Bei der Verfolgung von Falun Gong wurde auch Organraub verübt.Foto: AFP/AFP/Getty Images

Medien in China berichten: Militärkrankenhaus am Organhandel beteiligt

Von 17. April 2013 Aktualisiert: 17. April 2013 16:37

 

Nachdem Medien in China vor kurzem unerwartet über unmenschliche Folter in einem Arbeitslager berichtet haben, hat die Webseite caijing.com.cn am 15. April einen Artikel über illegalen Organhandel in China veröffentlicht. Diese Webseite hat klargestellt, dass ein Militärkrankenhaus und ein regionales Gericht in den illegalen Organhandel verwickelt seien.

Nach Berichten der chinesischsprachigen Epoch Times, Dajiyuan, handele es sich bei dem Artikel um die Fortsetzung eines Berichts von September 2012 über den Handel mit 51 Nieren. Im aktuellen Artikel habe die Webseite erklärt, dass es in China eine „Produktionskette“ für Organhandel gebe, an der Krankenhäuser, Gerichte, Vermittler, Organquellen und Kunden beteiligt seien. Im Artikel sei außerdem erklärt worden, dass das Militärkrankenhaus 304 und ein regionales Gericht am Organhandel beteiligt seien. Allerdings seien sie nicht deswegen angeklagt worden.

Dajiyuan merkte weiter an, dass der ehemalige Vize-Minister des Gesundheitsministeriums, Huang Jiefu, ebenfalls im Artikel erwähnt worden sei. Huang sei als Verantwortlicher für den Bereich Organtransplantation vorgestellt worden und er habe ein umfassendes Wissen über den derzeitigen Stand des Organhandels in China.

Dieser Artikel hat großen Wirbel im Internet in China erzeugt. Dajiyuan zitierte mehrere Kommentare aus dem Internet, in denen die Menschen ihre Empörung über den illegalen Organhandel ausdrücken. Allerdings sind die im Artikel berichteten Fakten nur die Spitze des Eisbergs. Nach Erklärung von Dajiyuan sei die Anzahl der Organtransplantation in China nach Beginn der Verfolgung von Falun Gong im Jahr 1999 explosionsartig angestiegen. Falun Gong ist eine friedliche Kultivierungsschule, die nach inoffizieller Statistik zu Beginn der Verfolgung 100 Millionen Praktizierende hatte. Nach Einschätzung von Kilgour und Matas sei die Herkunft der Organe von 41.500 Organtransplantationen in China zwischen 2000 und 2005 nicht zu erklären.

Die ungewöhnliche große Anzahl von Organtransplantationen in China hängt eng mit der Verfolgung von Falun Gong zusammen. Während der Verfolgung wurde neben massiven Menschenrechtsverletzungen wie Demütigung und Folter sogar Organraub verübt. Nach inoffizieller Einschätzung habe mehrere Millionen Praktizierende ihr Leben infolge der Verfolgung verloren. Diese Verfolgung dauert bis heute an.

Nach Erklärung von Dajiyuan seien der ehemaligen Parteichef Jiang Zemin, der entmachtete Spitzenpolitiker Bo Xilai und einige weitere hochrangige Beamte der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) die Hauptverantwortlichen für diese Verfolgung. Bis heute gilt dieses Thema immer noch als Tabu in China. Viele relevante Suchbegriffe sind im Internet streng zensiert.

Original-Artikel auf Chinesisch: 马三家酷刑黑幕发酵 304军医院及法院器官案曝光

 


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