Weihnachten.Foto: Lennart Preiss/Getty Images

Bluthochdruck und Stress: Ver.di warnt vor Gesundheitsgefährdung durch Wham!-Song „Last Christmas“

Von 29. November 2019 Aktualisiert: 29. November 2019 19:18
In einer Handreichung für Betriebsräte weist die Gewerkschaft ver.di auf Optionen hin, um die vorweihnachtlichen Endlosschleifen von Weihnachtsmusik in den Geschäften „auf ein erträgliches Maß zu reduzieren“. Sie befürchtet Bluthochdruck und negativen Stress.

Im Unterschied zu den klassischen Weihnachtsliedern, die zum Teil mittlerweile bereits über mehrere Jahrhunderte überliefert wurden, sind weihnachtliche Kompositionen aus dem Bereich der modernen Popularmusik häufig sehr kurzlebig – und schnell wieder vergessen.

Eine der wenigen Ausnahmen stellt der 1984 erschienene, damals in den Charts nicht einmal übermäßig erfolgreiche Song „Last Christmas“ von „Wham!“ dar. Die Ballade des zwei Jahre später aufgelösten Duos aus George Michael und Andrew Ridgeley, deren einziger inhaltlicher Bezug zu Weihnachten darin besteht, dass eine zerbrochene Romanze aus der Weihnachtzeit des Vorjahres Erwähnung findet, hat bis dato 15 Mal den Wiedereinstieg in die internationalen Hitparaden geschafft.

Bis zu fünf Mal pro Stunde

Dies liegt daran, dass der Song Jahr für Jahr von fast allen Mainstream-Radiostationen wieder in die Heavy-Rotation-Liste genommen wird und zudem Dauerbrenner in Kaufhäusern und auf Weihnachtsmärkten ist – zur Freude all jener, die in irgendeinem Jahr mit dem Song etwas Positives verbinden konnten, hingegen zum Missfallen der meisten anderen.

Ver.di-Chef Frank Werneke, seit September Nachfolger von Langzeitchef Frank Bsirske, gehört offenbar zur letztgenannten Gruppe. Immerhin wird der Popsong gemeinsam mit den klassischen Titeln „Jingle Bells“, „O du Fröhliche“ und „Stille Nacht“ namentlich herausgegriffen, um in einer Erklärung Betriebsräte auf neue Regeln des Bundesarbeitsministeriums für die Arbeitsstätten hinzuweisen.

Die Handreichung erfolgt, um die „vorweihnachtlichen Endlosschleifen […] in den Geschäften auf ein erträgliches Maß zu reduzieren“. Immerhin soll, wie jüngst bekannt wurde, „Last Christmas“ bei Rewe und Penny in den kommenden Wochen bis zu fünf Mal pro Stunde abgespielt werden.

Qualitativ bemängelt die Gewerkschaft die Musikauswahl nicht, allerdings gilt ihre Sorge der Lautstärke. In dem Text wird auf deren Reduktion auf das gesetzlich erlaubte Maß gepocht:

Demnach darf der Lärm in Einzelhandelsgeschäften 70 Dezibel (dbA) nicht überschreiten. Wird Musik gespielt und gibt es Durchsagen, was in den Läden üblich ist, müssen bis zu sechs Dezibel abgezogen werden, so dass das Maximum bei 64 Dezibel liegt. Das entspricht ungefähr der Beschallung durch einen Fernseher in Zimmerlautstärke.“

Regeln zur maximalen Beschallung gelten ganzjährig

Betriebsräte und Beschäftigte sollten Arbeitgeber, die „Musik in Richtung Disco-Lautstärke aufdrehen“, auf die neuen Regelungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales hinweisen, so ver.di weiter.

„Wenn Weihnachtsmusik gesundheitsgefährdend ist, hat sie ihren Sinn verfehlt“, betont das für den Handel zuständige Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Und eine solche Wirkung könne die stundenlange Dauerbeschallung mit zu lauter Weihnachtsmusik haben – von Bluthochdruck über negativen Stress bis zur Erhöhung der Herzfrequenz. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehme um 20 Prozent zu.

Damit es nicht zu alljährlichen Auseinandersetzungen zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber komme, empfehle die Gewerkschaft, die Abmachungen in einer Betriebsvereinbarung festzuhalten. Die neuen Regeln gelten allerdings auch ganzjährig für jede Art von Beschallung.

Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

Wer hat die Weltherrschaft? Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Immer klarer wird, dass die Geschichte der Menschheit nicht so ablief, wie sie heutzutage gelehrt wird. Das Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ gibt die lange gesuchten Antworten.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

„Kapitalismus abschaffen“? „Wohnungsgesellschaften enteignen“? Familie auflösen? Keinen Wohlstand und keine Kinder mehr wegen des Klimas? Frühsexualisierung? Solche Gedanken sind in Politik, Medien und Kultur populärer denn je. Im Kern drücken sie genau das aus, was einst schon Karl Marx und seine Anhänger der gesamten Menschheit aufzwingen wollten.

Der Kommunismus hat im 20. Jahrhundert hunderte Millionen Menschen physisch vernichtet, heute zielt er auf ihre Seelen. Bei vielen Menschen blieb glücklicherweise die der menschlichen Natur innewohnende Güte erhalten – was den Menschen die Chance gibt, sich vom Einfluss des „Gespenst des Kommunismus“ zu befreien.
Hier weitere Informationen und Leseproben.

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder – falls vergriffen – direkt beim Verlag der Epoch Times Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Das Buch gibt es jetzt auch als Ebook und als Hörbuch

E-Book: Das E-Book gibt es in den Formaten PDF, EPUB oder MOBI. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben. Das E-Book ist direkt beim Verlag der Epoch Times bestellbar – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Hörbuch: Das Hörbuch bieten wir im MP3 Format zum Download an. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben. Das Hörbuch ist direkt beim Verlag der Epoch Times bestellbar – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected] – es wird auch bald auf Amazon, Audible und iTunes erscheinen.