Bandkollegen und Fans zutiefst bestürzt über Tod von Cranberries-Sängerin O’Riordan

Epoch Times15. Januar 2018 Aktualisiert: 16. Januar 2018 17:55
Cranberries-Sängerin Dolores O'Riordan wollte kurz vor ihrem Tod eine neue Version ihres 90er-Jahre-Hits "Zombie" aufnehmen. Das teilte die Hardrock-Band Bad Wolves, die den Song neu interpretiert hat, auf Facebook mit.

Die Sängerin der irischen Rockband The Cranberries, Dolores O’Riordan, ist tot. O’Riordan ist am Montag im Alter von 46 Jahren plötzlich in London gestorben, erklärte ihre Sprecherin Lindsey Holmes.

Demnach hatte sich die Sängerin für eine kurze Aufnahme in der britischen Hauptstadt aufgehalten. The Cranberries hatten in den 90er Jahren einen großen Erfolg mit dem Lied „Zombie“, das in Deutschland Platz 1 der Charts erreichte. Die Band verkaufte Millionen Alben. Im Jahr 2003 trennte sie sich, vereinigte sich später aber wieder.

Cranberries-Sängerin Dolores O’Riordan wollte kurz vor ihrem Tod eine neue Version ihres 90er-Jahre-Hits „Zombie“ aufnehmen. Das teilte die US-Hardrock-Band Bad Wolves, die den Song neu interpretiert hat, am Montagabend auf Facebook mit. „Wir sind schockiert und traurig über die Nachricht von Dolores‘ Tod, wenige Stunden bevor sie ihre Stimme für unsere Version von ‚Zombie‘ aufnehmen wollte“, schrieb die Band.

Leadsänger Tommy Vext schrieb, die Bad Wolves hätten sich geehrt gefühlt, dass O’Riordan die „Zombie“-Version der Band mochte und dazu singen wollte. „Es war das größte Kompliment, das eine neue Band, oder jede andere Band in so einem Fall bekommen konnte.“

Der Musikproduzent Dan Waite, ein Freund der Verstorbenen, sagte, O’Riordan habe ihm kurz vor ihrem Tod eine Sprachnachricht hinterlassen, in der sie von der „Zombie“-Version der Bad Wolves geschwärmt habe. Sie habe gesagt, dass sie sich auf die Aufnahme freue. „Sie klang so voller Leben, machte Witze und freute sich darauf, meine Frau und mich diese Woche zu sehen“, sagte Waite.

Bandkollegen zutiefst bestürzt

O’Riordans Bandkollegen zeigten sich bestürzt auf der Facebook-Seite der „Cranberries“. Sie schrieben gestern: „Wir sind am Boden zerstört wegen dem Tod unserer Freundin Dolores. Sie war ein außergewöhnliches Talent und wir waren privilegiert, seit 1989, als wir mit den Cranberries starteten, ein Teil ihres Lebens zu sein. Die Welt hat heute eine wahre Künstlerin verloren.“

Die Familie sei ebenso bestürzt über die plötzliche Nachricht von ihrem Tod gewesen und bittet darum, ihre Privatsphäre in dieser schweren Zeit zu respektieren.

Und auch Fans können den Tod von Dolores kaum glauben. Für viele ist sie ein Idol der Jugendzeit. Marcus Wild kommentiert auf Facebook:

Ich kann mich nicht mehr an das Jahr erinnern, in dem ich The Cranberries in Bristol gesehen habe, als Sie gerade erst angefangen hatten.

Sie ist nach dem Gig mit uns in ein paar Bars gefahren und Dolores war einer der nettesten Leute, die ich je getroffen habe.

So ein reizendes Mädchen und ein massiver Verlust für die Musikindustrie.

Meine Gedanken sind bei ihrer Familie und ihren Bandkollegen.

R. I. P xxxxxxx

Und Sarah Pieres schreibt:

Danke, dass du meine Kindheit mit deinen Liedern schöner gemacht hast! The Cranberries ist eine meiner Lieblingsbands und Dolores war eine meiner Lieblingsstimmen für Frauen. Sie hatte eine große Kraft in ihrer Stimme, und es ist so traurig, diese Kraft verloren zu haben, weil ich weiß, dass sie immer aus ihrem Herzen kommt…. Es ist ein trauriger Tag für Fans, Freunde, Familie und Musikwelt. Ich möchte Ihnen allen aus Brasilien mein Beileid aussprechen.

Tribute

In ihrem Gedenken ist gestern ein Video auf YouTube erschienen, mit ihrem wohl bekanntesten Hit „Zombie“. In dem Lied geht es um den Nordirlandkonflikt und die dortigen Unruhen Anfang des 20. Jahrhunderts, die 1921 zur Teilung Irlands führten und bis heute nicht zum Stillstand gekommen sind. Frederic C. Millet interpretiert Zombie als Metapher, dass Krieg und Gewalt jeden zum Töten ohne Grund befähigen, gleichsam wie Roboter oder als Untote.

https://www.youtube.com/watch?v=Xar6AFEYpZg

Der Songtext:

Another head hangs lowly

Child is slowly taken

And the violence, caused such silence

Who are we mistaken?

But you see, it’s not me

It’s not my family

In your head, in your head, they are fighting

With their tanks, and their bombs

And their bombs, and their guns

In your head, in your head they are crying
In your head, in your head

Zombie, zombie, zombie-ie-ie

What’s in your head, in your head

Zombie, zombie, zombie-ie-ie, oh

Du, du, du, du

Du, du, du, du

Du, du, du, du

Du, du, du, du

Another mother’s breaking

Heart is taking over

When the violence causes silence

We must be mistaken

It’s the same old theme

Since nineteen-sixteen

In

Die Sängerin war am Montagmorgen in einem Londoner Hotel tot aufgefunden worden. Nach Angaben ihrer Sprecherin kam der Tod völlig unerwartet.

Die Polizei erklärte am Dienstag, der Tod werde als „nicht verdächtig“ eingestuft. Die Todesursache war indes weiter unklar. Der Leichnam sollte gerichtsmedizinisch untersucht werden.

O’Riordan wurde in Limerick geboren. 2017 sollte die Band in Europa und Nordamerika auftreten, schreibt der „Spiegel“. Wegen Rückenproblemen O’Riordans musste die Tournee abgekürzt werden. Im April veröffentlichten sie das Album „Something Else“ mit Akustikaufnahmen ihrer größten Hits.

(mcd/afp/dpa)

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