Fahndung nach flüchtigem Macheten-Mann nach Netto-Überfall in Freiberg

Epoch Times15. September 2015 Aktualisiert: 15. September 2015 22:56
Nun droht den beiden Tätern eine Heimverlegung. Das hört sich wie ein Witz an, ist es aber nicht. Polizeilicher Schmusekurs mit bewaffneten Asyl-Bewerbern.

Erst wurden am Freitag die beiden Asylbewerber beim Ladendiebstahl erwischt, dann griffen sie die Markt-Mitarbeiter an. Sie entkamen zunächst unerkannt. Doch die beiden Männer kehrten mit einer Machete und Pfefferspray bewaffnet zurück und bedrohten das Personal erneut.

Warnschuss der Polizei – Mann mit Machete auf der Flucht

Als die Polizei kam, konnte einer der Täter entkommen, der andere ein 27-jähriger Libyer wurde festgenommen. MoPo24 zitiert einen der Polizisten: "Während sich einer der Tatverdächtigen ohne Widerstand festnehmen ließ, ging der andere, von dem sie ausgehen mussten, dass er die Machete bei sich führt, auf den Polizeibeamten zu. Der Beamte gab daraufhin einen Warnschuss in die Luft ab. Der Tatverdächtige bewarf die Polizisten mit Steinen und flüchtete." Die Fahndung wurde eingeleitet.

Verhafteter Libyer wird freigelassen und kommt wieder

Der verhaftete Mann wurde nach Aufnahme der Personalien noch am Freitag wieder laufen gelassen. Doch kaum auf freiem Fuß, kam der 27-Jährige am Samstag wieder in den Netto-Markt zurück. Als ihm daraufhin Hausverbot ausgesprochen wurde, verließ er unter Drohgebärden den Laden. Auf dem Parkplatz fuchtelte er mit einem Messer herum und flüchtete. Der Markt wurde gegen 13 Uhr vorzeitig geschlossen, ein geplantes Kinderfest abgesagt.

Um die Lage zu entspannen, sollen nun die beiden Asylbewerber in ein anderes Heim umgesiedelt werden. Eine solche Verlegung sei durchaus üblich, so der Pressesprecher der Landesdirektion Dr. Holm Felber zur MoPo24. Ansonsten herrscht Schweigen. Holm Felber: "Aussagen zu konkreten Fällen und Personen werden aber nicht gemacht." Die Polizei habe auf Anfrage der "Freien Presse" bestätigt, dass es Hinweise auf die Identität des flüchtigen Asyl-Bewerbers gebe.

Freibergs Oberbürgermeister versteht die Welt nicht mehr

Freibergs OB Sven Krüger (SPD) schrieb dazu auf Facebook und bestätigte dies auch der "Freien Presse": "Mir fehlen die Worte, und vor allem habe ich kein Verständnis für unsere Justiz, die den Täter, der bereits gestern Angestellte und Polizei bedroht hat, nicht in Haft behielt. So werden wir unsere Bürgerinnen und Bürger nicht schützen und die Arbeit der Polizei verpufft." Die Polizei nahm dazu keine Stellung, sondern verwies auf die Staatsanwaltschaft. Auf den flüchtigen Mann mit der Machete angesprochen, sagte der Polizeisprecher: "Wir wissen, um wen es sich handeln soll" und nehme die Sache sehr ernst.

Weitere Übergriffe von Asyl-Bewerbern, die Polizei macht nichts

Der Filial-Leiter des benachbarten Norma-Marktes Andreas Winkler berichtete, dass in der vergangenen Woche eine Mitarbeiterin geschlagen worden sei, als sie einen Streit an der Kasse schlichten wollte: "Wir werden angespuckt und beschimpft", so die 55-Jährige. Es gebe auch aufgerissene Packungen und Diebstähle. Die Täter kämen immer wieder und die Polizei mache nichts. Winkler engagierte daraufhin einen Sicherheitsdienst.  (sm)

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