Die Nachbarn rufen laut: April, April! Man schickt den dummen Narren wie man will.Foto: fotolia.com/Wandern

Der 1. April – Von Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Von 1. April 2018 Aktualisiert: 1. April 2018 15:34
Aus der Reihe Epoch Times Poesie - Gedichte und Poesie für Liebhaber

Der 1. April

Wie wir als Knaben uns doch neckten!

Wie wir voll Schelmenstücke steckten!

Ich mach´s noch heute nicht bekannt,

Wonach ich einstmals ward gesandt,

Ich schweige still,

Sonst hört‘ ich heute noch: April, April!

Man schickt den dummen Narren wie man will.

Nach ungebrannter Asche gingen,

Nach Mückenfett und selteneren Dingen

wir ernsthaft in des Krämers Haus,

Der warf uns dann zur Tür hinaus.

Schwieg still, schweig still!

Sonst ruft man heute noch: April, April!

Man schickt den dummen Narren wie man will.

Wie wir´s gemacht als kleine Kinder,

So macht´s ein König auch nicht minder:

Er schickt sein Volk nach Freiheit aus,

Es kehret wiederum nach Haus

Ganz still, ganz still.

Die Nachbarn rufen laut: April, April!

Man schickt den dummen Narren wie man will.

Heinrich Hoffmann von Fallersleben  (1798-1874)



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