Ein Mann wird in Peking für einen Corona-Massentest abgetupft. Das Virus grassiert weiter in Teilen Chinas.
Ein Mann wird in Peking für einen Corona-Massentest abgetupft. Das Virus grassiert weiter in Teilen Chinas.Foto: Ng Han Guan/AP/dpa

Peking: Tausende Menschen trotz negativer Corona-Tests in Quarantäne

Epoch Times21. Mai 2022 Aktualisiert: 21. Mai 2022 17:54

In Peking sind tausende Menschen trotz negativer Corona-Tests in Quarantäne-Zentren gebracht worden. Mehr als 13.000 Anwohner der Siedlung Nanxinyuan im Südosten der chinesischen Hauptstadt mussten in der Nacht zum Samstag ihre Wohnungen verlassen, wie aus Fotos und einer Mitteilung der Regierungsbehörden hervorging, die in Online-Netzwerken verbreitet wurden. Sie wurden demnach in Bussen zu Quarantäne-Zentren gefahren.

Grund für die Maßnahme waren demnach 26 festgestellte Neuansteckungen. Behörden des Pekinger Stadtbezirks Chaoyang teilten am Freitag mit, die Quarantäne werde für alle Bewohner von Nanxinyuan von „Mitternacht des 21. Mai an für sieben Tage“ angeordnet. Weiter hieß es: „Bitte kooperieren Sie. Andernfalls werden sie die rechtlichen Konsequenzen tragen.“

Nach der offiziellen Angaben haben sich seit Ende April in Peking mehr als 1300 Menschen mit der Omikron-Variante des Coronavirus infiziert. Restaurants, Schulen und Touristenattraktionen wurden auf unbestimmte Zeit geschlossen. Der öffentliche Nahverkehr ist drastisch eingeschränkt, in vielen Stadtbezirken wird Arbeit im Home-Office angeordnet.

Angesichts der Quarantäne-Anordnung in Nanxinyuan äußerten Nutzer im Online-Netzwerk Weibo die Befürchtung, dass die Corona-Maßnahmen in der Hauptstadt ähnlich verschärft werden wie in der Wirtschaftsmetropole Shanghai. Dort waren im April tausende Menschen in teilweise hunderte Kilometer entfernte Quarantäne-Zentren verbracht worden.

China erlebt seit Wochen den schlimmsten Corona-Ausbruch seit Beginn der Pandemie. Das Land hatte von Beginn der Pandemie an auf rigorose Restriktionen gesetzt. China setzt auch weiterhin auf eine strikte Null-COVID-Politik und unterscheidet sich damit von vielen anderen Ländern. (afp/mf)



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