Grundschulkinder sollte man mit Sex-Themen in Ruhe lassen, findet Guido Wolf. Damit macht er das Thema Frühsexualisierung zum Wahlkampf-Thema in Baden-Württemberg.Foto: Thomas Lohnes / Getty Images

Frühsexualisierung in BaWü: Darum will Guido Wolf (CDU) „Keine Sex-Themen für Grundschüler!“

Epoch Times2. August 2015 Aktualisiert: 2. August 2015 11:20
Macht er nur Wahlkampf oder meint er das ernst? Baden-Württembergs CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf hat sich in einem Bild-Interview als Gegner der Frühsexualisierung bekannt.

Guido Wolf von der CDU will bei der Landtagswahl im März 2016 den grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann ablösen, der in BaWü seit 2011 regiert und mit der SPD gerade dabei ist, schwäbischen Schulkindern einen Bildungsplan für „Sexuelle Vielfalt“ aufs Auge zu drücken.

Wolf äußerte nun scharfe Kritik am Sexualkundeunterricht in vielen Schulen, speziell an „’Sexkoffer‘ mit Spielzeug – und das schon in der Grundschule“. Das Thema müsse in den Lehrplänen deutlich begrenzt werden, findet er: „Sex muss nicht bei jeder Gelegenheit öffentlich diskutiert werden. Es ist eine Frage des Respekts voreinander, höchstpersönliche Dinge wie Sexualität wieder mehr ins Private zu verlagern.“

 „Eltern müssen mitentscheiden können, wann und wie mit ihrem Kind über dieses Thema geredet wird", so Wolf. Deshalb müsse man die Eltern stärker über den Lehrplan mitentscheiden lassen, um solche Entwicklungen zu verhindern.

Macht Wolf hier Wahlkampf oder meint er das ernst? 

Guido Wolf ist Spitzenkandidat der CDU in Baden-Württemberg.Guido Wolf ist Spitzenkandidat der CDU in Baden-Württemberg.Foto: Website Guido Wolf

So bigott ist Baden-Württembergs Bildungsplan

Das SPD-geführte Sozialministerium bereitet in BaWü derzeit einen ressortübergreifenden Aktionsplan zum Thema „Toleranz gegenüber sexueller Vielfalt“ vor, dessen exakte Formulierung im Herbst vorliegen soll. Gegen den Plan gab es im Frühjahr 2014 schon heftigen Widerstand aus dem Volk, weil Bürgerinitiativen und Kirchen fanden, dass darin der Lebensentwurf der klassischen Familie zu kurz käme. Eine Online-Petition dagegen erhielt 192.000 Stimmen. Deren Initiator, der Lehrer Gabriel Stängle, sagte laut FAZ: „Wir sind zu keinem Zeitpunkt ernst genommen worden, weder von der Landesregierung noch vom Petitionsausschuss.“

Wenn es um staatlich forcierte Sex-Themen im Schulunterricht geht, bemühen involvierte Politiker allenthalben die Worthülse „Toleranz“. So sagte der baden-württembergische Kultusminister Andreas Stoch (SPD) vor wenigen Tagen zur FAZ, dass „Gender Mainstreaming“ und damit die „Dekonstruktion von Wertestrukturen“ gerade NICHT die Grundlage des Bildungsplans sein dürfe! Eine „Frühsexualisierung“ der Kinder werde NICHT angestrebt, dies seien „Verleumdungen“ der Bildungsplangegner, Ziel sei doch lediglich, „Toleranz und Akzeptanz für sexuelle Vielfalt“ an den Schulen zu schaffen.

„Wir werden definitiv Bücher wie das von Frau Tuider nicht für den Einsatz in unseren Schulen empfehlen“, sagte Stoch der FAZ. (Gemeint ist „Sexualpädagogik weiter denken“, ein Buch das praktische Übungen empfiehlt, zum Beispiel, dass sich 10-jährige gegenseitig massieren, schon mal Stöhnen üben, oder 12-jährige über Analverkehr und ähnliches diskutieren.)

Bundesregierung längst auf dem Sex-Trip

Was Stochs Aussage verschleiert: Die Bundesregierung ist selbst schon voll auf dem Sex-Erziehungstrip, weil sie genau die Ideologie solcher Leute übernimmt wie der Kasseler Professorin Elisabeth Tuider oder ihrem Mentor Uwe Sielert, Professor für Pädagogik in Kiel. Diese sind Mitglieder, bzw. er der Leiter der „Gesellschaft für Sexualpädagogik“, jener Institution, die in Deutschland als einzige ein Siegel für Sexualpädagogen vergeben darf. Sielert war sogar mal ein Mitarbeiter der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung, die seine Ideologie mittlerweile in deutschen Kitas verbreitet.

Diese „dekonstruktivistische Sexualpädagogik" will die Beziehung zwischen Mann und Frau „entpolarisieren“ und findet, dass bereits Grundschüler ihre sexuelle Orientierung in Frage stellen sollten – also Gender-Mainstreaming in Reinform. Angestrebt wird ein Lebensmodell, in dem jeder mit jedem und in jedem Alter Sex haben oder sich als Familie proklamieren kann. Auch Beziehungen zu mehreren Personen zur gleichen Zeit und Gewalttätiges wie Sadomaso – kein Problem, wenn´s Spaß macht! Die Familie aus Mann und Frau soll nicht mehr als normal, sondern als altmodische Lebensform gelten. Von Liebe und Geborgenheit als Lebensziel spricht hier niemand mehr.

Ein Plan der Pädo-Lobby

Hinter dieser Ideologie des allseligmachenden und ohne weiteres möglichen Sex von jedem mit jedem steckt natürlich noch der Plan, die Generationen-Schranke aufzuweichen, was ein Traum der Pädophilen-Lobby ist. Denkt man den Gedanken zu Ende heißt das: Wenn man der Gesellschaft die Verwechslung von Liebe mit Sex und die allgemeine Enttabuisierung lang genug verklickert, findet sie zum Schluss auch Übergriffe von Erwachsenen auf Kindern ganz normal und nicht mehr strafbar.

Diese Ideologie der „sexuellen Vielfalt“ wird schon seit längerem von der Bundesregierung forciert. Weil die Bundeszentrale für Gesunheitliche Aufklärung mit Sex-Aposteln wie Sielert und damit der Pädophilen-Lobby zusammenarbeitet, beschert sie deutschen Kitas gerade Dinge wie die „Pimmelpuppe Lutz“ oder ominöse „Kuschelecken“.

Mainzer Kita, schon vergessen?

Falls in Zukunft dann häufiger was passiert, wie in jener Mainzer Kita, in der sich Kinder zwischen 3 und 6 Jahren über Wochen gegenseitig quälten – wird die Politik dann wieder sagen, das war ein Einzelfall und hat doch damit nichts zu tun …? 55 Kinder waren betroffen. Die Kita wurde geschlossen, alle Erzieher gefeuert und das war´s. Niemand wollte was bemerkt haben. Pornografisches Material oder ein sexuelles Gewalterlebnis hatte die Abwärtsspirale in Gang gesetzt, vermuteten Experten, denn kein Kind käme von allein auf die Idee, andere im Intimbereich zu verletzen.

„Brandgefährlich“ findet auch die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Christina Hennen die neue Sexualpädagogik. „Hier wird versucht, die Realität der Kinder auszublenden, auch mögliche negative Erfahrungen wie Missbrauch und Gewalt“, so Hennen in der FAZ. „Die Kinder werden hier gezielt verwirrt“. Diese „Pädagogik“ sei ein Versuch, die Schamgrenzen von Kindern und Jugendlichen aufzubrechen. Pädophile könnten sie sogar als Vorwand für Übergriffe nutzen, in dem sie die Abhängigkeit der Schüler ausnutzten.

Falls ein zukünftiger Baden-Württembergischer Ministerpräsidenten nun der Entwicklung in seinem Land Einhalt gebieten wollen würde, wäre dies ein Akt des Ungehorsams gegen die Bundesregierung und ein kleiner Schritt in Richtung mehr Menschlichkeit und Verantwortung den Kindern gegenüber. (rf)

Mehr dazu hier:

Warum Eltern gegen "Frühsexualisierung" in Kitas und Schulen rebellieren



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