Überlebende eines chinesischen Arbeitslagers: „Sozialismus verspricht den Himmel und gibt die Hölle“

Von 23. September 2020 Aktualisiert: 1. Oktober 2020 12:08
Durch Menschen verursachter Hungersnöte, Gedankenpolizei, totale Überwachung, erzwungene Abtreibung und Sterilisation, erzwungene Organentnahme - und mittels vieler weiterer Verbrechen gegen die Menschlichkeit - wird das chinesische Volk seit mehr als 70 Jahren brutal misshandelt.

Am 15. September begingen demokratisch regierte Länder den Internationalen Tag der Demokratie. Für viele ist es ein Tag zum Feiern. Die Menschen erinnern sich an diesem Tag bewusst daran, dass sie in einer Demokratie Redefreiheit, Religionsfreiheit und Rechtsstaatlichkeit haben.

Nichtsdestotrotz wird der Sozialismus in zahlreichen Ländern – auch in der freien Welt – noch immer als Ideal hochgehalten. Jennifer Zeng, eine Überlebende eines chinesischen Arbeitslagers, sprach am Tag der Demokratie mit der Webseite „Lifesite-News“ über das wahre Gesicht des Sozialismus.

Brutaler Sozialismus

Im Zuge der „Ein-Kind-Politik“ der Kommunistischen Partei Chinas (KPC) verlor Jennifer ihr zweites Kind. Ihr Ungeborenes wurde von den KP-Behörden gewaltsam abgetrieben.

Dann begann Jennifer Zeng Falun Gong, auch bekannt als Falun Dafa, zu praktizieren und wurde brutal verfolgt. Falun Gong ist ein spiritueller Kultivierungsweg, der auf den Grundsätzen Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht basiert. 1992 wurde Falun Gong einer breiten Öffentlichkeit in China kostenlos zur Verfügung gestellt. Bis 1999 praktizierten Schätzungen zufolge rund 100 Millionen Chinesen den buddhistischen Weg. Im Juli 1999 ordnete der damalige Staatschef und Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas, Jiang Zemin, eine Kampagne zur „Auslöschung“ von Falun Gong an. Jiang fürchtete die Beliebtheit der Praxis und die Wirkung der traditionellen moralischen Lehre auf das chinesische Volk.

Auch Jennifer war davon betroffen. Mitten in der Nacht brachen KP-Beamte in ihr Haus ein und verhafteten sie. Als Jennifer fragte, was sie verbrochen hätte, antwortete ein Polizeibeamter: Sie werde „wegen ihrer Gedanken“ festgenommen, berichtete sie der Webseite.

Schließlich schaffte es Jennifer in die USA zu fliehen.

Während einer Veranstaltung der „Tea Party“ im Herbst letzten Jahres, sagte Jennifer, dass sie wegen ihrer religiösen Überzeugungen in einem Arbeitslager inhaftiert und brutal gefoltert wurde. Sie erzählte, wie sie und andere unschuldig Inhaftierte 15 Stunden lang in der prallen Sonne hocken mussten – die Hände auf dem Hinterkopf und auf die Füße schauend. „Jeder, der ohnmächtig wurde, wurde mit elektrischen Schlagstöcken gefoltert, bis er von den Elektrostößen wieder wach wurde“, so Jennifer.

„Jeder Tag war ein Kampf zwischen Leben und Tod“

Jennifer hat den Sozialismus mit „chinesischen Merkmalen des Kommunismus“, wie das System in China genannt wird, überlebt. Doch sie sagte auch: „Jeder Tag war ein Kampf zwischen Leben und Tod“. Sie erzählte, wie sie und andere Inhaftierte Sklavenarbeit verrichten mussten. Die Häftlinge hätten in Lagern zur Herstellung von Produkten unter menschenunwürdigen Bedingungen schuften müssen. Die Waren wurden dann in die ganze Welt verkauft. Auch Bluttests seien an ihr und ihren Mitgefangenen durchgeführt worden – die Ergebnisse wurden in einer Organspende-Datenbank gespeichert.

Dass in China unschuldige Menschen getötet wurden, um ihre Organe für Transplantationen zu rauben und für viel Geld auch an westliche Organpatienten zu verkaufen, wurde von internationalen Ermittlern bereits nachgewiesen.

Jennifer erklärte, warum der Sozialismus keine gute Idee ist. Viele Politiker im Westen würden den Sozialismus als etwas Gutes darstellen. Und viele junge Menschen würden dem folgen. Das sehe sie auch in Amerika, wo sie seit ihrer Flucht aus China lebt.

Doch, so sagte sie, der wahre Sozialismus ist nicht so „süß“ wie er dargestellt wird: „Die Kommunistische Partei Chinas (KPC) kontrolliert alles. Und weil sie alles kontrolliert, kann sie alle Regeln bestimmen. Sie kann den Menschen ihre Freiheit, ihr Eigentum und ihre Würde nehmen und sie nach Belieben verfolgen“ betonte Jennifer.

Seit 70 Jahren ist die KP in China an der Macht. Seitdem habe sie „mehr als die Hälfte der Bürger verfolgt. Über 80 Millionen Menschen sind eines unnatürlichen Todes gestorben.“ Auch sie und ihre Familie sind verfolgt worden, berichtete Jennifer. Das Arbeitslager, in dem sie zu Unrecht inhaftiert wurde, „fühlte sich an wie die Hölle“.

Jennifer sagte: „Der Sozialismus verspricht den Himmel auf Erden, aber es endet immer mit einem Ticket in die Hölle“.

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