Die Geschäfte in Hongkong für den Verkauf von „verbotenen Büchern“ boomen.Foto: MIKE CLARKE/AFP/Getty Images

China: Verbotene Bücher sind begehrte Geschenke für Beamte

Epoch Times25. Mai 2013 Aktualisiert: 25. Mai 2013 12:17

 

Wie geht es China wirklich? Mit dieser Frage beschäftigen sich offenbar nicht nur kritische Beobachter weltweit sondern auch viele Beamte der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh). Nach Berichten der chinesischsprachigen Epoch Times, Dajiyuan, boomen die Geschäfte in Hongkong für den Verkauf von „verbotenen Büchern“. Die meisten Kunden seien Beamte. Sie kaufen nicht nur für den Eigenbedarf, die Bücher seien auch begehrte Geschenke für ihre wissbegierigen Kollegen. Eines der beliebtesten Bücher zurzeit sei „Der totale Kollaps im Jahr 2014″.

Dajiyuan zitierte eine Meldung der New York Times, in der ein Kunde aus China interviewt wurde. Dieser Kunde habe erklärt, dass die Chinesen in vielen Dingen betrogen worden seien. Er habe ein Buch über die große Hungersnot Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre gezeigt. Die Hungersnot wurde in China von der KPCh mit Naturkatastrophen begründet und dabei wurde die Partei als Retter der Nation dargestellt. Tatsache ist jedoch, die Hungersnot ist aufgrund der Willkür der Partei entstanden. Dieser Kunde habe gesagt, dass die Chinesen die Wahrheit in China nicht erfahren können und dass Gut und Böse oft durch die Propaganda der Partei verdreht werden.

Die Beamten aus China haben anscheinend besonders großes Interesse an den verbotenen Büchern. Deng Ziqiang, Besitzer eines solchen Ladens habe gegenüber Dajiyuan erklärt, dass 99 Prozent aller Kunden aus Festlandchina kommen. Zu seinen Kunden zählen möglicherweise sogar hochrangige Beamte und Geheimdienstleute der KPCh, die in Hongkong Informationen sammeln. Die New York Times soll auch berichtet haben, dass viele Leser der verbotenen Bücher Beamte der KPCh seien. Heutzutage seien in China teure Spirituosen oder Zigaretten als Geschenk nicht mehr im Trend. Durch ein verbotenes Buch könne ein Beamter seinem Vorgesetzten eine richtige Freude machen.

Möglicherweise spielt die politische Unsicherheit beim Geschäft mit verbotenen Büchern eine wichtige Rolle. Der Buchladenbesitzer Deng Ziqiang habe gegenüber Dajiyuan erklärt, dass sich sein Geschäft in politisch brisanten Zeiten wie beispielsweise nach der Aufdeckung des Skandals um den entmachteten Spitzenpolitiker Bo Xilai oder zum 18. Parteitag im letzten Jahr noch einmal verbessert habe.

Die New York Times soll erklärt haben, dass zurzeit das Buch „Der totales Kollaps im Jahr 2014″ besonders beliebt sei. In dem Buch soll nach Internetinformationen unter anderem in schrecklichen Szenarien beschrieben sein, wie China im Jahr 2014 während einem totalen Kollaps aussehe. Deng Ziqiang soll erklärt haben, dass er am Vortag noch eine telefonische Bestellung über 20 Exemplare erhalten habe. Der Anruf sei vermutlich aus Festlandchina gekommen. Einige Kunden haben großes Vertrauen in solche Bücher. (yh)

Artikel auf der Webseite von Dajiyuan: 纽时:中共官员香港买“禁书“送同僚

 


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