Eine Szene aus der Shen Yun-Oper „The Stratagem“.Foto: Shen Yun Zuo Pin

Geschichte wird lebendig – Neue Oper „The Stratagem“

Von 5. November 2022
Bereits 150.000 Aufrufe hat die kürzlich veröffentlichte Oper „The Stratagem”, die ausschließlich im Stream zu sehen ist.

China blickt auf eine lange Geschichte zurück. Wie das Auf und Ab der Gezeiten kamen und gingen seine Dynastien. Die spannende Geschichte einer solchen Dynastie – der späten Östlichen Han-Dynastie vor rund 2.000 Jahren – ist nun als Oper in vier Akten mit dem Titel „The Stratagem“ auf der Website Shen Yun Zuo Pin zu sehen. Es ist die Geschichte einer List und der aufrichtigen Sorge um ein Land, das durch eigennützige Machtinteressen ins Chaos gestürzt wird.

Rettung der Dynastie

Die Oper „The Stratagem“ erzählt die Geschichte des Tyrannen Dong Zhuo, der mächtiger ist als der 14-jährige Marionettenkaiser. Dongs treuer Beschützer und Handlanger Lü Bu ist ein einflussreicher General. Gemeinsam machen sie den Ministern das Leben am Hof schwer. Wenn diese es wagen, sich gegen Dong aufzulehnen, lässt er sie über die Klinge springen.

Es muss etwas getan werden, um den Despoten daran zu hindern, die Dynastie vollständig zu zerstören. Wang Yun, ein loyaler Minister, schmiedet einen Plan, um die beiden, die ein Verhältnis wie Vater und Sohn haben, zu entmachten.

Die Adoptivtochter des Ministers namens Diao Chan ist in der chinesischen Geschichte als eine der vier großen Schönheiten bekannt. Wang Yuns Plan ist es, Diao Chans Schönheit zu nutzen, um Dong und Lü gegeneinander auszuspielen.

Der Minister kennt die Gefahren, die mit einem solchen Komplott verbunden sind, aber er ist entschlossen, es durchzuziehen. Im 1. Akt singt Wang: „Selbst wenn wir gemeinsam untergehen sollten, werde ich meinen grauen Kopf aufs Spiel setzen. Ich werde meinen Kopf für dieses Land hinhalten.“

Er richtet eindringliche Worte an seine noch unentschlossene Tochter:  „Ich bitte Dich, Millionen Menschen leiden. […] Das Schicksal unseres Landes hängt an Dir.“ Sie stimmt schließlich zu.

Und so beginnt die List. Die beiden Männer machen nacheinander Bekanntschaft mit der Schönheit und ihr Vater verspricht sie beiden zur Frau. Da Dong Zhuo und Lü Bu nun um dieselbe Frau wetteifern, ist es nur noch ein kleiner Schritt, bis sie sich gegenseitig mit dem Schwert bedrohen.

Bekanntes und Verlorengegangenes

Geschichte wiederholt sich und auch noch 2.000 Jahre nach den Ereignissen in der Han-Dynastie sind die Themen aktuell – korrupte Machthaber, die sich nicht um das Volk scheren und eigennütziges, zügelloses Verhalten. Doch wo Dunkelheit herrscht, gibt es auch Licht. Glücklicherweise gibt es Integrität, Loyalität und Verantwortungsbewusstsein und – wenn der Weg aufrichtig und unter Entbehrungen beschritten wird – auch eine gute Lösung.

Nach gelungener List hört es sich einfach an, wenn der Chor singt: „Um den Plan auszuführen, bedurfte es weder Soldaten noch Waffen, nur eines Lächelns“. Basis dafür waren jedoch Bildung, Selbstbeherrschung und das Verständnis, dass eine höhere Macht existiert.

„Ich wollte die kaiserliche Gnade erwidern und das Volk schützen“, singt Minister Wan Yun. Heute ist solch ein spirituelles Selbstverständnis früherer Zeiten kaum noch anzutreffen. Er singt weiter: „Wie könnte ich es wagen, dem verstorbenen Kaiser im Jenseits gegenüberzutreten?“, falls er nicht versuchen würde, die Dynastie zu retten. Ein Verantwortungsgefühl, das auch aus Perspektive eines Weiterlebens über den Tod hinaus entstanden ist.

Die Produktion

Die Oper aus dem Hause der bekannten amerikanischen Tanzgruppe Shen Yun wartet mit prächtigen Kostümen und Kulissen auf, die den Betrachter in vergangene Zeiten transportieren. So spannend die Geschichte ist, so eindringlich singen und schauspielern die Darsteller. Die Stimmen sind klar und kraftvoll.

Obwohl auf Chinesisch gesungen wird, hat diese Produktion nichts mit der Peking-Oper gemein. Die Shen Yun-Sänger sind in der traditionellen Belcanto-Gesangstechnik ausgebildet – die natürlichste Art zu singen und eine Methode, die im Laufe der Geschichte weitgehend in Vergessenheit geraten ist.

Das Originalwerk ist unter der Leitung des künstlerischen Direktors D. F. entstanden.

Das Libretto schrieb Tianliang Zhang und die Musik stammt von Qin Yuan. Die Begleitung übernimmt das in New York ansässige Shen Yun Performing Arts Orchestra, dem auch die preisgekrönten Tenöre Gao Liang und Gu Yun sowie die Sopranistin Yu Ming angehören.

Nur drei Wochen nach Veröffentlichung hat die 35-minütige Oper, die auf shenyuncreations.com ausschließlich per Stream zu sehen ist, bereits 150.000 Aufrufe.



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