Lockdown in chinesischer Metropole: Anwohner tauschen iPhones gegen Reis

Von 7. Januar 2022 Aktualisiert: 7. Januar 2022 8:54

Einwohner der chinesischen Metropole Xi’an haben begonnen, Gegenstände gegen Lebensmittel zu tauschen. Aufgrund der strengen Pandemie-Beschränkungen ist es für die Einwohner schwierig, Grundnahrungsmittel zu kaufen.

Seit zwei Wochen gilt in der nordwest-chinesischen Stadt Xi’an eine Ausgangssperre. Anfangs durfte eine Person pro Haushalt alle zwei Tage nach draußen, um Lebensmittel zu kaufen. Doch nach einer Woche haben die Behörden die Regeln verschärft und selbst diese kurzen, zweckmäßigen Ausflüge außer Haus verboten.

Die Maßnahme soll verhindern, dass sich COVID-19 weiter ausbreitet. Die Stadt mit einer Gesamtbevölkerung von fast 13 Millionen Einwohnern ist inzwischen zum Corona-Hotspot geworden.

Örtliche Behörden haben versprochen, Lebensmittel und andere lebenswichtige Güter zu liefern, solange die Stadt komplett geschlossen ist. Einige Einwohner beschweren sich jedoch in sozialen Medien über den Mangel an Lebensmitteln und den unzureichenden Service der Behörden.

Um damit auszukommen, haben einige mit Tauschgeschäften begonnen.

In einem Video ist zu sehen, wie eine Person mit ihrem Nachbarn tauscht – einen Sack Reis für ein iPhone und ein iPad.

Ein Kommentar zu dem Video lautet:

„Wenn ich es wäre, würde ich den Reis nicht zum Tausch anbieten.“

Ein anderes Video zeigt einen Mann, der zwei Schachteln Zigaretten gegen einen Kohlkopf eintauscht.

Sehr zur Freude des Mannes, bekommt er als Bonus noch eine Tomate und eine Karotte.

Ein im Internet gepostetes Foto zeigt, was die Behörden den Bewohnern zukommen lassen.

Dieses Gemüse soll einen Haushalt zwei Tage lang ernähren.

Ein anderes Bild zeigt Beamte, die ein Transparent halten, hinter dem sich Lebensmittelpakete stapeln. Nach Angaben der Person, die das Foto gemacht hat, haben sich die Beamten extra für das Foto versammelt, sind aber kurz darauf wieder gegangen und haben die Lebensmittel mitgenommen.

Die Situation scheint auch über Lebensmittel hinauszugehen.

Ein Video hat im Internet Besorgnis ausgelöst: Es zeigt eine weinende Frau in Zwangsquarantäne, die um Damenhygieneartikel bettelt.

„Ich habe meine Periode, aber ich kriege keine Damenbinden. Ich habe die Hotline der Stadtverwaltung angerufen, aber niemand kümmert sich darum. Ich habe sogar die Polizei angerufen, aber niemand ist gekommen.“



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