Google Alphabet weiß alles: Will man uns jetzt das Denken abnehmen?

Epoch Times11. August 2015 Aktualisiert: 11. August 2015 14:49
Das Alphabet ist das Erste, was wir in der Schule lernen. Lernen wir künftig Google als Erstes? Google verändert sich zu einer Holding namens "Alphabet".

Google Alphabet weiß alles, sogar bevor der User weiß, was er überhaupt fragen möchte. Unter diesem Motto findet gerade eine Reorganisation und Umbenennung des Unternehmens statt. 

Ganz knapp zusammengefasst wird eine Reihe Unterfirmen zusammen in einer Holding weitergeführt. Eine Holding ist lt. Wikipedia ein Unternehmen, dessen ausschließlicher Zweck darin besteht, sich an anderen Unternehmen zu beteiligen.

Diese spezielle Holding, die rund um und mit Google entstanden ist, heißt Alphabet und wird von den Google-Gründern Larry Page und Sergey Brin geführt. Neuer Google-Chef wird Sundar Pichai – bisher Senior Vice President und verantwortlich für Android, Chrome und Apps.

Die Suchmaschine, das Reklamegeschäft, Google Maps, YouTube, Android und verschiedene Apps bleiben bei Google.

Extra geführt werden Nest (Heimüberwachung, Rauchmelder, digitale Thermostate), Life Sciences (Gesundheitsbereich, z.B. wird an einer Kontaktlinse geforscht, die laufend den Blutzuckerspiegel misst) das bisherige Google Fiber sowie Calico (Biotechnologie zur Lebensverlängerung). Weiterhin sollen die Forschungsgruppe Google X, die Investment-Sparten Google Ventures und Google Capital gesondert geführt werden. Konkrete Daten zu Namensveränderungen gibt es noch nicht.

Eine Holding kann zur Verschaffung von Steuervorteilen dienen

Noch ist Wikipedia aussagefreudig. Dort steht: „Die Holding ist weder im deutschen, noch im schweizerischen und österreichischen Aktienrecht geregelt.“

Und: „Die Holding als herrschendes Unternehmen trifft Entscheidungen in mindestens einem der betrieblichen Funktionsbereiche (Beschaffung, Finanzierung, Organisation, Absatz) und setzt diese – notfalls gegen den Willen des beherrschten Unternehmens – auch durch.“

Weiterhin ist eine Holding ein „verbreitetes Organisationsmittel zur Strukturierung von Konzernunternehmen und damit zur Unternehmenskonzentration.“

„Sie kann zur Verschaffung von Steuervorteilen dienen, insbesondere bei Auslandsberührung. Ebenso können mit ihrer Hilfe Kapitalbeteiligungsgrenzen umgangen und Größen- und Spezialisierungsvorteile im Rahmen der Kapitalanlage genutzt werden. Zudem ermöglicht diese Organisationsform die leichte Integration von akquirierten Unternehmen.“

Firmenziel: Antworten, bevor Menschen wissen, was sie wollen

Google sagt es nicht mehr so deutlich, jedoch ist in manchen Quellen (siehe Video unten) zu finden, was das eigentliche Ziel ist: sie wollen Maschinen erschaffen, die besser als die Menschen wissen, was diese wollen.

Anfang 2014 veröffentlichte die Welt die Information, dass sie die Firma DeepMind aufkauften. Darin steht: „Google will antworten, bevor Nutzer eine Frage stellen“

„Man will den Kunden die richtige Antwort für jede Situation bieten – oft noch bevor sie wüssten, dass sie eine Antwort bräuchten.“

Google möchte (auch) das universale Echtzeit-Lexikon sein, das immer und überall über das bestimmt, was Menschen zu bestimmten Themen erfahren.

Doch was geschieht, wenn sich Menschen zunehmend mehr auf die Antworten einer solchen intelligenten Maschine verlassen als auf das eigene Urteilsvermögen?

Stephen Hawking sieht in künstlicher Intelligenz eine Bedrohung für die Menschheit

Setzt man das Puzzle der Informationen über Googles neue Fähigkeiten (Quantencomputer, neuronales Netz,  träumende Computer, Intelligente Übersetzungen, Mitdenkende Suchmaschinen …) zusammen, dann ist Stephen Hawkings Warnung vor der Schaffung einer Künstlichen Intelligenz wahrscheinlich nicht übertrieben (hier).

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Der britische Astrophysiker glaubt, dass dadurch das Ende der Menschheit eingeleitet werden könnte. Er sagte, dass die primitiven Formen von künstlicher Intelligenz, die bisher entwickelt wurden, sehr nützlich sind. Zu fürchten sind hingegen Entwicklungen, die dem Menschen gleich kommen oder diesen überrunden.

Einige Kommentare zu Alphabet

„Ich freu mich schon auf die Markenrechtsklagen …gegen alle, die ein Alphabet benutzen. Vielleicht sollte man schon mal anfangen, chinesisch zu lernen…“

„Jetzt werden wohl bald Schulbuchverlage verklagt … weil sie es gewagt haben, das Wort Alphabet™ ohne Hinweis auf den neuen Inhaber der Markenrechte zu verwenden.“

„Überwachung von A bis Z“

„ Demnächst auf dem Speiseplan der Kita: Gesponserte Alphabet-Suppe, bestehend aus dem Buchstaben G O O G L E“

„Vielleicht wollte man auch nur einer Zerschlagung zuvorkommen, und teilt sich besser vorher auf.“

„Schulen müssen künftig Lizenzgebühren zahlen. Da Google nun das Alphabet gehört, kann es leider nicht mehr gratis von den Schulen benutzt werden, denn was die GEMA mit Musik kann, das kann Google mit Buchstaben schon lange.“

Alle Kommentare kommen von der heise Webseite. Danke!

Künftig kommen drei Konzerndaten

Es wird künftig – ab dem 4. Quartal 2015 – drei ökonomische und finanzielle Statistiken geben: ein Gesamtergebnis von Alphabet und zwei Teilergebnisse, eines für das Google-Geschäft und eines für die übrigen Tochterfirmen.

Kommentaren im Web zufolge kann es durchaus so sein, dass das Hauptgeschäft von Google – Reklame, Suchmaschine und Android etc. – Gewinne macht und die Tochterfirmen diesen Gewinn für ihre Entwicklung ausgeben. Das klingt nach einem guten steuersparenden Modell.

Den Analysten fällt auf, dass es keine Einzeldaten zu den Alphabet-Töchtern geben wird. Auch wird YouTube trotz seiner über eine Milliarde Nutzern kein eigenständiger Teil von Alphabet: „Ohne Zweifel, damit es nicht seine Umsätze enthüllen muss, die lange hinter den Analysten-Erwartungen zurückblieben", veröffentlichte Heise.

Ein Kommentar schreibt: „Alphabet Inc ist ein ganz normaler Konzern, mit einem Online Werbeunternehmen als Tochter ("Google") und diversen anderen nicht profitablen Tochterunternehmen. Die Vorstellung, dass Werbung nur da ist um "die Suchmaschine zu finanzieren" ist naiv. Die Suchmaschine ist vor allem darauf optimiert Werbung an den User zu bringen. Alle anderen Services dienen vor allem dem Datensammeln, um die Werbung zu optimieren.“

Das Video ist unter dem Titel: "Google und die Macht des Wissens" im Netz zu finden. (ks) 

https://youtube.com/watch?v=SqXJvzONul8