zemin kontrolliert. Die Anti-Korruptionkampagne der jetzigen Regierung dient u.a. auch dazu, dieser kriminellen Gruppe den finanziellen Hahn abzudrehen. Riesige Mengen als Staatsgeldern verschwanden in dunklen Kanälen zur privaten Bereicherung, für Machtpoker, Korruption, Bestechung und zur Finanzierung der Falun Gong-Verfolgung in China. Jiang Zemin hatte diese als persönlichen Rachefeldzug im Jahre 1999 ins Leben gerufen. Ebendieser Jiang Zemin war auch einer der Hauptverantwortlichen für das Studentenmassaker 1989 auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking. Kurz darauf wurde er Staatschef von China und Zhou Yongkang, sein Handlanger, folgte in seinem Schatten.


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