Wenn Eltern ihren Kindern ein Mikroskop oder eine Lupe kaufen, fördern sie die kindliche Neugier.Foto: Pahis/iStock

6 Tipps um wissbegierige Kinder zu erziehen

Von 21. Oktober 2021 Aktualisiert: 15. Oktober 2021 9:49

Heimunterricht war während der vielen Corona-Lockdowns  seit März 2020 die Norm. Das stellte viele Eltern vor die Herausforderung, Kinder meist neben ihrem Job zu Hause zu unterrichten. Während einige Eltern es kaum erwarten konnten, ihre Kinder wieder zur Schule zu schicken, fanden andere Eltern Heimunterricht gar nicht so schlecht.

Doch unabhängig davon, was jeder persönlich über den Heimunterricht denkt, sollte ein wichtiger Punkt nicht übersehen werden: Alle Eltern sind Eltern, die in bestimmter Form ihre Kinder zu Hause unterrichten.

Denn Bildung ist nicht etwas, das allein der Schule obliegt. Eltern spielen auf dem Bildungsweg ihrer Kinder eine entscheidende Rolle und sind dafür verantwortlich, ein positives Lernumfeld zu schaffen und ihren Kindern zu helfen, sich intellektuell zu entfalten.

Doch wie genau können sie das tun? Zuerst einmal sollten alle Eltern wissen: Um wissbegierige Kinder großzuziehen, kommt es gar nicht auf die eigenen akademischen Fähigkeiten an. 

Eltern brauchen sich nicht unter Druck zu setzen, wenn sie in bestimmten Bereichen nicht über ausreichend Wissen verfügen – denn es ist nicht Wissen, was Kinder zu neugierigen, selbstständigen und begeisterungsfähigen Erwachsenen macht, sondern einige elementare Fähigkeiten, die sie sich mit elterlicher Unterstützung aneignen können.

Die verstorbene Autorin und Rednerin Elisabeth Elliot gibt in ihrem Buch „Gib mir ein ruhiges Herz“ einige einfache Tipps, wie Eltern ihre Kinder in diesem Bereich unterstützen können.

1. Kinder auswendig lernen lassen

Das Auswendiglernen fällt vielen Erwachsenen gar nicht so leicht, für Kinder ist es hingegen, nun ja, ein Kinderspiel. Wenn man etwas ein paar Mal in der Gegenwart von Kindern wiederholt, haben sie es sich schon eingeprägt, bevor man es selbst überhaupt voll verstanden hat.

Als Elliot einige Tage auf ihre Enkelkinder aufpasste, brachte sie ihnen auf diese Weise das griechische Alphabet bei, indem sie es beiläufig ab und zu wiederholte. Da sie das Auswendiglernen wie eine lustige Tätigkeit aussehen ließ, konnten die Kinder die Informationen schnell verinnerlichen, meint Elliot.

2. Am Familientisch Fragen stellen, die Kinder zum Nachdenken anregen

„Wie war dein Tag?“ – Eltern können über diese Frage hinausgehen und tiefgründige Fragen stellen. Fragen, die sie vielleicht nicht einmal selbst beantworten können.

Wenn man Kinder zum Nachdenken anregt, wird es ihren Geist herausfordern und sie zu unabhängigen Denkern machen – etwas, das in den heutigen institutionellen Schulen oft unterdrückt wird.

3. Kindern vorlesen

„Solange wir zu Hause wohnten, tat das mein Vater für uns“, schreibt Elliot. „Er brachte immer ein Buch an den Tisch und las einen Abschnitt vor, oder er erzählte uns abends über etwas, während wir alle im Wohnzimmer saßen und unsere eigenen Bücher lasen.“

Vorlesen ist nicht nur ein Vergnügen für die ganze Familie, sondern fördert auch den Wortschatz und das Hörverständnis.

4. Kindern ein Mikroskop oder eine Lupe kaufen

Wenn Kinder die Möglichkeit haben, die Welt durch diese einzigartigen Linsen zu erforschen, wird vor nichts Halt gemacht. Das weckt die kindliche Neugier.

Interesse zu wecken und nach Antworten auf die Fragen des Lebens zu suchen, ist immer ein guter Weg, um das Denken und das Wissen eines jungen Menschen zu fördern.

5. Kindern einen Globus kaufen, damit sie jedes Land finden können

Wenn Kinder andere Teile der Welt visuell und räumlich präsentiert bekommen, wird es sie nicht nur zu Geografie-Experten machen, sondern ihnen auch bewusst machen, dass es andere Nationalitäten und Weltanschauungen gibt. Dabei lernen sie vielleicht auch das Land zu schätzen, in dem sie leben.

6. Kindern beibringen, abstrakte Wahrheiten anhand konkreter Gegenstände zu verstehen

Wahrheit ist heutzutage ein knappes Gut. Deshalb ist es wichtig, Kindern schon in jungen Jahren beizubringen, wie sie schwierige Themenbereiche begreifen können. 

Was gibt es Besseres, als mithilfe von Geschichten oder Alltagsgegenständen komplizierte Sachverhalte zu veranschaulichen. Damit erhalten Kinder eine solide Grundlage, um später den überall verbreiteten relativistischen Ideen zu widerstehen.

Wenn Sie zu den Eltern gehören, die sich diese kurze Liste ansehen und feststellen: „Das sieht doch nicht schwer aus, das sollte ich doch können! Einige dieser Dinge tue ich sogar schon!“, dann herzlichen Glückwunsch. Sie gehören zu den Eltern, die ihre Kinder zu Hause unterrichten.

Sie nehmen sich Zeit und geben sich Mühe, ihrem Kind praktische Werkzeuge in die Hand zu geben, damit sein junger Verstand erweitert und trainiert wird. Wer weiß, welche geistigen Höhenflüge das Ihrem Kind noch bringen wird.



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